Nordkorea feuert rund zehn Kurzstreckenraketen ab
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 05:39 Uhr | dpa, AD HOC NEWSRaketenstart vor Japans Küste
- Nordkorea feuerte laut Südkoreas Militär rund zehn ballistische Kurzstreckenraketen ab.
- Die Geschosse flogen in Richtung des Japanischen Meeres.
- Japanische Behörden registrierten ebenfalls einen nordkoreanischen Raketentest.
Nordkorea feuert Raketen ins Japanische Meer
Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs rund zehn ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete über den Test; auch japanische Behörden registrierten einen nordkoreanischen Raketenstart.
Flugbahn bleibt zunächst offen
Weitere Angaben zu Flugweite und Flugbahn waren zunächst nicht bekannt. Die ungewöhnlich hohe Zahl der Geschosse macht den Start dennoch zu einem auffälligen militärischen Signal in der Region.
Verstoß gegen UN-Beschlüsse
Zuletzt hatte Nordkorea am 12. Oktober ballistische Raketen abgefeuert. Dem Land ist es durch Beschlüsse des UN-Sicherheitsrats untersagt, ballistische Raketen jeglicher Reichweite zu starten.
Abhängig von ihrer Bauart können solche Geschosse auch mit einem Atomsprengkopf ausgerüstet werden.
Der erneute Test reiht sich in die seit Jahren anhaltende Raketenentwicklung Nordkoreas ein. Kurzstreckenraketen gelten dabei als wichtiger Bestandteil der militärischen Fähigkeiten des Landes, weil sie Ziele in Südkorea und in Teilen der umliegenden Region erreichen können.
Für Seoul und Tokio ist die Zahl der abgefeuerten Geschosse ein zusätzliches Signal. Beide Staaten verfolgen nordkoreanische Starts eng, da Flugbahn und Reichweite Hinweise auf den jeweiligen Raketentyp und den Stand der technischen Entwicklung liefern können. Die zunächst fehlenden Angaben zu Flugweite und Flugbahn lassen eine genauere Bewertung des Tests noch nicht zu.
Spannungen in der Region
Ballistische Raketenstarts Nordkoreas stehen im Widerspruch zu den geltenden Beschlüssen des UN-Sicherheitsrats. Die internationale Kritik richtet sich deshalb nicht nur gegen einzelne Tests, sondern gegen das fortgesetzte Raketen- und Atomprogramm des Landes.
Für die Bevölkerung in Südkorea und Japan haben solche Starts vor allem eine sicherheitspolitische Bedeutung. Sie können die Überwachung und die Abstimmung zwischen beiden Ländern sowie mit den USA verstärken. Zugleich erhöht jeder weitere Test den politischen Druck auf Nordkorea, ohne dass daraus automatisch konkrete Verhandlungen oder eine Änderung seiner Militärpolitik folgt.
