Nordkorea testet nahe Wonsan rund zehn Kurzstreckenraketen
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 09:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWSStart nahe Wonsan erhöht regionale Anspannung
- Nordkorea feuerte die Raketen von seiner Ostküste nahe der Stadt Wonsan ab.
- Die Geschosse legten nach südkoreanischen Angaben rund 250 Kilometer zurück.
- Der vorherige nordkoreanische Start ballistischer Raketen erfolgte am 12. Oktober.
Nordkorea feuert Raketen in Richtung Japanisches Meer
Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs rund zehn ballistische Kurzstreckenraketen in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert. Die Geschosse starteten nahe Wonsan und flogen nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs rund 250 Kilometer.
Japan registriert den Test ebenfalls
Auch japanische Behörden registrierten den nordkoreanischen Raketentest. Die ungewöhnlich hohe Zahl der abgefeuerten Geschosse macht den Start zu einem markanten neuen Signal aus Pjöngjang.
UN-Beschlüsse verbieten ballistische Starts
Nordkorea ist es durch Beschlüsse des UN-Sicherheitsrats untersagt, ballistische Raketen jeglicher Reichweite zu starten. Je nach Bauart könnten solche Raketen auch mit einem Atomsprengkopf ausgerüstet werden.
Vorheriger Start am 12. Oktober
Zuletzt hatte Nordkorea am 12. Oktober ballistische Raketen abgefeuert. Der neue Test erfolgt damit trotz bestehender internationaler Verbote und anhaltender Spannungen in der Region.
Seoul schlägt erneut Gespräche vor
Erst vor einer Woche hatte die südkoreanische Regierung erneut vorgeschlagen, Gespräche mit Nordkorea aufzunehmen. Machthaber Kim Jong Un hat sämtliche Dialogbemühungen bislang abgelehnt.
Der Test fügt sich in eine anhaltende Folge nordkoreanischer Raketenstarts ein. Mit rund zehn Geschossen war die Zahl der diesmal abgefeuerten Kurzstreckenraketen besonders auffällig; der Start erfolgte von der Ostküste nahe Wonsan in Richtung Japanisches Meer.
Ballistische Raketenstarts verstoßen unabhängig von ihrer Reichweite gegen die einschlägigen Beschlüsse des UN-Sicherheitsrats. Kurzstreckensysteme sind vor allem für Ziele auf der koreanischen Halbinsel und in der näheren Umgebung relevant. Ihre mögliche Ausstattung mit nuklearen Sprengköpfen erhöht die sicherheitspolitische Bedeutung solcher Tests, auch wenn aus dem Start allein keine Aussage über die konkrete Bewaffnung der Geschosse folgt.
Diplomatie und militärischer Druck
Der Test fällt zudem in eine Phase, in der Seoul erneut Gespräche mit Pjöngjang vorgeschlagen hat. Die gleichzeitige Fortsetzung der Raketenentwicklung und die Ablehnung bisheriger Dialogangebote durch Kim Jong Un verdeutlichen den Gegensatz zwischen südkoreanischen Deeskalationsbemühungen und Nordkoreas sicherheitspolitischem Kurs.
Für Südkorea und Japan dienen solche Starts als Anlass, die Überwachung und Abstimmung ihrer Streitkräfte eng zu halten. Für die Bevölkerung in der Region bleibt entscheidend, ob weitere Tests folgen und ob daraus neue diplomatische oder internationale Reaktionen entstehen.
