Papst Leo XIV., Lungenoperation

Papst Leo XIV. erfolgreich an der Lunge operiert

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 19:59 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Papst Leo XIV. hat den Eingriff zur Entfernung eines Lungennotens in der römischen Gemelli-Klinik nach Angaben des Vatikans gut ĂŒberstanden. Der Befund des entfernten Gewebes steht noch aus; mehrere Termine wurden abgesagt.

  • Bei dem Pontifex war ein Lungenknoten entdeckt worden. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
    Bei dem Pontifex war ein Lungenknoten entdeckt worden. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
  • Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo vom medizinischen Direktor Andrea Cambieri (rechts) empfangen - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
    Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo vom medizinischen Direktor Andrea Cambieri (rechts) empfangen - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
  • Aus seinem Auto heraus winkte Leo den Wartenden zu. - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa
    Aus seinem Auto heraus winkte Leo den Wartenden zu. - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa
Bei dem Pontifex war ein Lungenknoten entdeckt worden. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo vom medizinischen Direktor Andrea Cambieri (rechts) empfangen - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa Aus seinem Auto heraus winkte Leo den Wartenden zu. - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa

Vatikan plant eine Woche Erholung

  • Der Eingriff erfolgte in der Gemelli-Klinik in Rom unter Leitung von Professor Stefano Margaritora.
  • Leo XIV. konnte nach der Operation in sein Zimmer zurĂŒckkehren.
  • Der Papst soll sich voraussichtlich etwa eine Woche im Krankenhaus erholen.
  • Alle Audienzen bis Mitte nĂ€chster Woche wurden abgesagt.

Papst Leo XIV. hat die Operation zur Entfernung eines Knotens an der Lunge in der Gemelli-Klinik in Rom nach Angaben des Vatikans erfolgreich ĂŒberstanden.

Operation verlief wie vorgesehen

Ein Sprecher des Vatikans teilte am Abend mit, der Eingriff sei erfolgreich, termingerecht und wie vorgesehen verlaufen. Der 71-JĂ€hrige habe bereits in sein Zimmer zurĂŒckkehren können.

Weitere Einzelheiten wurden zunÀchst nicht bekannt. Auch die Art des Knotens blieb offen. Das Ergebnis der Untersuchung des entfernten Gewebes steht damit noch aus.

Ärzteteam unter Leitung von Stefano Margaritora

Operiert wurde Leo von einem Ärzteteam unter Leitung des italienischen Professors Stefano Margaritora. Bei der Entfernung eines einzelnen Lungenknotens sind ernste Komplikationen eher selten; das Risiko hĂ€ngt unter anderem vom Umfang des Eingriffs sowie von der Funktion von Lunge und Herz ab.

Der Knoten war am Sonntag bei einer Kontrolluntersuchung entdeckt worden. Leo hatte erklĂ€rt, der Befund befinde sich in einem sehr frĂŒhen Stadium. Auf Anraten der Ärzte entschied er sich fĂŒr die Operation, die zwei Tage spĂ€ter erfolgte.

Gemelli-Klinik mit eigenem Papst-Trakt

Das Oberhaupt der katholischen Kirche wird in der römischen Gemelli-Klinik behandelt, in der bereits mehrere seiner VorgĂ€nger versorgt wurden. FĂŒr PĂ€pste gibt es dort im zehnten Stock einen eigenen Trakt mit Betreuung rund um die Uhr.

Vor dem Eingriff traf Leo in einem schwarzen Auto mit Polizeieskorte ein. Medizinischer Direktor Andrea Cambieri und weitere Ärzte empfingen ihn; vor und im Krankenhaus warteten zudem Schaulustige und GlĂ€ubige.

Audienzen und Gottesdienst abgesagt

Wegen des Krankenhausaufenthalts wurden alle Audienzen bis Mitte nÀchster Woche gestrichen. Auch am Abschlussgottesdienst eines internationalen Bischofstreffens zu Ehe und Familie an diesem Mittwoch auf dem Petersplatz nimmt der Papst nicht teil.

FĂŒr November ist eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru vorgesehen. In Peru war Leo als Missionar und Bischof tĂ€tig. Zum Programm gehört auch ein Besuch in Cusco auf 3.400 Metern Höhe.

Gesundheitszustand öffentlich gemacht

Bis zur Entdeckung des Knotens waren keine gesundheitlichen Probleme des Papstes bekannt. Leo hĂ€lt sich nach Angaben aus seinem Umfeld mit Tennis, Schwimmen und regelmĂ€ĂŸigen Übungen fit.

Die Mitteilung ĂŒber den Befund vor Zehntausenden GlĂ€ubigen auf dem Petersplatz steht zugleich fĂŒr einen offeneren Umgang mit der Gesundheit des Kirchenoberhaupts. Der Vatikan hatte entsprechende Informationen frĂŒher hĂ€ufig zurĂŒckgehalten.

Medizinische Einordnung des Befunds

Ein Lungenknoten ist zunĂ€chst eine bildgebende Beschreibung und keine Diagnose. Dahinter können abgeheilte EntzĂŒndungen, gutartige VerĂ€nderungen oder bösartige Erkrankungen stehen. Entscheidend ist deshalb die Untersuchung des entfernten Gewebes. Erst sie kann klĂ€ren, um welche Art von Knoten es sich handelt.

Dass der Befund bei einer Kontrolluntersuchung in einem frĂŒhen Stadium entdeckt wurde, begrenzt den medizinischen Informationsstand auf den Zeitpunkt der Operation. Der erfolgreiche Eingriff beschreibt zunĂ€chst den Verlauf der Entfernung, nicht das Ergebnis der Gewebeuntersuchung. FĂŒr die weitere Behandlung sind daher der pathologische Befund und die EinschĂ€tzung des Ärzteteams maßgeblich.

Folgen fĂŒr Vatikan und Termine

Der Krankenhausaufenthalt unterbricht den öffentlichen Kalender des Papstes. Audienzen und der Abschlussgottesdienst des Bischofstreffens entfallen bis Mitte der kommenden Woche. Damit ĂŒbernimmt vorĂŒbergehend die kirchliche Organisation die Termine, wĂ€hrend der Papst sich erholt.

Besondere Aufmerksamkeit gilt den geplanten Reisen im November nach Uruguay, Argentinien und Peru. Die dpa-Meldung nennt keine Absage. Ob der Zeitplan unverĂ€ndert bleibt, hĂ€ngt vom Genesungsverlauf, dem Gewebebefund und der Belastbarkeit nach dem Eingriff ab. FĂŒr die katholische Kirche ist der Vorgang auch kommunikativ bedeutsam: Leo informiert die GlĂ€ubigen frĂŒh ĂŒber den Befund und schafft damit Transparenz ĂŒber eine gesundheitliche Frage, die bei PĂ€psten lange besonders zurĂŒckhaltend behandelt wurde.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau.de: „Gemelli-Klinik Papst fĂŒr Lungenoperation im Krankenhaus“ (12.10.2026)

Der Bericht bestĂ€tige den Aufenthalt in der Gemelli-Klinik und den geplanten Eingriff. Er setze einen zusĂ€tzlichen Schwerpunkt auf die vorerst beibehaltenen Termine in Assisi und die SĂŒdamerikareise; offen bleibe auch dort der genaue medizinische Befund.

Euronews: „Knoten entdeckt: Papst Leo XIV. wird kommende Woche an der Lunge operiert“ (11.10.2026)

Der Artikel habe die frĂŒhe Entdeckung und die klare Begrenzung des Knotens hervorgehoben. Anders als die aktuelle Meldung habe er noch ĂŒber die bevorstehende Operation berichtet; zur Art des Knotens habe auch dieser Beitrag keine abschließende Aussage getroffen.

MedienĂŒbergreifend bestehe Einigkeit ĂŒber den Lungenknoten, den Eingriff in Rom und die erwartete Erholungszeit. Unterschiede lĂ€gen vor allem im Zeitpunkt der Berichte und im Schwerpunkt auf ReiseplĂ€nen oder medizinischem Hintergrund; offen bleibe das Ergebnis der Gewebeuntersuchung.

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