Papst Leo XIV., Lungenkrebs

Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs – Tumor entfernt

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 16:35 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Papst Leo XIV. muss nach der Entfernung eines bösartigen Lungentumors voraussichtlich bis nächste Woche im Gemelli-Krankenhaus bleiben. Ob eine weitere Behandlung nötig wird, hängt von den Untersuchungen des entfernten Gewebes ab.

Leos Klinikaufenthalt und weitere Behandlung

  • Leo XIV. wurde im Gemelli-Krankenhaus in Rom am rechten unteren Lungenlappen operiert.
  • Der Eingriff dauerte 90 Minuten, der Papst blieb insgesamt drei Stunden im Operationssaal.
  • Alle offiziellen Termine bis Mitte nächster Woche wurden abgesagt.
  • Im Vatikan wurde fĂĽr den Papst gebetet. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
    Im Vatikan wurde fĂĽr den Papst gebetet. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
  • Aus seinem Auto heraus winkte Leo den Wartenden zu. (Archivbild) - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa
    Aus seinem Auto heraus winkte Leo den Wartenden zu. (Archivbild) - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa
  • Der Pontifex bei seinem Eintreffen in der Klinik. (Archivbild) - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
    Der Pontifex bei seinem Eintreffen in der Klinik. (Archivbild) - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
  • Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo vom medizinischen Direktor Andrea Cambieri (rechts) empfangen. (Archivbild) - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
    Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo vom medizinischen Direktor Andrea Cambieri (rechts) empfangen. (Archivbild) - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
Im Vatikan wurde fĂĽr den Papst gebetet. - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa Aus seinem Auto heraus winkte Leo den Wartenden zu. (Archivbild) - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa Der Pontifex bei seinem Eintreffen in der Klinik. (Archivbild) - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo vom medizinischen Direktor Andrea Cambieri (rechts) empfangen. (Archivbild) - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa

Operation bestätigt Lungenkrebs bei Leo XIV.

Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt und wird nach einer Operation im Gemelli-Krankenhaus in Rom voraussichtlich bis nächste Woche stationär behandelt. Bei dem 71-Jährigen wurde der untere Lappen der rechten Lunge entfernt, nachdem sich ein Knoten als bösartiges Lungenadenokarzinom erwiesen hatte.

Ärzte melden regulären Verlauf

Nach Angaben des Vatikans verlief die rund 90-minütige Operation ohne Komplikationen. Blutuntersuchungen und eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs bestätigten den Angaben der Ärzte zufolge einen regulären postoperativen Verlauf.

Leo XIV. absolvierte eine Atemphysiotherapie, ging in seinem Zimmer im zehnten Stock umher und nahm Frühstück sowie Mittagessen ein. Nach dem Aufwachen kehrte er noch am Abend in den für Päpste vorgesehenen Kliniktrakt zurück.

Weitere Therapie bleibt offen

Ob der Krebs mit dem Eingriff vollständig entfernt wurde oder weitere Behandlungen notwendig sind, ist noch nicht entschieden. Maßgeblich sind dabei unter anderem die Größe des Tumors, mögliche weitere Knoten und ein Befall der Lymphknoten.

Der Pneumologe Jürgen Behr erklärte, im besten Fall sei der Papst nach der Operation bereits geheilt und benötige nur Nachsorge. Die Entfernung eines Lungenlappens könne zwar mit einem Leistungsverlust der Lunge von etwa 10 bis 20 Prozent einhergehen, falle im Alltag aber häufig kaum auf.

Audienzen bis Mitte nächster Woche abgesagt

Alle offiziellen Termine des Papstes bis Mitte nächster Woche wurden gestrichen. Leo hatte den Lungenknoten erst am Sonntag nach einer Routinekontrolle öffentlich gemacht und von einem sehr frühen Stadium gesprochen.

Die Erkrankung erinnert an die langen Krankenhausaufenthalte seines Vorgängers Franziskus, der bis kurz vor seinem Tod im April 2025 ebenfalls im Gemelli-Krankenhaus behandelt worden war. Vor der Klinik versammelten sich erneut Menschen zum Gebet.

SĂĽdamerikareise fĂĽr November geplant

Für November ist weiterhin eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru vorgesehen. Dazu gehört ein Besuch in Cusco auf rund 3400 Metern Höhe, was bei einer noch laufenden Genesung besondere medizinische Anforderungen stellen könnte.

Leo XIV. ist der bürgerliche Name Robert Francis Prevost. Sein älterer Bruder Louis wird ebenfalls wegen einer Krebserkrankung behandelt.

Die Erkrankung trifft die katholische Kirche in einer Phase, in der der Gesundheitszustand des Papstes unmittelbar mit der öffentlichen Wahrnehmung seines Pontifikats verbunden ist. Leo XIV. ist mit 71 Jahren zwar deutlich jünger als sein Vorgänger Franziskus bei dessen letzten Krankenhausaufenthalten, bleibt als Kirchenoberhaupt aber institutionell stark gefordert.

Medizinisch entscheidend sind nun die Befunde nach der Entfernung des rechten unteren Lungenlappens. Ob eine Operation ausreicht, hängt unter anderem davon ab, ob der Tumor vollständig entfernt wurde und ob Lymphknoten oder andere Bereiche betroffen sind. Bei einem früh entdeckten und lokal begrenzten Lungenadenokarzinom kann eine Operation die zentrale Behandlung sein; weitere Schritte richten sich nach der pathologischen Untersuchung.

Termine und Reise im Blick

Kurzfristig fallen bis Mitte nächster Woche öffentliche Termine aus. Für die Kirche geht es damit zunächst um eine geordnete Vertretung bei laufenden Abläufen und um die Frage, wann Leo seine öffentlichen Aufgaben wieder aufnehmen kann. Zusätzlich steht im November eine Südamerikareise mit Stationen in Uruguay, Argentinien und Peru im Kalender. Besonders der geplante Aufenthalt im hoch gelegenen Cusco könnte bei einer noch laufenden Genesung medizinisch neu bewertet werden.

Die offene Kommunikation über den Befund unterscheidet sich von früheren Zeiten, in denen päpstliche Krankheiten häufig erst spät öffentlich wurden. Zugleich bleiben Angaben zur weiteren Therapie und zur Belastbarkeit des Papstes vorerst ausstehend.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau: „Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs“ (14.10.2026)

Der Beitrag bestätige die Operation, die Diagnose eines Adenokarzinoms und den komplikationslosen Verlauf. Er lege zusätzlich den Schwerpunkt auf die geplante Erholung im Krankenhaus und die weiterhin vorgesehene Südamerikareise.

ZDFheute: „Nach OP: Lungenkrebs bei Papst Leo XIV. festgestellt“ (14.10.2026)

Der Artikel bestätige die Entfernung des rechten unteren Lungenlappens und die Diagnose eines bösartigen Tumors. Anders als die Meldung richte er den Blick stärker auf die medizinische Bedeutung des Adenokarzinoms und die noch offene Frage einer möglichen Ausbreitung.

Beide Beiträge stimmten beim Eingriff und beim komplikationslosen Verlauf überein. Offen blieben die endgültige Krebsstadieneinteilung, eine mögliche weitere Therapie und die Auswirkungen auf die geplanten Termine.

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