Papst Leo XIV., Lungenkrebs

Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs und bleibt eine Woche in Klinik

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 22:24 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Papst Leo XIV. ist nach der Entfernung eines Lungenteils an einem Lungenadenokarzinom erkrankt. Die Ärzte melden den Eingriff als erfolgreich und ohne Komplikationen; nun soll der 71-Jährige etwa eine Woche in der Klinik bleiben.

  • Bei dem Pontifex war ein Lungenknoten entdeckt worden. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
    Bei dem Pontifex war ein Lungenknoten entdeckt worden. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa
  • Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo vom medizinischen Direktor Andrea Cambieri (rechts) empfangen - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
    Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo vom medizinischen Direktor Andrea Cambieri (rechts) empfangen - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa
  • Aus seinem Auto heraus winkte Leo den Wartenden zu. - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa
    Aus seinem Auto heraus winkte Leo den Wartenden zu. - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa
Bei dem Pontifex war ein Lungenknoten entdeckt worden. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa Vor der Gemelli-Klinik wurde Leo vom medizinischen Direktor Andrea Cambieri (rechts) empfangen - Bild: Gregorio Borgia/AP/dpa Aus seinem Auto heraus winkte Leo den Wartenden zu. - Bild: Andrew Medichini/AP/dpa

Ärzte bestätigen Krebsbefund nach Leos Operation

  • Der untere Lappen der rechten Lunge wurde in der Gemelli-Klinik in Rom entfernt.
  • Die etwa anderthalbstĂĽndige Operation verlief nach Angaben der Ă„rzte erfolgreich und ohne Komplikationen.
  • Die Untersuchung bestätigte ein Lungenadenokarzinom, der Papst soll etwa eine Woche im Krankenhaus bleiben.

Die behandelnden Ärzte haben bei Papst Leo XIV. nach einer Operation in Rom ein Lungenadenokarzinom festgestellt.

Befund nach anderthalbstĂĽndigem Eingriff

Das Ärzte-Team der Gemelli-Klinik teilte mit, dass bei dem 71-Jährigen der untere Lappen der rechten Lunge entfernt worden sei. Die anschließende Untersuchung habe bestätigt, dass es sich bei dem zuvor entdeckten Knoten um Lungenkrebs handele.

Der Verdacht auf ein Lungenadenokarzinom war den Angaben zufolge bereits bei den Untersuchungen vor dem Eingriff aufgekommen. Leo sei nach der Operation wie geplant aufgewacht und befinde sich in seinem Zimmer.

Leo hatte den Knoten selbst bekannt gemacht

Der Papst hatte am Sonntag öffentlich erklärt, dass bei einer Kontrolluntersuchung ein Knoten in seiner Lunge entdeckt worden sei. Er beschrieb ihn als in einem sehr frühen Stadium und gut lokalisiert.

Auf Anraten seiner Ärzte entschied sich Leo für die Operation, die zwei Tage später stattfand. Bis dahin waren nach Angaben aus seinem Umfeld keine gesundheitlichen Probleme des ersten US-Amerikaners an der Spitze der katholischen Kirche bekannt.

Erholung im Krankenhaus geplant

Leo soll sich nun etwa eine Woche lang in der Gemelli-Klinik erholen. Das Krankenhaus am Rand Roms verfügt über einen eigenen Trakt für Päpste, in dem die Patienten rund um die Uhr versorgt werden.

Auch mehrere Vorgänger des Papstes wurden dort behandelt. Franziskus verbrachte in der Klinik seine letzte längere Krankheitsphase; ihm fehlte bereits seit jungen Jahren ein Teil der Lunge.

FrĂĽhe Diagnose und unmittelbare Folgen

Die Diagnose eines Lungenadenokarzinoms verändert die medizinische Bewertung des zunächst entdeckten Knotens grundlegend. Bei diesem Eingriff wurde der betroffene untere Lappen der rechten Lunge entfernt; die Ärzte bezeichneten die Operation zugleich als erfolgreich und komplikationslos.

Für die kommenden Tage steht die Erholung im Krankenhaus im Mittelpunkt. Der angekündigte Aufenthalt von etwa einer Woche bedeutet, dass öffentliche Termine des Papstes vorerst entfallen. Damit betrifft die Erkrankung nicht nur seine persönliche Gesundheitslage, sondern auch den dicht getakteten Kalender des Vatikans.

Kirchliche Handlungsfähigkeit bleibt zentral

Die katholische Kirche verfügt für Übergangsphasen über feste Verwaltungsstrukturen, doch die öffentliche Rolle des Papstes lässt sich nur begrenzt ersetzen. Audienzen, Reisen und zentrale Ansprachen müssen nach seinem Zustand und dem ärztlichen Verlauf geplant werden. Maßgeblich wird daher sein, wann Leo XIV. wieder arbeitsfähig ist und welche weitere Behandlung die Ärzte empfehlen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau: „Papst Leo XIV. für Lungenoperation im Krankenhaus eingetroffen“ (13.10.2026)

Der Bericht habe vor der Operation den Krankenhausaufenthalt und die vorläufige Absage der Audienzen bis zum 20. Oktober hervorgehoben. Anders als die dpa-Meldung habe er den weiteren Ablauf vor dem Eingriff beschrieben und medizinisch eingeordnet, dass erst eine Gewebeprobe die genaue Ursache eines Lungenknotens klären könne.

Tagesspiegel: „Eingriff soll noch am Nachmittag stattfinden: Papst Leo für Lungen-OP im Krankenhaus eingetroffen“ (13.10.2026)

Der Artikel habe die Ankunft des Papstes in der Gemelli-Klinik und das für den Nachmittag geplante Ärzteteam beschrieben. Einen anderen Schwerpunkt setze er auf die besondere Geschichte der Klinik als Behandlungsort für Päpste und auf den eigenen Papst-Trakt; offen geblieben sei zu diesem Zeitpunkt die genaue Uhrzeit des Eingriffs.

Beide Berichte bestätigten den Krankenhausaufenthalt und die geplante Operation, setzten den Schwerpunkt jedoch vor dem nun mitgeteilten Krebsbefund auf Ablauf, Klinik und Terminplanung. Als nächste Fragen stünden damit die weitere Genesung, die Behandlung und die Rückkehr zu öffentlichen Aufgaben im Mittelpunkt.

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