Papst Leo XIV. kehrt vier Tage nach Krebs-OP zurĂŒck
Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 16:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWSLeos nÀchste Termine im Vatikan
- Der Papst verlieĂ die Gemelli-Klinik am Samstagnachmittag in einer vatikanischen Limousine.
- Die Strecke zu seiner Wohnung im Vatikan ist gut sieben Kilometer lang.
- Am Freitag telefonierte Leo mit Wladimir Putin ĂŒber einen Waffenstillstand in Oleschky.
Leo XIV. kehrt nach Lungenoperation in den Vatikan zurĂŒck
Papst Leo XIV. ist vier Tage nach der Entfernung eines bösartigen Tumors aus der Gemelli-Klinik in den Vatikan zurĂŒckgekehrt. Nach der Entlassung will er am Sonntag das traditionelle Angelus-Gebet vom Fenster der pĂ€pstlichen Wohnung aus sprechen.
Die Entscheidung beruhte nach Angaben des vatikanischen Pressedienstes auf neuen Untersuchungsergebnissen der Ărzte.
Entlassung frĂŒher als zunĂ€chst erwartet
Der 71-JĂ€hrige verlieĂ die Klinik am Samstagnachmittag und fuhr die gut sieben Kilometer zu seiner Wohnung in einer Limousine des Vatikans. Vor dem Krankenhaus begrĂŒĂte er GlĂ€ubige, die ihm kleine selbstgemachte Geschenke ĂŒberreichten.
UrsprĂŒnglich war damit gerechnet worden, dass Leo erst am Dienstag entlassen wird. Am Freitag hatten Blutuntersuchungen und eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs eine anhaltende Verbesserung seines Gesundheitszustands ergeben.
Angelus-Gebet am Sonntag geplant
Mit dem Angelus vom Fenster seiner Wohnung aus will Leo bereits am Sonntag wieder öffentlich auftreten. Eine Woche zuvor hatte er bei diesem Gebet auf dem Petersplatz mitgeteilt, dass ein Knoten in seiner Lunge entdeckt worden sei.
Bei der 90-minĂŒtigen Operation am Dienstag entfernten die Ărzte den unteren Lappen des rechten LungenflĂŒgels. In diesem Bereich befand sich ein Lungenadenokarzinom.
Telefonat mit Putin aus dem Krankenhaus
WĂ€hrend seiner Genesung telefonierte Leo am Freitag mit dem russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin. Er forderte ihn zu einem Waffenstillstand in der ukrainischen Frontstadt Oleschky auf und Ă€uĂerte tiefe Besorgnis ĂŒber die humanitĂ€re Lage.
Im Krankenhaus zelebrierte der Papst zudem gemeinsam mit Angestellten eine Messe. Der Vatikan hatte zuvor Bilder veröffentlicht, die ihn beim Gottesdienst in einer Kapelle im Stehen zeigen.
Physiotherapie unterstĂŒtzt die Atmung
Leo erhĂ€lt Physiotherapie, die ihm nach der Entfernung des Lungenlappens beim Atmen helfen soll. Nach dem Ă€rztlichen Bulletin kann er seine normalen tĂ€glichen AktivitĂ€ten selbststĂ€ndig ausfĂŒhren.
Ob der Krebs vollstÀndig entfernt wurde, ist weiterhin offen. Ebenso fehlen Angaben dazu, ob weitere Knoten oder befallene Lymphknoten festgestellt wurden und welche Behandlung auf die Operation folgt.
Reise nach SĂŒdamerika bleibt offen
Die offenen Befunde sind auch fĂŒr Leos weitere Amtsplanung relevant. Unklar ist, ob er wie vorgesehen im November zu einer fast zweiwöchigen Reise nach SĂŒdamerika aufbrechen kann.
Experten halten den Verlust eines Lungenlappens bei zuvor normaler Lungenfunktion grundsĂ€tzlich fĂŒr verkraftbar. Nach EinschĂ€tzung der in der Meldung genannten Fachleute kann der Leistungsverlust der Lunge im Alltag oft kaum auffallen.
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Die RĂŒckkehr in den Vatikan markiert den nĂ€chsten Schritt in der Genesung von Papst Leo XIV. Nach der Entfernung des unteren Lappens des rechten LungenflĂŒgels soll der 71-JĂ€hrige bereits am Sonntag wieder das Angelus-Gebet sprechen. Damit nimmt er frĂŒh eine öffentliche und religiöse Kernaufgabe des Papstamtes wahr.
Medizinisch bleibt die Entlassung zugleich nur eine Zwischenetappe. Entscheidend fĂŒr die weitere Behandlung sind die Befunde nach der Operation: Dazu gehören unter anderem die genaue Ausbreitung des Tumors und mögliche VerĂ€nderungen an Lymphknoten oder anderen Organen. Erst daraus lĂ€sst sich ableiten, ob eine Nachsorge ausreicht oder weitere Therapien erforderlich werden.
Genesung und AmtsfĂŒhrung
Die Mitteilungen des Vatikans zeichnen das Bild einer stabilen Entwicklung. Blutuntersuchungen, Röntgenkontrollen und die selbststĂ€ndige BewĂ€ltigung des Alltags sprechen fĂŒr eine rasche Erholung nach dem Eingriff. Physiotherapie soll die Atmung unterstĂŒtzen.
FĂŒr die katholische Kirche ist relevant, dass Leo trotz der Erkrankung politisch und pastoral sichtbar bleibt. Sein Telefonat mit Wladimir Putin und der angekĂŒndigte Angelus zeigen, dass der Vatikan seine Stimme in humanitĂ€ren und internationalen Fragen weiter einsetzen will. Offen bleibt, ob die geplante SĂŒdamerikareise im November stattfinden kann und in welchem Umfang der Papst seine Termine wahrnehmen wird.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ZDFheute: âPapst Leo XIV. kann Krankenhaus verlassenâ (17.10.2026)
Der Beitrag habe die Entlassung nach neuen Untersuchungen und den fĂŒr Sonntag angekĂŒndigten Angelus hervorgehoben. ZusĂ€tzlich ordne er die Bedeutung eines Lungenadenokarzinoms und die AbhĂ€ngigkeit der Prognose vom Tumorstadium ein.
tagesschau: âNach Lungen-OP: Papst kann Klinik verlassenâ (17.10.2026)
Der Beitrag habe die RĂŒckkehr in den Vatikan, die festgestellte gesundheitliche Verbesserung und das Telefonat mit Wladimir Putin zusammengefĂŒhrt. Wie bei ZDFheute bleibe offen, welche weitere Behandlung nach den Befunden erforderlich werde; der Schwerpunkt liege stĂ€rker auf dem Ablauf der Entlassung und dem politischen Wirken des Papstes.
Beide BeitrĂ€ge stimmten bei Entlassung, Angelus-Gebet und positiver Entwicklung ĂŒberein. Unterschiede ergĂ€ben sich vor allem bei der medizinischen Einordnung und der Gewichtung des politischen Telefonats.
