Papst Leo XIV.: Lungenkrebs hat nicht gestreut
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 22:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWSLeos Befunde und nächste Termine
- Die Ärzte bestätigten ein lokal begrenztes Lungenadenokarzinom bei Papst Leo XIV.
- Der Eingriff entfernte den unteren Lappen des rechten Lungenflügels.
- Eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru ist für Anfang November geplant.
Ärzte bestätigen lokale Erkrankung bei Papst Leo XIV.
Der Lungenkrebs bei Papst Leo XIV. hat nach Angaben seiner Ärzte nicht gestreut. Untersuchungen des bei einer Operation entfernten Gewebes aus der Lunge bestätigten, dass die Erkrankung lokal begrenzt war und keine weitere Therapie erforderlich ist.
Gewebeproben liefern endgültigen Befund
Die behandelnden Ärzte Luigi Carbone und Stefano Margaritora teilten in der Gemelli-Klinik in Rom mit, die endgültigen histologischen Befunde und molekularbiologischen Untersuchungen seien ausgewertet worden. Demnach handelte es sich um ein Lungenadenokarzinom, die häufigste Form von Lungenkrebs.
Dem 71 Jahre alten Papst war am Dienstag vergangener Woche der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt worden. In dem Lungenabschnitt befand sich ein bösartiger Tumor.
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Kurzer Krankenhausaufenthalt
Nach dem 90-minütigen Eingriff konnte Leo das Krankenhaus im Nordwesten der italienischen Hauptstadt bereits am Samstag verlassen. Am folgenden Tag sprach er das traditionelle Angelus-Gebet vor Zehntausenden Gläubigen vom Fenster des Apostolischen Palastes aus.
Vor der Operation war offen gewesen, ob der in der Lunge entdeckte Knoten gutartig, eine Krebsvorstufe oder ein bösartiger Tumor war. Der Papst hatte den Befund rund anderthalb Wochen zuvor während des Angelus-Gebets auf dem Petersplatz öffentlich gemacht und von einem Knoten im Anfangsstadium gesprochen.
Südamerika-Reise steht bevor
Für Anfang November ist eine fast zweiwöchige Reise mit Stationen in Uruguay, Argentinien und Peru geplant. Einer der behandelnden Ärzte hatte bereits erklärt, aus medizinischer Sicht spreche nichts gegen den Trip.
Offen bleibt, ob das sportliche Programm an den Gesundheitszustand des Papstes angepasst wird. Besonders der geplante Besuch der peruanischen Andenstadt Cusco in 3.400 Metern Höhe gilt als Belastung, weil die Höhenlage bei Menschen mit Lungenerkrankungen Atemprobleme und Höhenkrankheit begünstigen kann.
Die Diagnose eines lokal begrenzten Lungenadenokarzinoms und der Verzicht auf eine weitere Krebstherapie bedeuten für den 71-jährigen Papst zunächst eine günstige medizinische Perspektive. Bei einer Operation, die auf einen einzelnen Lungenlappen begrenzt bleibt, hängt die weitere Behandlung wesentlich davon ab, ob der Tumor vollständig entfernt wurde und ob Untersuchungen Hinweise auf eine Ausbreitung liefern. Genau diese Auswertung der Gewebeproben und molekularbiologischen Befunde bildet die Grundlage für die nun mitgeteilte Entscheidung. Für Leo XIV. ist die Nachricht auch institutionell bedeutsam. Der Papst hatte seinen Gesundheitszustand öffentlich gemacht und war wenige Tage nach dem Eingriff bereits wieder öffentlich aufgetreten. Damit steht nicht nur die medizinische Nachsorge im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie schnell das Kirchenoberhaupt sein dichtes Arbeitsprogramm wieder aufnehmen kann. Besonders relevant ist die geplante Südamerika-Reise Anfang November. Die Stationen in Uruguay, Argentinien und Peru verlangen lange Flüge und ein hohes Arbeitspensum. Der Besuch von Cusco auf rund 3.400 Metern Höhe stellt nach einer Lungenoperation eine zusätzliche Belastung dar, weil die dünnere Höhenluft Atembeschwerden und Höhenkrankheit begünstigen kann. Die ärztliche Einschätzung, wonach aus medizinischer Sicht nichts gegen die Reise spreche, lässt Spielraum für Anpassungen bei Tempo, Terminen und Aufenthaltsdauer.Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Euronews: „Im Papamobil: Papst Leo XIV kehrt nach Lungen-OP zurück“ (21.10.2026)
Der Beitrag bestätigt die Rückkehr des Papstes auf den Petersplatz acht Tage nach dem rund 90-minütigen Eingriff. Im Mittelpunkt steht sein öffentliches Auftreten nach der Operation, während die langfristige Belastbarkeit und die Reiseplanung offenbleiben.
Frankfurter Rundschau: „Im Papamobil: Papst Leo XIV. kehrt acht Tage nach Lungen-OP auf den Petersplatz zurück“ (21.10.2026)
Der Bericht setzt einen ähnlichen Schwerpunkt auf die Rückkehr in die Öffentlichkeit und ordnet den Eingriff als videoassistierte Operation ein. Anders als die medizinische Mitteilung richtet sich der Blick stärker auf die sichtbare Erholung und die Frage, wie der Papst sein Programm fortsetzen kann.
Gemeinsam ist den Beiträgen die Darstellung einer schnellen öffentlichen Rückkehr nach der Operation. Unterschiede liegen vor allem in der Gewichtung von Genesungsverlauf, Operationsdetails und den noch anstehenden Belastungen durch das Reiseprogramm.

