Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs nach OP in Rom
Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 11:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWSLeos Klinikaufenthalt in Rom
- Der 71-jÀhrige Papst Leo XIV. liegt nach einer Operation im zehnten Stock der Gemelli-Klinik.
- Bei dem Eingriff wurde der untere Lappen seiner rechten Lunge entfernt.
- Die Operation dauerte insgesamt drei Stunden und verlief nach Angaben des Ărzteteams ohne Komplikationen.
Papst Leo XIV. ist nach einer Operation in Rom an Lungenkrebs erkrankt.
Bösartiger Tumor festgestellt
Bei einer 90-minĂŒtigen Operation entfernten die Ărzte den unteren Lappen der rechten Lunge. Die anschlieĂende Untersuchung ergab, dass es sich bei dem Knoten um ein Lungenadenokarzinom handelte.
Der Eingriff erfolgte mit video-assistierter Technik. Dabei werden ĂŒber mehrere kleine Schnitte eine Kamera und chirurgische Instrumente in den Brustkorb eingefĂŒhrt.
Erholung im Gemelli-Krankenhaus
Das Ărzteteam um Luigi Carbone und Stefano Margaritora erklĂ€rte, die Operation sei ohne Komplikationen verlaufen. Nach dem Aufwachen konnte Leo noch am Abend in sein Zimmer zurĂŒckkehren.
Der Vatikan teilte mit, dass der Papst voraussichtlich bis nÀchste Woche in der Klinik bleiben soll. Alle offiziellen Termine bis Mitte nÀchster Woche wurden abgesagt.
Weitere Behandlung bleibt offen
Ob der Krebs vollstĂ€ndig entfernt wurde oder weitere Behandlungen notwendig sind, ist noch nicht bekannt. DafĂŒr mĂŒssen unter anderem der Tumor, mögliche weitere Knoten und die Lymphknoten untersucht werden.
Der Pneumologe JĂŒrgen Behr sagte der dpa, im besten Fall sei Leo nach der Operation bereits geheilt und benötige nur Nachsorge. Die Entfernung eines Lungenlappens könne mit einem Leistungsverlust der Lunge von etwa 10 bis 20 Prozent einhergehen.
FrĂŒhe Entdeckung und geplante Reise
Leo hatte am Sonntag mitgeteilt, dass bei einer Routinekontrolle ein Knoten in einem sehr frĂŒhen Stadium entdeckt worden sei. Zwei Tage spĂ€ter wurde er operiert.
FĂŒr November ist eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru geplant. Ob sie stattfinden kann, hĂ€ngt von der weiteren Genesung und der medizinischen Behandlung ab.
FrĂŒher Befund, aber weitere Diagnostik entscheidend
Die Entfernung des unteren rechten Lungenlappens beseitigt den sichtbaren Tumor, beantwortet aber noch nicht alle Fragen zur weiteren Behandlung. Entscheidend sind unter anderem die GröĂe des Adenokarzinoms, der Zustand der Lymphknoten und die Untersuchung des entfernten Gewebes.
Leos Hinweis auf einen Knoten in einem sehr frĂŒhen Stadium ist medizinisch relevant: Wird ein nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom vollstĂ€ndig entfernt und bleibt es auf die Lunge begrenzt, kann eine Operation die maĂgebliche Behandlung sein. Ob zusĂ€tzlich eine Chemotherapie, Bestrahlung oder eine engmaschige Kontrolle nötig wird, hĂ€ngt vom endgĂŒltigen pathologischen Befund ab.
Belastung fĂŒr das pĂ€pstliche Amt
FĂŒr den Vatikan geht es deshalb nicht nur um die Genesung des 71-JĂ€hrigen, sondern auch um die Planbarkeit des Pontifikats. ZunĂ€chst fallen öffentliche Termine bis Mitte nĂ€chster Woche aus. Die angekĂŒndigte SĂŒdamerikareise im November dĂŒrfte von Leos Erholung, seiner Lungenfunktion und den Empfehlungen der behandelnden Ărzte abhĂ€ngen.
Die Behandlung im Gemelli-Krankenhaus lenkt zugleich erneut Aufmerksamkeit auf den Umgang des Vatikans mit der Gesundheit eines Papstes. Leo hat seine Erkrankung selbst öffentlich gemacht und damit frĂŒh informiert. Das schafft Transparenz, lĂ€sst aber medizinische Einzelheiten und die langfristige Belastbarkeit seines Amtes weiterhin offen.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Der Bericht bestÀtige die Diagnose eines Lungenadenokarzinoms und die Entfernung des rechten unteren Lungenlappens. Er setze zusÀtzlich einen Schwerpunkt auf die Frage einer möglichen Chemotherapie und auf medizinische EinschÀtzungen zur weiteren Behandlung.
n-tv: âGewissheit nach Operation: Papst Leo XIV. hat Lungenkrebsâ (13.10.2026)
Der Artikel bestĂ€tige den komplikationslosen Verlauf, den etwa einwöchigen Klinikaufenthalt und die noch offene Therapieplanung. Anders als der Merkur-Bericht richte er den Schwerpunkt stĂ€rker auf die Terminabsagen, die geplante SĂŒdamerikareise und Leos offenen Umgang mit seiner Erkrankung.
Beide BeitrĂ€ge stimmten beim Eingriff und der Diagnose ĂŒberein; offen bleibe vor allem, welche Nachbehandlung der Papst benötigt und ob seine Termine im November stattfinden können.
