Papst Leo XIV., Lungenkrebs

Papst Leo XIV.: Ärzte melden gute Erholung der rechten Lunge

Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 14:22 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Papst Leo XIV. bleibt voraussichtlich bis zur kommenden Woche in der römischen Gemelli-Klinik. Histologische Befunde sollen klÀren, ob nach der Entfernung des Tumors weitere Behandlungen nötig sind und ob die Reise nach Lateinamerika stattfinden kann.

Weitere Termine des Papstes entfallen

  • Die Ärzte teilten nach einer Röntgenuntersuchung des Brustkorbs eine gute Erholung der operierten Lunge mit.
  • Bei dem Eingriff entfernten sie den unteren Lappen des rechten LungenflĂŒgels.
  • Alle offiziellen Termine bis Mitte nĂ€chster Woche wurden abgesagt.
  • Die geplante Lateinamerikareise Anfang November ist bislang nicht abgesagt.
Nach der Operation an der Lunge des Papstes stehen wichtige Befunde noch aus. - Bild: Alessandra Tarantino/AP/dpa

Papst Leo XIV. erholt sich nach Lungenoperation

Papst Leo XIV. erholt sich nach Angaben seiner Ärzte weiter planmĂ€ĂŸig von der Operation an der Lunge. Eine Röntgenuntersuchung zeigte eine gute Erholung der operierten Lunge, zudem lagen die routinemĂ€ĂŸigen Kontrollwerte des 71-JĂ€hrigen im Normbereich.

Bösartiger Tumor aus rechter Lunge entfernt

In einer lĂ€ngeren Operation am Dienstag entfernten die Ärzte aus der rechten Lunge den unteren Lappen. Ein zuvor entdeckter Knoten erwies sich als Lungenadenokarzinom, ein bösartiger Tumor und die hĂ€ufigste Form von Lungenkrebs.

Der Eingriff fand in der Gemelli-Klinik in Rom statt. Nach der Operation wird der Papst dort voraussichtlich bis zur kommenden Woche bleiben.

Befunde bestimmen weitere Behandlung

Welche weiteren Schritte folgen, sollen unter anderem histologische Untersuchungen in den nĂ€chsten Tagen zeigen. Die Ergebnisse können Aufschluss darĂŒber geben, ob der Tumor vollstĂ€ndig entfernt wurde und ob zusĂ€tzliche Behandlungen erforderlich sind.

Termine abgesagt, Reise bleibt offen

Alle offiziellen Termine des Papstes bis Mitte nÀchster Woche wurden abgesagt. Offen ist, ob Leo XIV. die geplante fast zweiwöchige Reise nach Lateinamerika Anfang November antreten kann; abgesagt wurde sie bislang nicht.

Die Entfernung des unteren Lappens der rechten Lunge ist bei einem lokal begrenzten Tumor ein etablierter chirurgischer Ansatz. Beim Lungenadenokarzinom hÀngt die weitere Behandlung jedoch nicht allein vom sichtbaren Tumor ab. Entscheidend sind die vollstÀndige feingewebliche Untersuchung, der Tumorstatus und die Frage, ob Lymphknoten oder andere Organe betroffen sind.

Die histologischen Befunde können deshalb darĂŒber entscheiden, ob der Eingriff als ausreichende Behandlung gilt oder ob zusĂ€tzliche Maßnahmen geprĂŒft werden. Dazu zĂ€hlen je nach Befund unter anderem eine medikamentöse Therapie, eine Immuntherapie oder in bestimmten Situationen eine Bestrahlung. Eine allgemeine Prognose lĂ€sst sich aus der Diagnose allein nicht ableiten.

Genesung und öffentliche Aufgaben

Nach einer Lungenoperation stehen zunĂ€chst die körperliche Stabilisierung, Atemtherapie und die Kontrolle möglicher Komplikationen im Vordergrund. Der angekĂŒndigte Klinikaufenthalt bis zur kommenden Woche und die abgesagten Termine schaffen dafĂŒr einen medizinischen und organisatorischen Rahmen.

FĂŒr die weitere AmtsausĂŒbung wird neben den Befunden auch die Belastbarkeit des 71-jĂ€hrigen Papstes maßgeblich sein. Ob die geplante fast zweiwöchige Lateinamerikareise Anfang November stattfinden kann, dĂŒrfte daher von der Genesung und dem weiteren Behandlungsplan abhĂ€ngen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau: „Papst Leo XIV. hat Lungenkrebs“ (14.10.2026)

Der Beitrag bestÀtige die Entfernung des unteren rechten Lungenlappens und die Diagnose eines Adenokarzinoms. Er setze den Schwerpunkt auf den erfolgreichen Eingriff, den geplanten Klinikaufenthalt und die Vorgeschichte der Diagnose.

Euronews: „Papst Leo XIV erholt sich nach Lungenkrebs-OP: Wie geht es weiter?“ (14.10.2026)

Der Artikel hebe die ruhige Erholung nach der Operation und die noch ausstehenden Testergebnisse hervor. Anders als die Meldung konzentriere er sich stĂ€rker auf die Frage, ob sich der Krebs ausgebreitet habe und welche Folgen dies fĂŒr die nĂ€chsten Schritte haben könnte.

Beide BeitrĂ€ge bestĂ€tigten den erfolgreichen Eingriff und die notwendige weitere Auswertung. Offen blieben vor allem der endgĂŒltige Befund, eine mögliche Zusatzbehandlung und die Auswirkungen auf die ReiseplĂ€ne.

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