Polen verstÀrkt Bewachung der Grenze zu Belarus
02.07.2023 - 14:17:29 | dpa.de
Wegen der geplanten Verlegung russischer Wagner-Söldner ins Nachbarland Belarus verlegt Polen Hunderte Polizisten an seine Ostgrenze. Die 500 Beamten, darunter auch Mitglieder der Anti-Terroreinheit, sollten die 5000 GrenzschĂŒtzer und 2000 Soldaten verstĂ€rken, die derzeit an der Grenze stationiert seien, teilte Innenminister Mariusz Kaminski ĂŒber Twitter mit. Der fĂŒr Sicherheit zustĂ€ndige stellvertretende Regierungschef Jaroslaw Kaczynski hatte die Aufstockung der uniformierten KrĂ€fte und die VerstĂ€rkung der Grenzbefestigung kĂŒrzlich angekĂŒndigt.
Nach Angaben Kaczynskis hat Polen Erkenntnisse, wonach bis zu 8000 Wagner-KÀmpfer in Belarus unterkommen könnten. Das EU- und Nato-Mitglied Polen hat eine 418 Kilometer lange Grenze zu Belarus.
Der Chef der Söldner-Truppe, Jewgeni Prigoschin, hatte am vergangenen Wochenende zwischenzeitlich unter anderem die sĂŒdrussische Stadt Rostow am Don besetzt und lieĂ seine KĂ€mpfer dann Richtung Moskau marschieren. Rund 200 Kilometer vor der russischen Hauptstadt gab er ĂŒberraschend auf. Lukaschenko vermittelte in dem Konflikt. Prigoschin und seinen Söldnern wurde von Kremlchef Wladimir Putin Straffreiheit zugesichert. Prigoschin ist nach Angaben Lukaschenkos inzwischen in Belarus eingetroffen. Lukaschenko hat auch den KĂ€mpfern der Söldnertruppe Aufnahme in seinem Land angeboten.
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