Wladimir Putin, Steve Witkoff

Putin signalisiert Verhandlungen mit Ukraine und USA im November

Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 16:37 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Nach einem dreistĂŒndigen GesprĂ€ch mit US-Sondergesandtem Steve Witkoff signalisiert der Kreml mögliche GesprĂ€che mit Washington und Kiew im November. Russland hĂ€lt zugleich an seinen Forderungen fest und setzt die Angriffe auf die Ukraine fort.

Putins GesprÀch eröffnet November-Perspektive

  • Wladimir Putin empfing Steve Witkoff am Mittwoch zu einem dreistĂŒndigen Treffen in St. Petersburg.
  • Kreml-Berater Juri Uschakow nannte Verhandlungen mit den USA und der Ukraine im November als Möglichkeit.
  • Im Mittelpunkt soll der Aufbau eines Sicherheitssystems fĂŒr Russland und die Ukraine nach dem Konflikt stehen.
Kreml (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Putin empfĂ€ngt Witkoff zu GesprĂ€chen ĂŒber den Ukraine-Krieg

Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin hat sich nach einem dreistĂŒndigen Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff am Mittwoch offen fĂŒr Verhandlungen mit den USA und der Ukraine im November gezeigt. Das teilte Putins Berater Juri Uschakow mit.

Als Ziel nannte der Kreml den „Aufbau eines Sicherheitssystems fĂŒr die Russische Föderation und die Ukraine nach Beendigung des Konflikts“.

Dreiseitiges Format im GesprÀch

Nach Darstellung des Kremls tauschten Putin und Witkoff ihre EinschÀtzungen dazu aus, wie ein dauerhafter Frieden in der Ukraine erreicht werden könnte. Zudem erörterten sie den Ablauf einer möglichen Wiederaufnahme dreiseitiger Verhandlungen mit Vertretern Russlands, der USA und der Ukraine.

Putin erklĂ€rte Witkoff demnach, die russischen StreitkrĂ€fte fĂŒhrten an allen Hauptfronten einen unaufhaltsamen Vorstoß durch. Russland hĂ€lt zugleich an seinen Forderungen fest und attackiert weiterhin die Ukraine.

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Signale und militÀrischer Druck

Der Kreml hatte bereits in der Vergangenheit wiederholt Bereitschaft zu Verhandlungen oder Waffenruhen signalisiert. Eine Einigung kam jedoch nicht zustande; Russland machte dafĂŒr regelmĂ€ĂŸig die Ukraine verantwortlich.

Die aktuelle Initiative steht damit unter dem Eindruck eines anhaltenden Gegensatzes: Einer möglichen diplomatischen Öffnung stehen fortgesetzte Angriffe und unverĂ€nderte russische Forderungen gegenĂŒber.

November als möglicher nÀchster Termin

Ein konkreter Termin fĂŒr ein Treffen der drei Seiten wurde nicht genannt. Die AnkĂŒndigung schafft jedoch einen politischen Rahmen fĂŒr weitere Kontakte zwischen Moskau, Washington und Kiew.

Das Treffen zwischen Wladimir Putin und Steve Witkoff fĂ€llt in eine Phase neuer diplomatischer AktivitĂ€ten, wĂ€hrend der Krieg in der Ukraine fortgesetzt wird. Nach GesprĂ€chen Witkoffs mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj in Oslo stehen Sicherheitsgarantien, territoriale Fragen, Sanktionen und die europĂ€ische Sicherheitsordnung im Mittelpunkt der BemĂŒhungen.

Die angekĂŒndigte Bereitschaft zu GesprĂ€chen im November wĂ€re ein möglicher nĂ€chster Schritt zu einer Wiederaufnahme des trilateralen Formats mit Russland, den USA und der Ukraine. Als möglicher zeitlicher Rahmen gilt das Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft im November. FĂŒr Kiew bleibt dabei entscheidend, an Verhandlungen ĂŒber die eigene Zukunft unmittelbar beteiligt zu sein.

Diplomatie trotz anhaltender Angriffe

Die politische AnnĂ€herung steht im direkten Gegensatz zur militĂ€rischen Entwicklung. WĂ€hrend Witkoff in St. Petersburg mit Putin sprach, wurden neue russische Angriffe auf ukrainische Regionen gemeldet. Das unterstreicht, dass eine GesprĂ€chsbereitschaft bislang keine Waffenruhe und keine belastbare Vereinbarung ĂŒber ein Kriegsende bedeutet.

Auch Russlands Forderungen bleiben ein zentraler Faktor. Der Kreml verbindet mögliche Verhandlungen mit einem Sicherheitssystem fĂŒr Russland und die Ukraine und stellt zugleich die eigene militĂ€rische Lage als gĂŒnstig dar. FĂŒr die weitere Entwicklung wird deshalb entscheidend sein, ob aus der angekĂŒndigten Offenheit konkrete Termine, gemeinsame Grundlagen und eine Beteiligung der Ukraine entstehen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

tagesschau: „US-Vermittler Witkoff berĂ€t mit Putin ĂŒber Ukraine“ (21.10.2026)

Der Beitrag bestĂ€tigt Witkoffs GesprĂ€che mit Putin und ordnet sie in die vorherigen Beratungen mit Selenskyj in Oslo ein. Einen Schwerpunkt legt er auf Sicherheitsgarantien, territoriale Fragen und die Forderung der Ukraine, nicht ĂŒbergangen zu werden.

ntv: „+++ 15:44 Kreml: Moskau

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