Ukraine, Russland

Massiver russischer Raketenangriff auf Kiew - Opfer

Veröffentlicht: 19.07.2026 um 07:53 Uhr, dpa.de

Russland startet erneut einen massiven Angriff mit ballistischen Raketen auf die ukrainische Hauptstadt. Explosionen lassen die Einwohner nicht zur Ruhe kommen. Mehrere Brände brechen aus.

  • Ein Mangel an Flugabwehrraketen für die vorhandenen Patriot-Systeme erschwert die Abwehr russischer ballistischer Raketen. (Archivbild) - Bild: Jens Büttner/dpa
    Ein Mangel an Flugabwehrraketen für die vorhandenen Patriot-Systeme erschwert die Abwehr russischer ballistischer Raketen. (Archivbild) - Bild: Jens Büttner/dpa
  • Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut massiv mit Raketen angegriffen. - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
    Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut massiv mit Raketen angegriffen. - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
  • Russland hat nach eigenen Angaben auch ein Logistikzentrum für die Lagerung von Bauteilen für Waffen in Kiew getroffen. - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
    Russland hat nach eigenen Angaben auch ein Logistikzentrum für die Lagerung von Bauteilen für Waffen in Kiew getroffen. - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
  • Bei den neuen russischen Angriffen auf Kiew gab nach Angaben der ukrainischen Behörden erneut auch Opfer unter Zivilisten. - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
    Bei den neuen russischen Angriffen auf Kiew gab nach Angaben der ukrainischen Behörden erneut auch Opfer unter Zivilisten. - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
Ein Mangel an Flugabwehrraketen für die vorhandenen Patriot-Systeme erschwert die Abwehr russischer ballistischer Raketen. (Archivbild) - Bild: Jens Büttner/dpa Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut massiv mit Raketen angegriffen. - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa Russland hat nach eigenen Angaben auch ein Logistikzentrum für die Lagerung von Bauteilen für Waffen in Kiew getroffen. - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa Bei den neuen russischen Angriffen auf Kiew gab nach Angaben der ukrainischen Behörden erneut auch Opfer unter Zivilisten. - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa

Russland hat in seinem Krieg gegen die Ukraine einen der bisher massivsten Angriffe mit ballistischen Raketen auf die Hauptstadt Kiew ausgeführt. Dutzende Explosionen, teils von Flugabwehrraketen, waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem «der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew» sowie von einem Toten und 16 Verletzten. 

«Der Feind hat über 40 Raketen verschiedener Typen abgefeuert, von denen die meisten auf die Hauptstadt gerichtet waren, sowie 120 Angriffsdrohnen», teilte Selenskyj bei Telegram mit. Mehrere Häuser und auch Autos seien zerstört worden, berichteten die Behörden.

Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mehreren Stadtteilen. Es sei zu Bränden gekommen. Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr wurden 23 Einschläge von Raketen und 10 von Drohnen registriert. Demnach wurde ein großer Teil der Flugobjekte zerstört.

Selenskyj: Raketenabwehr hat Priorität

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion. Mit westlicher Hilfe, besonders aus Deutschland, wurde die Flugabwehr modernisiert. Zuletzt klagte Kiew jedoch über einen Mangel an Lenkkörpern für das Flugabwehrsystem Patriot zur Abwehr ballistischer Raketen.

«Der Schutz vor ballistischen Raketen ist derzeit eine ständige und oberste Priorität», sagte Selenskyj. «Abfangraketen werden jeden Tag benötigt.» Er rief die Verbündeten des Landes auf, die zugesagten Raketenabwehrsysteme zu liefern. «Diese Lieferungen bedeuten derzeit buchstäblich gerettete Menschenleben bei jedem massiven russischen Angriff.» Insgesamt habe Russland in dieser Woche etwa 1.450 Drohnen, mehr als 1.640 Gleitbomben und 99 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. 

Russland meldet Angriffe auf Logistikzentren

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in Kiew seien ein großes Logistikzentrum der Post für die Lagerung von Bauteilen für Waffen sowie mehrere Betriebe für die Produktion von Raketenkomponenten Ziele der Angriffe gewesen. Im Kiewer Gebiet sei ein Zentrum zur Aufbewahrung und Verteilung von Elementen für die Produktion von weitreichenden Drohnen getroffen worden. Unabhängig überprüfbar waren diese Angaben nicht.

Auch die Hafeninfrastruktur im Süden am Schwarzen Meer sei erneut angegriffen worden, teilte das Ministerium in Moskau weiter mit. So seien im Raum Odessa Anlagen für die Lagerung militärischer Güter sowie von den Streitkräften genutzte Treibstoffdepots beschossen worden. Die Ukraine veröffentlicht - wie Russland - keine Informationen zu Schäden an militärisch genutzten Objekten.

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