Russland, USA

Russland will mit USA Bilanz zu Angriffsstopp ziehen

Veröffentlicht: 14.04.2025 um 11:15 Uhr, dpa.de

Moskau hat seine Luftangriffe auf ukrainische Städte verstärkt, zuletzt gab es Dutzende Tote. Doch um mit den USA etwas zu besprechen zu haben, wird Buch geführt über angebliche ukrainische Attacken.

Russland löst sich nun auch offiziell von seinem Verzicht auf landgestützte atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen. (Archivbild) - Bild: Ulf Mauder/dpa
Russland löst sich nun auch offiziell von seinem Verzicht auf landgestützte atomare Kurz- und Mittelstreckenraketen. (Archivbild) - Bild: Ulf Mauder/dpa

Russland will sich nach Worten von Kremlsprecher Dmitri Peskow in Washington über angebliche Verstöße der Ukraine gegen den Stopp wechselseitiger Angriffe auf Energieanlagen beschweren. Ein 30-tägiges Moratorium auf solche Angriffe laufe am Mittwoch, 16. April, aus, sagte Peskow in Moskau, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete. Die Ukraine habe eindeutig dagegen verstoßen, behauptete er.

«Natürlich muss man diese 30 Tage analysieren, Informationen und Überlegungen mit den Amerikanern austauschen», sagte er. Ob Moskau sich über diesen Tag hinaus an die Teilwaffenruhe halten werde, müsse dann Präsident Wladimir Putin entscheiden.

Nach einem Telefonat Putins mit US-Präsident Donald Trump am 18. März hatte der Kreml mitgeteilt, dass Russland sich für 30 Tage an einen Stopp wechselseitiger Angriffe auf Energieanlagen halten werde. Auch die Ukraine erklärte sich dazu bereit, verlangte aber eine Festlegung der Daten und eine Liste der von Attacken ausgeschlossenen Ziele.

Große Angriffe auf Energieanlagen gingen zurück

Seitdem werfen beide Seiten einander fast täglich Verstöße gegen das Moratorium vor. Meist ging es allerdings um kleinere, frontnahe Schäden am Energiesystem. Es gab keinen russischen Beschuss mehr auf ukrainische Kraftwerke. Die Ukraine beschoss nicht mehr russische Raffinerien, was Moskau in den Wochen zuvor erhebliche Probleme bereitet hatte. 

Russland verstärkte allerdings seine Luftangriffe auf andere Ziele in den ukrainischen Städten und tötete allein seit Anfang April mehrere Dutzend Zivilisten. Am Sonntag kamen in der Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine mindestens 34 Menschen durch Raketeneinschläge ums Leben.

Schäden an mehreren Orten in der Ukraine

In der Nacht auf Montag richteten russische Kampfdrohnen Schäden in den ukrainischen Gebieten Odessa, Donezk, Dnipropetrowsk und Charkiw an, wie die ukrainische Luftwaffe mitteilte. In Odessa wurden mehrere Menschen verletzt. Das russische Militär wehrte nach eigenen Angaben in der Nacht 52 ukrainische Kampfdrohnen ab.

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