Ukraine, Russland

Massive russische Luftangriffe auf Kiew - Tote in Dnipro

02.06.2026 - 04:17:35 | dpa.de

Russlands Armee greift die ukrainische Hauptstadt erneut an. Auch andere Landesteile sind betroffen, es gibt Attacken mit ballistischen Raketen. Dem Angriff gingen Warnungen des PrÀsidenten voraus.

  • Russland greift die Ukraine teils mit mehreren Hundert Drohnen pro Tag an. (Archivbild) - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
    Russland greift die Ukraine teils mit mehreren Hundert Drohnen pro Tag an. (Archivbild) - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
  • Schon vor knapp zehn Tagen griff Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew massiv an. (Archivbild) - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
    Schon vor knapp zehn Tagen griff Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew massiv an. (Archivbild) - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
  • Erneut wurde Kiew zum Ziel massiver Raketen- und Drohnenangriffe. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa
    Erneut wurde Kiew zum Ziel massiver Raketen- und Drohnenangriffe. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa
  • Am Himmel ĂŒber der ukrainischen Hauptstadt waren RauchsĂ€ulen von BrĂ€nden zu sehen. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa
    Am Himmel ĂŒber der ukrainischen Hauptstadt waren RauchsĂ€ulen von BrĂ€nden zu sehen. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa
Russland greift die Ukraine teils mit mehreren Hundert Drohnen pro Tag an. (Archivbild) - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa Schon vor knapp zehn Tagen griff Russland die ukrainische Hauptstadt Kiew massiv an. (Archivbild) - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa Erneut wurde Kiew zum Ziel massiver Raketen- und Drohnenangriffe. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa Am Himmel ĂŒber der ukrainischen Hauptstadt waren RauchsĂ€ulen von BrĂ€nden zu sehen. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Im Zentrum der Dreimillionenstadt waren in der Nacht heftige Explosionen zu hören. Dabei wurde mindestens ein Mensch getötet, 20 weitere wurden verletzt, wie MilitÀrverwalter Tymur Tkatschenko auf der Plattform Telegram schrieb. Mehrere GebÀude wurden demnach beschÀdigt und gerieten in Brand.

Viele Einwohner suchten Zuflucht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Kurzzeitig kam es auch zu StromausfĂ€llen und Problemen bei der Wasserversorgung. Im Morgengrauen zeugten schwarze Rauchwolken ĂŒber dem Zentrum von BrĂ€nden im Stadtgebiet.

In der Stadt Dnipro wurden bei dem nĂ€chtlichen Angriff Behördenangaben zufolge mindestens 4 Menschen getötet und 16 weitere verletzt. Davon wĂŒrden 15 aktuell im Krankenhaus behandelt. In der östlichen Stadt Charkiw wurden dem BĂŒrgermeister zufolge mindestens zehn Menschen verletzt. Russland griff auch Ziele in der Stadt Saporischschja an. Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Moskau bei den Angriffen auch ballistische Raketen und Marschflugkörper ein. 

Menschen unter TrĂŒmmern befĂŒrchtet 

In Kiew stĂŒrzte im Bezirk Podilskyj ein mehrstöckiges Wohnhaus nach einem Angriff ein, wie BĂŒrgermeister Vitali Klitschko auf Telegram schrieb. Es werde befĂŒrchtet, dass Menschen unter den TrĂŒmmern verschĂŒttet sind. Anderswo habe ein Angriff die oberen Stockwerke eines 15-stöckigen Wohnhauses beschĂ€digt. Es gebe mehrere BrĂ€nde im Stadtgebiet.

Im westlichen Nachbarland Polen erklĂ€rte das MilitĂ€r auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt worden, MilitĂ€rflugzeuge seien aufgestiegen. In Polen kommt es bei grĂ¶ĂŸeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf. 

Angriff folgt auf deutliche Warnungen Selenskyjs 

Russland hatte Kiew erst vor knapp zehn Tagen massiv mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj warnte seit Ende vergangener Woche mehrmals vor einem weiteren massiven russischen Luftangriff. «Die Information des Geheimdienstes ĂŒber einen möglichen massiven Angriff bleibt aktuell», sagte der Staatschef in einer Videobotschaft am Samstag. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarm nicht zu ignorieren. 

Zwar sei die ukrainische Flugabwehr in Bereitschaft, erklĂ€rte Selenskyj. Jedoch rĂ€umte er ein, dass fehlender Nachschub westlicher VerbĂŒndeter fĂŒr die Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern Probleme bereite. 

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

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