Ukraine, Russland

Massive russische Luftangriffe auf Kiew: Tote und Verletzte

02.06.2026 - 05:51:07 | dpa.de

Russlands Armee greift die ukrainische Hauptstadt erneut an. Auch andere Landesteile sind betroffen. Dabei werden ballistische Raketen eingesetzt. Dem Angriff gingen Warnungen des Präsidenten voraus.

  • Russland greift die Ukraine teils mit mehreren Hundert Drohnen pro Tag an. (Archivbild) - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
    Russland greift die Ukraine teils mit mehreren Hundert Drohnen pro Tag an. (Archivbild) - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa
  • Erneut wurde Kiew zum Ziel massiver Raketen- und Drohnenangriffe. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa
    Erneut wurde Kiew zum Ziel massiver Raketen- und Drohnenangriffe. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa
  • Am Himmel über der ukrainischen Hauptstadt waren Rauchsäulen von Bränden zu sehen. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa
    Am Himmel über der ukrainischen Hauptstadt waren Rauchsäulen von Bränden zu sehen. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa
Russland greift die Ukraine teils mit mehreren Hundert Drohnen pro Tag an. (Archivbild) - Bild: Efrem Lukatsky/AP/dpa Erneut wurde Kiew zum Ziel massiver Raketen- und Drohnenangriffe. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa Am Himmel über der ukrainischen Hauptstadt waren Rauchsäulen von Bränden zu sehen. - Bild: Li Dongxu/XinHua/dpa

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Landesteile erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Dabei gab es Behördenangaben zufolge landesweit insgesamt 9 Tote und fast 100 Verletzte.

Im Zentrum von Kiew waren in der Nacht heftige Explosionen zu hören. Dabei wurden in der Dreimillionenstadt mindestens vier Menschen getötet und 58 weitere verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram schrieb. 40 von ihnen würden stationär behandelt, darunter zwei Kinder. Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt und gerieten in Brand. Viele Einwohner suchten Zuflucht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Kurzzeitig kam es auch zu Stromausfällen und Problemen bei der Wasserversorgung. Im Morgengrauen zeugten schwarze Rauchwolken über dem Zentrum von Bränden.

In der Stadt Dnipro wurden bei dem nächtlichen Angriff Behördenangaben zufolge mindestens 5 Menschen getötet und 25 weitere verletzt. Davon würden 23 aktuell im Krankenhaus behandelt, darunter ein 13 Jahre altes Mädchen. In der östlichen Stadt Charkiw wurden dem Bürgermeister zufolge mindestens zehn Menschen verletzt. Russland griff auch Ziele in der Stadt Saporischschja an.

Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Moskau bei den Attacken auch ballistische Raketen und Marschflugkörper ein. Weder diese Angaben noch jene zu den Opferzahlen ließen sich unabhängig überprüfen.

Menschen unter Trümmern befürchtet 

In Kiew stürzte im Bezirk Podilskyj ein mehrstöckiges Wohnhaus nach einem Angriff ein, wie Bürgermeister Klitschko auf Telegram schrieb. Es werde befürchtet, dass Menschen unter den Trümmern verschüttet sind. Anderswo habe ein Angriff die oberen Stockwerke eines 15-stöckigen Wohnhauses beschädigt. Es gebe mehrere Brände im Stadtgebiet. 

Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär in der Nacht auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt worden, Militärflugzeuge seien aufgestiegen. In Polen kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf. 

Angriff folgt auf deutliche Warnungen Selenskyjs 

Russland hatte Kiew erst vor knapp zehn Tagen massiv mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte seit Ende vergangener Woche mehrmals vor einem weiteren massiven russischen Luftangriff. «Die Information des Geheimdienstes über einen möglichen massiven Angriff bleibt aktuell», sagte der Staatschef in einer Videobotschaft am Samstag. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarm nicht zu ignorieren. 

Zwar sei die ukrainische Flugabwehr in Bereitschaft, erklärte Selenskyj. Jedoch räumte er ein, dass fehlender Nachschub westlicher Verbündeter für die Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern Probleme bereite. 

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 69468291 |

Weitere Meldungen

Neue russische Angriffswelle auf ukrainische Städte Bei massiven russischen Angriffen auf mehrere Städte in der Ukraine sind in der Nacht zu Dienstag mindestens neun Menschen getötet worden. (Sonstige, 02.06.2026 - 06:45) weiterlesen...

Massive russische Luftangriffe auf Kiew - Tote in Dnipro. Auch andere Landesteile sind betroffen, es gibt Attacken mit ballistischen Raketen. Dem Angriff gingen Warnungen des Präsidenten voraus. Russlands Armee greift die ukrainische Hauptstadt erneut an. (Ausland, 02.06.2026 - 04:17) weiterlesen...

Erneut heftige russische Luftangriffe auf Kiew. Auch andere Landesteile sind betroffen, es gibt Attacken mit ballistischen Raketen. Dem Angriff gingen Warnungen des Präsidenten voraus. Russlands Armee greift die ukrainische Hauptstadt erneut an. (Ausland, 02.06.2026 - 02:15) weiterlesen...

Litauen für schnellen EU-Beitritt der Ukraine Litauens Regierungschefin Inga Ruginiene macht sich dafür stark, die von Russland angegriffene Ukraine so schnell wie möglich als Vollmitglied in die EU aufzunehmen. (Boerse, 01.06.2026 - 13:57) weiterlesen...

Ukraine attackiert erneut Raffinerie in Russland Die Ukraine hat in der Nacht erneut Ölanlagen in Russland mit Drohnen angegriffen. (Boerse, 31.05.2026 - 17:26) weiterlesen...

Ukrainerin gegen Russin: Wenn Politik den Sport überlagert Kein Handschlag, schwere Vorwürfe, viele Ausflüchte: Beim Tennismatch der Ukrainerin Olijnykowa gegen die Russin Schnaider ging es nicht nur um Sport. (Sport, 30.05.2026 - 16:59) weiterlesen...