USA, Regierung

Nationalgarde: RĂŒckschlag fĂŒr Trump vor Supreme Court

23.12.2025 - 23:28:19 | dpa.de

Schon in mehrere demokratisch regierte StÀdte hat der US-PrÀsident Soldaten geschickt - und will sie auch in Chicago einsetzen. Doch der Oberste Gerichtshof durchkreuzt seine PlÀne.

Trump wollte vor dem Supreme Court einen Erfolg fĂŒr den Einsatz der Nationalgarde in Chicago erzielen. (Archivbild) - Foto: Stacey Wescott/TNS via ZUMA Press Wire/dpa

US-PrÀsident Donald Trump hat vor dem Supreme Court eine Niederlage zu seinen PlÀnen eines Nationalgarde-Einsatzes in Chicago kassiert. Der Oberste Gerichtshof der USA wies einen Eil-Antrag des Republikaners ab. Eigentlich wollte der PrÀsident erreichen, dass die Entscheidung einer unteren Gerichtsinstanz ausgesetzt wird, die den Einsatz der Soldaten im Bundesstaat Illinois und damit in Chicago vorerst untersagt hatte. 

Im Normalfall haben in den USA die Bundesstaaten die Kontrolle ĂŒber die Nationalgarde, die eine militĂ€rische Reserveeinheit und Teil der US-StreitkrĂ€fte ist. FĂŒr die Hauptstadt Washington, die rechtlich kein eigener Bundesstaat ist, gelten Sonderregeln. Die Nationalgarde kann etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder NotfĂ€llen im Inneren eingesetzt werden. In bestimmten Situationen kann der US-PrĂ€sident das Kommando ĂŒbernehmen - etwa, wenn eine Rebellion gegen die AutoritĂ€t der Regierung droht oder im Gange ist. 

Warum Trump die Nationalgarde einsetzte

Seit Sommer hat Trump in mehreren StÀdten den Einsatz angeordnet - in den meisten FÀllen gegen den Willen der StÀdte und Bundesstaaten. In Los Angeles ging es im Sommer los, weil es dort Proteste gegen Razzien der Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten gegeben hatte. Auch in der US-Hauptstadt Washington sind seit Monaten Nationalgardisten im Einsatz. 

Auch Chicago hatte der US-PrÀsident immer wieder als möglichen Ort genannt - dort gab es ebenfalls Proteste gegen ICE-Razzien. Trump rief im Oktober Hunderte Nationalgardisten in der Region zum Dienst auf, zudem kamen auch aus Texas Soldaten in den Bundesstaat Illinois, in dem Chicago liegt.

Die demokratisch regierte Millionenstadt im Mittleren Westen wurde zum Symbol des Widerstands gegen Trumps Vorgehen. Stadtspitze und Bundesstaat wehrten sich vehement und zogen vor Gericht. Ein Bundesgericht in Chicago stoppte einen solchen Einsatz zunÀchst. Die US-Regierung wandte sich dann an ein Berufungsgericht, doch auch dieses erlaubte ihr den Soldateneinsatz unterm Strich zunÀchst nicht. Trump hoffte deshalb auf den Obersten Gerichtshof.

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | ausland | 68432778 |

Weitere Meldungen

Leo XIV. bemĂŒht sich um Entspannung mit Trump. Nun zeigt sich Leo konziliant. Der US-PrĂ€sident und der Papst liefern sich ein heftiges Wortgefecht, was weltweit Schlagzeilen macht. (Ausland, 18.04.2026 - 17:44) weiterlesen...

Papst: Gegenrede auf Trump war nicht die Absicht. Nun bemĂŒht sich Leo XIV. um eine Klarstellung. Trump und Papst lieferten sich aus der Distanz ein heftiges Wortgefecht, was weltweit Schlagzeilen machte. (Ausland, 18.04.2026 - 16:09) weiterlesen...

Kein Konzert von Kanye West in Polen – Kritik wegen Hetze. Nun meldet sich der Bundesbeauftragte gegen Antisemitismus zu Wort. Was darf Kultur? Rapper Kanye West reizt diese Grenzen aus – und ĂŒberschreitet sie nach Ansicht vieler. (Unterhaltung, 18.04.2026 - 12:12) weiterlesen...

Konzert von Kanye West in Polen abgesagt. Seine antisemitischen Äußerungen isolieren den Musiker immer mehr. Einreiseverbot in Großbritannien, Absage in Frankreich – jetzt auch kein Kanye-Konzert in Polen. (Unterhaltung, 17.04.2026 - 20:05) weiterlesen...

Kritik nimmt zu: Kanye West verschiebt Marseille-Auftritt. In Großbritannien darf der Rapper nicht einreisen, seine Marseille-Show verschiebt er. An den geplanten Auftritten von Kanye West in Europa gibt es teils heftige Kritik. (Unterhaltung, 15.04.2026 - 10:53) weiterlesen...

Trump nach Papst-Kritik: Iran tötete 42.000 Demonstranten. am Samstag ein Ende aller Kriege in der Welt forderte und damit auch den Iran-Krieg meinte, herrscht Aufruhr im Weißen Haus. Trump erinnert nun an die Toten der Proteste im Iran. Seit Papst Leo XIV. (Ausland, 15.04.2026 - 06:50) weiterlesen...