Sieben US-Fakten, die nicht jeder kennt
03.07.2026 - 05:00:06 | dpa.de250 Jahre USA: Ein Land, das die Welt wie kaum ein anderes geprĂ€gt hat â und dessen Geschichte voller Ăberraschungen steckt. Zum UnabhĂ€ngigkeitstag am 4. Juli gibt es sieben Fakten ĂŒber Amerika:Â
US-Hymne aus dem Umfeld britischer TrinkliederÂ
UrsprĂŒnglich trug die amerikanische Nationalhymne «The Star-Spangled Banner» («Das sternenbesetzte Banner»)den Titel «Defence of Fort M'Henry». Der Gelegenheitsdichter Francis Scott Key schrieb sein Gedicht passend zu der bereits existierenden Melodie des britischen Liedes «Anacreon in Heaven».Â
Die Library of Congress stellt fest: «Anacreon in Heaven» feiere einen Club, in dem die Mitglieder Alkohol tranken und bis spĂ€t in die Nacht gemeinsam Trinklieder sangen, sei aber selbst kein Trinklied gewesen.Â
Selbes Tintenfass fĂŒr UnabhĂ€ngigkeit und US-VerfassungÂ
Dasselbe Tintenfass kam vermutlich sowohl bei der Unterzeichnung der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung als auch der Verfassung der Vereinigten Staaten zum Einsatz. Es wurde von einem Silberschmied und Freund des GrĂŒndervaters Benjamin Franklin extra fĂŒr das Pennsylvania State House angefertigt und wird in Philadelphia ausgestellt â als stiller Zeuge zweier GrĂŒndungsakte.Â
Mehr US-Tote im BĂŒrgerkrieg als in allen anderen KriegenÂ
Neuere SchĂ€tzungen von 2011 gehen davon aus, dass bis zu 750.000 Soldaten im amerikanischen BĂŒrgerkrieg (1861â1865) fielen. Bei dieser Zahl wĂ€ren dann mehr KĂ€mpfer gestorben als in allen anderen Kriegen der USA zusammen.Â
Göttliches Zeichen? Zwei PrĂ€sidenten sterben am selben 4. JuliÂ
Am 4. Juli 1826 â genau 50 Jahre, nachdem sie die UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung mit unterschrieben haben â sterben der zweite US-PrĂ€sident John Adams und sein direkter Nachfolger Thomas Jefferson im Abstand von nur wenigen Stunden: Adams im Alter von 90 Jahren in Quincy (Massachusetts), Jefferson als 83-JĂ€hriger in Monticello (Virginia). Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei der wichtigsten GrĂŒndervĂ€ter ausgerechnet an diesem JubilĂ€um sterben, erscheint Zeitgenossen wie ein göttliches Zeichen.Â
Das «S» im Namen von PrĂ€sident Harry S. Truman steht fĂŒr nichts
US-PrĂ€sident Harry S. Truman trĂ€gt zeit seines Lebens zwar den Mittelnamen S. â doch das S steht fĂŒr keinen ausgeschriebenen Namen. Der Buchstabe sei ein Kompromiss seiner Eltern zwischen den Namen seiner GroĂvĂ€ter Anderson Shipp Truman und Solomon Young, heiĂt es bei der Truman Library. Der 33. PrĂ€sident selbst schreibt seinen Namen mal mit, mal ohne Punkt nach dem S.Â
Frauen mĂŒssen 144 Jahre auf ihr Wahlrecht wartenÂ
Seit der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung 1776 vergehen 144 Jahre, bis mit dem 19. Verfassungszusatz im August 1920 Frauen das Wahlrecht auf Bundesebene erhalten. In einigen Staaten ist es ihnen aber bereits zuvor erlaubt â Wyoming gewĂ€hrt es 1869 als erster Bundesstaat. Ausgerechnet in der «Wiege der Demokratie» dauert es also Generationen, bis Frauen bundesweit mitbestimmen dĂŒrfen.Â
Zeitkapsel soll fĂŒr 250 Jahre vergraben werdenÂ
Ein 2016 verabschiedetes US-Gesetz legt fest, dass am 4. Juli 2026 in Philadelphia eine Zeitkapsel vergraben und 250 Jahre spĂ€ter, im Jahr 2276, wieder ausgegraben werden solle. Der Edelstahlzylinder enthĂ€lt unter anderem BeitrĂ€ge der drei Gewalten Legislative, Exekutive und Judikative sowie Material aus allen 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington und den fĂŒnf US-Territorien.
Neben einem Exemplar der US-Verfassung lÀsst sich kurioserweise auch ein iPhone 17 Pro Max darin finden. Erst in einigen Generationen wird sich aber zeigen, ob dann noch eine Verbindung klappt.
