Stephen Hubbard frei: Trump lobt Putins Entscheidung in Russland
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 13:34 Uhr | dpa, AD HOC NEWSHubbards Freilassung und Putins GesprÀchsangebot
- Donald Trump begrĂŒĂte die Freilassung des 75-jĂ€hrigen Stephen Hubbard durch Wladimir Putin.
- Hubbard befand sich nach seiner Verurteilung 2024 am internationalen Flughafen Pulkowo.
- Steve Witkoff dankte Putin und sollte nach dem Treffen aus St. Petersburg abreisen.
- Russland prĂŒft VorschlĂ€ge aus GesprĂ€chen Witkoffs in Oslo mit Ukrainern, EuropĂ€ern und Amerikanern.
Trump begrĂŒĂt Freilassung von Stephen Hubbard
US-PrĂ€sident Donald Trump hat die Freilassung des seit Jahren inhaftierten Amerikaners Stephen Hubbard durch Kremlchef Wladimir Putin gelobt. In seinem sozialen Netzwerk erklĂ€rte Trump, fĂŒr die Freilassung sei kein Austausch erforderlich gewesen und die USA hĂ€tten keine Gegenleistung erbringen mĂŒssen.
Hubbard soll auf dem Weg in die USA sein
Trump sagte, er habe Putin beim jĂŒngsten Telefonat um die Freilassung Hubbards gebeten. Putin erklĂ€rte bei einem Treffen mit Trumps UnterhĂ€ndler Steve Witkoff in St. Petersburg, Hubbard befinde sich am internationalen Flughafen Pulkowo.
Kremlsprecher Dmitri Peskow begrĂŒndete die Freilassung mit humanitĂ€ren ErwĂ€gungen. Hubbard war 2024 zu langer Haft verurteilt worden, weil er als Söldner an der Seite der ukrainischen StreitkrĂ€fte gegen russische Truppen gekĂ€mpft haben soll.
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Russland prĂŒft neue FriedensvorschlĂ€ge
WĂ€hrend der Freilassung liefen die Verhandlungen zwischen Putin und Witkoff ĂŒber neue VorschlĂ€ge der Ukraine, europĂ€ischer Staaten und der USA weiter. Peskow sagte, Russland werde die VorschlĂ€ge prĂŒfen, die Witkoff von seinen GesprĂ€chen in Oslo mitgebracht habe.
Witkoff dankte Putin fĂŒr die Freilassung des 75-JĂ€hrigen. Hubbards Familie und die Amerikaner seien froh darĂŒber, sagte der US-UnterhĂ€ndler.
Territoriale Forderungen bleiben strittig
Peskow betonte erneut, es sei Sache der ukrainischen Seite, die notwendigen Schritte fĂŒr einen Frieden zu unternehmen. Er verwies dabei auf Trumps zuletzt geĂ€uĂerte Zweifel am Friedenswillen des ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj.
Russland fordert seit langem als Bedingung fĂŒr einen Waffenstillstand, dass sich die Ukraine vollstĂ€ndig aus dem Gebiet Donezk zurĂŒckzieht. Kiew kontrolliert dort weiterhin strategisch wichtige StĂ€dte und lehnt einen solchen Schritt ab.
Die Freilassung Stephen Hubbards fÀllt in eine Phase intensiver diplomatischer Kontakte zwischen Washington, Moskau und Kiew. Der US-UnterhÀndler Steve Witkoff brachte nach GesprÀchen in Oslo neue VorschlÀge nach St. Petersburg; dabei geht es um mögliche Schritte zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.
Gefangenenaustausch als diplomatisches Signal
Dass Russland Hubbard ohne Gegenleistung freilieĂ, verleiht dem Vorgang besondere politische Bedeutung. Moskau stellt die Entscheidung humanitĂ€r dar, wĂ€hrend Trump sie als Ergebnis seines direkten GesprĂ€chs mit Putin hervorhebt. Die Freilassung kann damit als Zeichen begrenzter GesprĂ€chsbereitschaft verstanden werden, ersetzt aber keine Vereinbarung ĂŒber einen Waffenstillstand oder eine Friedensordnung.
FĂŒr die weitere Diplomatie bleibt entscheidend, ob die GesprĂ€che ĂŒber Hubbards Schicksal in konkrete Fortschritte beim Ukraine-Krieg mĂŒnden. Russland verlangt weiterhin einen RĂŒckzug ukrainischer Truppen aus dem von Kiew kontrollierten Teil des Gebiets Donezk. Die Ukraine lehnt dies ab, weil ein solcher Schritt aus ihrer Sicht strategische Positionen preisgeben und einer Kapitulation gleichkommen wĂŒrde.
Hohe HĂŒrden fĂŒr FriedensgesprĂ€che
Die unterschiedlichen Ausgangspositionen begrenzen den Spielraum fĂŒr schnelle Ergebnisse. Witkoffs GesprĂ€che können zwar neue Kontakte ermöglichen, doch Sicherheitsgarantien, territoriale Fragen und die kĂŒnftige europĂ€ische Sicherheitsordnung bleiben zentrale Streitpunkte. FĂŒr die Ăffentlichkeit in Deutschland ist der Vorgang deshalb vor allem ein Indikator dafĂŒr, dass die diplomatischen KanĂ€le zwischen den Kriegsparteien und den USA derzeit aktiv bleiben, ohne dass bereits ein Durchbruch erkennbar ist.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Frankfurter Rundschau: âWitkoff und Kushner mit erstem Erfolg: Putin lĂ€sst US-Gefangenen freiâ (21.10.2026)
Der Beitrag stelle die Freilassung Hubbards als ersten Erfolg im Umfeld der GesprÀche heraus und ordne sie in den Besuch des US-UnterhÀndlers ein. Im Mittelpunkt stehe damit stÀrker die unmittelbare diplomatische Wirkung als die weiteren Streitfragen des Ukraine-Friedensplans.
Der Bericht beleuchte vor allem Hubbards Haft und seine Verurteilung. Damit ergĂ€nze er die Nachricht um den persönlichen und rechtlichen Hintergrund, wĂ€hrend die politischen Verhandlungen in St. Petersburg weniger im Vordergrund stĂŒnden.
Ăbereinstimmend werde die Freilassung als wichtiges Ergebnis des Treffens gewertet. Unterschiede ergĂ€ben sich beim Schwerpunkt: WĂ€hrend der eine Beitrag die diplomatische Wirkung betone, rĂŒcke der andere Hubbards Haftgeschichte in den Mittelpunkt.

