Regierung kritisiert Israels MilitÀroperationen in Syrien
16.12.2024 - 12:44:37 | dpa.de
Die Bundesregierung hat an Israel und andere Nachbarstaaten Syriens appelliert, die SouverÀnitÀt des Landes in der aktuellen Umbruchphase nicht zu verletzen. «Israel und auch andere Akteure machen ja immer wieder Sicherheitsinteressen geltend; klar ist aber eben auch, und das ist ja völkerrechtlich sehr deutlich festgehalten, dass eben die territoriale IntegritÀt nicht angefasst werden darf und dass man die Entwicklung in Syrien jetzt zum Positiven wenden muss», sagte ein Sprecher des AuswÀrtigen Amtes in Berlin.
Auf der einen Seite gehe es darum, dass die Waffen aus der Ăra des geflohenen PrĂ€sidenten Baschar al-Assad «nicht in die falschen HĂ€nde fallen». Auf der anderen Seite stehe das Völkerrecht. «In diesem Spannungsfeld bewegt man sich», sagte der Sprecher. Alle Akteure sollten jetzt ZurĂŒckhaltung ĂŒben. «Wir teilen der israelischen Regierung sehr klar unsere Haltung mit», fĂŒgte er hinzu.Â
Israel hat seine Angriffe im Nachbarland seit dem Sturz von Machthaber Assad am 8. Dezember massiv ausgeweitet. Das Machtvakuum nach dem Sturz nutzte Israel, um mit seinen Truppen ĂŒber die Waffenstillstandslinie auf den Golanhöhen vorzurĂŒcken. Die FĂŒhrung in Jerusalem begrĂŒndet das damit, dass verhindert werden solle, dass bewaffnete Gruppen, die Israel feindlich gesonnen seien, von dem Höhenplateau aus den jĂŒdischen Staat angreifen. Das Gebiet diesseits der Waffenstillstandslinie, das bis zum See Genezareth reicht, hatte Israel im Sechstagekrieg 1967 erobert und 1981 annektiert.
Die TĂŒrkei hatte in den vergangenen Jahren in Bezug auf kurdische Gruppierungen in Syrien eigene Sicherheitsinteressen geltend gemacht und Rebellengruppen im Nachbarland unterstĂŒtzt.
Deutsche Botschaft in Syrien ist geschlossen
Auf die Frage nach der deutschen PrĂ€senz in Damaskus, sagte der Sprecher des AuswĂ€rtigen Amtes: «Es wird dort sehr rasch eine erste Kontaktaufnahme geben, in wirklich sehr unmittelbarer Zukunft.» Genaueres könne er aus SicherheitsgrĂŒnden und aufgrund anderer ErwĂ€gungen bislang nicht sagen.
Die TĂŒrkei hatte am vergangenen Samstag ihre Botschaft in der syrischen Hauptstadt wiedereröffnet.
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