Terror vom 11. September: Planer will sich schuldig bekennen
01.08.2024 - 00:49:39 | dpa.de
Der mutmaĂliche Chefplaner der TerroranschlĂ€ge vom 11. September 2001 und weitere Mitangeklagte wollen nach Angaben der US-Regierung eine Vereinbarung mit der Justiz eingehen und sich schuldig bekennen. Chalid Scheich Mohammed und zwei weitere Beschuldigte hĂ€tten einer solchen Einigung zugestimmt, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Die genauen Details wĂŒrden noch nicht publik gemacht. Auch das weitere Prozedere blieb zunĂ€chst unklar. Chalid Scheich Mohammed sitzt vielen Jahren im berĂŒchtigten US-Gefangenenlager GuantĂĄnamo auf Kuba und wĂŒrde US-Medienberichten zufolge durch die Vereinbarung der Todesstrafe entgehen.Â
Am 11. September 2001 waren bei dem bislang schlimmsten terroristischen Anschlag in den Vereinigten Staaten rund 3000 Menschen getötet worden. Islamistische Terroristen hatten drei gekaperte Passagierflugzeuge in das World Trade Center in New York und das Pentagon nahe Washington gesteuert. Eine vierte Maschine stĂŒrzte im Bundesstaat Pennsylvania ab. Chalid Scheich Mohammed gilt als Chefplaner der AnschlĂ€ge und soll auch die Kommunikation und die Finanzierung des Vorhabens geregelt haben.
Chalid Scheich Mohammed wurde 2003 in Pakistan festgenommen. Im Anschluss wurde er vom US-Geheimdienst CIA verhört. Einem Bericht des US-Senats zufolge wurde er wĂ€hrend der Verhöre gefoltert. 2006 wurde er ins US-Gefangenenlager GuantĂĄnamo ĂŒberstellt. Dort sollte ihm wegen seiner Rolle bei den AnschlĂ€gen des 11. Septembers vor einem MilitĂ€rtribunal der Prozess gemacht werden. Das Verfahren gegen ihn und mehrere Mitangeklagte verzögerte sich jedoch jahrelang.
Das Gefangenenlager befindet sich auf Kuba im US-MarinestĂŒtzpunkt GuantĂĄnamo Bay. Zeitweise waren dort fast 800 Menschen inhaftiert. Das Camp war nach dem Terror des 11. September 2001 in den USA unter dem republikanischen PrĂ€sidenten George W. Bush errichtet worden, um mutmaĂliche islamistische Terroristen ohne Prozess festzuhalten. Menschenrechtsorganisationen fordern seit langem die SchlieĂung. Noch immer ist dort jedoch eine kleine Zahl von HĂ€ftlingen untergebracht.Â
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