US-Regierung, EinschÀtzung

US-Regierung will EinschÀtzung zu Treibhausgasen streichen

29.07.2025 - 18:42:38 | dpa.de

Treibhausgase sind eine Gefahr fĂŒr die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen: Auf Basis dieser Feststellung wurden in den USA viele Klimaschutzmaßnahmen ermöglicht. Das soll sich nun Ă€ndern.

Treibhausgase gelten als Haupttreiber des menschengemachten Klimawandels. (Archivbild) - Foto: Yuki Iwamura/AP/dpa

Die US-Umweltbehörde unter der Regierung von PrĂ€sident Donald Trump will eine zentrale wissenschaftliche EinschĂ€tzung zu den Gefahren von Treibhausgasen aufheben. Man werde die nötigen Schritte einleiten, um die GefĂ€hrdungsfeststellung («endangerment finding») formell zurĂŒckzunehmen, erklĂ€rte der Chef der Umweltbehörde EPA, Lee Zeldin, im konservativen Podcast «Ruthless». Er pries die PlĂ€ne als «grĂ¶ĂŸte Deregulierungsmaßnahme in der Geschichte der Vereinigten Staaten».

Beim «endangerment finding» handelt es sich um eine wissenschaftliche Feststellung der Umweltbehörde aus der Amtszeit von Trumps demokratischem VorgĂ€nger Barack Obama, wonach Treibhausgase eine Gefahr fĂŒr die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen darstellen. Sie bildet die rechtliche Grundlage fĂŒr viele Klimaschutzmaßnahmen in den USA. Zeldin sprach von einem «Dolchstoß ins Herz der Klimawandel-Religion».

Wie unter anderem das US-Portal «Axios» berichtete, warnen Kritiker, die PlÀne der Trump-Regierung widersprÀchen dem wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel und gefÀhrdeten bestehende Klimaschutzvorgaben. Beobachter rechnen demnach mit juristischen Auseinandersetzungen.

Forschung: Treibhausgase begĂŒnstigen Klimawandel maßgeblich

Zeldin rechtfertigte die PlĂ€ne in dem Podcast mit wirtschaftlichen Argumenten und Kritik an der damaligen wissenschaftlichen Grundlage. Er verwies auf technologische Fortschritte und betonte, Klimaschutz mĂŒsse mit wirtschaftlichem Wachstum vereinbar sein.

Die ursprĂŒngliche Feststellung der EPA aus dem Jahr 2009 war laut US-Medien auf Basis zahlreicher wissenschaftlicher Studien getroffen worden. Treibhausgase gelten laut Forschung als Haupttreiber des menschengemachten Klimawandels. Seit dem spĂ€ten 19. Jahrhundert haben ihre Emissionen zu einem deutlichen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur gefĂŒhrt. Dieser wirkt sich laut Weltklimarat IPCC in allen Weltregionen aus – etwa durch hĂ€ufigere und heftigere Extremwetterereignisse wie Überschwemmungen, Hitzewellen oder DĂŒrren.

Um dem entgegenzuwirken, mĂŒsste der Ausstoß klimaschĂ€dlicher Treibhausgase schnell und deutlich sinken. ZusĂ€tzlich mĂŒssten große Mengen bereits ausgestoßener Gase wieder aus der AtmosphĂ€re entfernt werden.

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