Donald Trump, Delcy RodrĂ­guez

Trump trifft Venezuelas PrÀsidentin Rodríguez erstmals persönlich

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 17:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

US-PrĂ€sident Donald Trump hat Venezuelas geschĂ€ftsfĂŒhrende PrĂ€sidentin Delcy RodrĂ­guez erstmals persönlich getroffen. Bei dem GesprĂ€ch am Rand der UN-Generaldebatte ging es um engere Beziehungen, wirtschaftlichen Wiederaufbau und mögliche Kooperationen bei Energie, Bergbau und Sicherheit.

  • US-PrĂ€sident Donald Trump hat sich erstmals persönlich mit Venezuelas amtierender PrĂ€sidentin Delcy RodrĂ­guez getroffen. (Archivbild) - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
    US-PrÀsident Donald Trump hat sich erstmals persönlich mit Venezuelas amtierender PrÀsidentin Delcy Rodríguez getroffen. (Archivbild) - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
  • Die Rede der amtierenden PrĂ€sidentin von Venezuela, Delcy Rodriguez, vor der UN-Generaldebatte wird fĂŒr Donnerstag erwartet. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
    Die Rede der amtierenden PrĂ€sidentin von Venezuela, Delcy Rodriguez, vor der UN-Generaldebatte wird fĂŒr Donnerstag erwartet. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa
US-PrĂ€sident Donald Trump hat sich erstmals persönlich mit Venezuelas amtierender PrĂ€sidentin Delcy RodrĂ­guez getroffen. (Archivbild) - Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa Die Rede der amtierenden PrĂ€sidentin von Venezuela, Delcy Rodriguez, vor der UN-Generaldebatte wird fĂŒr Donnerstag erwartet. (Archivbild) - Bild: Ariana Cubillos/AP/dpa

US-PrĂ€sident Donald Trump und Venezuelas geschĂ€ftsfĂŒhrende PrĂ€sidentin Delcy RodrĂ­guez haben sich am Dienstagabend am Rand der UN-Generaldebatte in New York erstmals persönlich getroffen.

GesprÀch ohne Presse

Die Begegnung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete sie als kurz, aber wichtig. Die USA wollten Venezuela beim wirtschaftlichen Wiederaufbau und bei der Stabilisierung des Landes unterstĂŒtzen; zugleich sollten die Voraussetzungen fĂŒr freie und faire Wahlen geschaffen werden.

RodrĂ­guez schrieb anschließend auf der Plattform X, die GesprĂ€che hĂ€tten der StĂ€rkung der bilateralen Beziehungen gedient. Nach ihren Angaben ging es außerdem um eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Bergbau und Sicherheit.

UnterstĂŒtzung nach Erdbeben

Die venezolanische PrĂ€sidentin dankte Trump und seiner Regierung zudem fĂŒr die Hilfe nach den schweren Erdbeben in Venezuela Ende Juni. Außerdem wĂŒrdigte sie die UnterstĂŒtzung bei der Wiedereingliederung ihres Landes in multilaterale Organisationen.

AnnÀherung nach Maduros Gefangennahme

Die USA hatten Anfang des Jahres den langjÀhrigen venezolanischen Staatschef Nicolås Maduro und dessen Ehefrau bei einem Angriff auf Venezuela gefangen genommen. Beide sitzen derzeit in einem New Yorker GefÀngnis wenige Kilometer vom UN-GebÀude entfernt. Ihnen soll wegen einer angeblichen Verwicklung in das internationale DrogengeschÀft der Prozess gemacht werden.

RodrĂ­guez war zuvor VizeprĂ€sidentin unter Maduro und ĂŒbernahm anschließend als geschĂ€ftsfĂŒhrende PrĂ€sidentin die FĂŒhrung Venezuelas. Seitdem arbeitet das Land enger mit den USA zusammen, die auf die großen Ölvorkommen zugreifen wollen.

Öl als zentraler Streitpunkt

Ende August teilte Trump mit, dass eine Vereinbarung mit RodrĂ­guez getroffen worden sei. Demnach hĂ€tten sich die USA ĂŒber ein privates Unternehmen die mehrheitliche Kontrolle ĂŒber mehr als 65 Milliarden Barrel Ölreserven gesichert. Das entspreche rund einem FĂŒnftel der geschĂ€tzten venezolanischen Vorkommen.

Diplomatische AnnÀherung mit klaren Interessen

Das Treffen markiert einen sichtbaren Bruch mit der bisherigen Konfrontation zwischen Washington und Caracas. Nach Maduros Gefangennahme liegt die politische Verantwortung in Venezuela nun bei Delcy RodrĂ­guez, die zuvor zu seiner FĂŒhrung gehörte. Dass Trump sie am Rand der UN-Generaldebatte empfing, verleiht der Übergangsregierung internationale Aufmerksamkeit und signalisiert zugleich, dass die USA auf eine praktische Zusammenarbeit setzen.

Im Mittelpunkt stehen dabei Interessen auf beiden Seiten. Venezuela verfĂŒgt ĂŒber große Ölreserven sowie weitere Rohstoffe, benötigt nach Jahren politischer und wirtschaftlicher Krise aber Investitionen, StabilitĂ€t und eine RĂŒckkehr in internationale Strukturen. Die US-Regierung verbindet ihre UnterstĂŒtzung nach den Angaben zum Treffen mit der Erwartung freier und fairer Wahlen. Damit wird wirtschaftliche Kooperation mit einer politischen Bedingung verknĂŒpft.

Offene Fragen zur Machtordnung

FĂŒr die Bevölkerung sind vor allem die Folgen fĂŒr Versorgung, Sicherheit und politische Teilhabe entscheidend. Eine stĂ€rkere Zusammenarbeit im Energiesektor könnte Einnahmen und Investitionen fördern, zugleich aber neue AbhĂ€ngigkeiten schaffen, wenn die Kontrolle ĂŒber Ressourcen ĂŒberwiegend bei auslĂ€ndischen Unternehmen liegt. Offen bleibt, wie und wann ein Wahlprozess organisiert wird und welchen Einfluss RodrĂ­guez nach einer möglichen Neuordnung behalten soll.

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