Trump verbietet CNN und Politico den Zugang zum Weißen Haus
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 23:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWSUS-Präsident Donald Trump hat CNN, MS NOW und Politico den Zugang zum Weißen Haus untersagt.
Betroffen sind mehrere Medienhäuser
Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social, die drei Medien verbreiteten Falschnachrichten. Damit wären Reporterinnen und Reporter der betroffenen Häuser von Pressekonferenzen und Terminen im Weißen Haus ausgeschlossen.
Unklar bleibt die konkrete Reichweite
Offen blieb zunächst, wie weit das Verbot reicht und ob es auch Regierungsflüge in der Air Force One betrifft. CNN und MS NOW berichteten nach der Ankündigung weiter aus dem Weißen Haus.
Kein Einzelfall in Trumps Amtszeit
Der Schritt reiht sich in mehrere Konflikte mit Medien ein. Bereits zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit war der Zugang der Nachrichtenagentur Associated Press zum Weißen Haus erschwert worden.
Wachsende Spannung vor den Wahlen
Trump geht in seiner zweiten Amtszeit härter gegen ihm missliebige Berichterstattung vor und lobt zugleich wohlwollende Medien ausdrücklich. Der neue Streit fällt in eine Phase, in der die Republikaner ihre Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses verteidigen wollen.
Politischer Angriff auf die Presse
Der Schritt gegen CNN, MS NOW und Politico fügt sich in Donald Trumps fortgesetzten Konflikt mit Medienhäusern ein, die seine Berichterstattung kritisch begleiten. Dass er den Zugang zum Weißen Haus mit dem Vorwurf der Falschnachrichten verknüpft, zeigt, wie stark der Präsident die journalistische Kontrolle seines Handelns als politischen Gegner behandelt.
Für die betroffenen Redaktionen geht es nicht nur um symbolische Präsenz, sondern um den unmittelbaren Zugang zu Terminen, Pressekonferenzen und dem Oval Office. Ein Ausschluss würde ihre Arbeitsbedingungen erheblich verschlechtern und zugleich ein Signal an andere Medien senden, dass kritische Berichterstattung mit konkreten Nachteilen verbunden sein kann.
Bemerkenswert ist auch der Zeitpunkt wenige Wochen vor den wichtigen Parlamentswahlen. In einer Phase, in der die Regierung unter besonderer Beobachtung steht, kann ein solcher Konflikt die öffentliche Debatte über Transparenz, Medienfreiheit und den Umgang des Präsidenten mit unbequemen Fragen weiter verschärfen. Trumps Vorgehen reiht sich zudem in eine Serie von Auseinandersetzungen mit Medien ein, die in seiner zweiten Amtszeit wiederholt juristisch oder administrativ unter Druck geraten sind.
