USA, Personalien

Trumps Geheimdienstkoordinatorin Gabbard tritt zurĂŒck

22.05.2026 - 19:41:39 | dpa.de

Tulsi Gabbard ist Hauptberaterin von US-PrÀsident Donald Trump in nachrichtendienstlichen Angelegenheiten. Nun soll sie die Position aufgeben. Was dazu bekannt ist.

Die Geheimdienstchefin tritt zurĂŒck. (Archivbild) - Foto: Tom Brenner/FR117851 AP/dpa
Die Geheimdienstchefin tritt zurĂŒck. (Archivbild) - Foto: Tom Brenner/FR117851 AP/dpa

US-Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard hat ihren RĂŒcktritt angekĂŒndigt. Als Grund nannte sie eine seltene Form von Knochenkrebs, an der ihr Mann erkrankt ist, wie aus einem von ihr veröffentlichten Brief an PrĂ€sident Donald Trump hervorgeht. «Ich muss mich aus dem öffentlichen Dienst zurĂŒckziehen, um an seiner Seite zu sein und ihn in diesem Kampf voll und ganz zu unterstĂŒtzen.» Sie wolle ihr Amt deshalb zum 30. Juni abtreten.

Als Geheimdienstkoordinatorin steht Gabbard an der Spitze der US-Nachrichtendienste und fungiert als Hauptberaterin des PrÀsidenten in nachrichtendienstlichen Angelegenheiten. Sie hatte das Amt zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit Anfang 2025 angetreten.

Trump dankte Gabbard in einem Post auf Truth Social fĂŒr ihre «unglaubliche Arbeit» und wĂŒnschte ihrem Mann eine rasche Genesung. Ihr Stellvertreter Aaron Lukas werde ihr Amt bis auf weiteres ĂŒbernehmen.

Unterschiedliche Auffassungen zu Trump rund um Iran

Wie mehrere Medien berichten, war Gabbard vor ihrer Berufung in die US-Regierung entschiedene Gegnerin von AuslandseinsĂ€tzen des MilitĂ€rs. Zwischen ihr und Trump gingen etwa die Meinungen rund um den Iran-Krieg auseinander. So hatte der PrĂ€sident betont, dass sie eine gemĂ€ĂŸigtere Haltung zum Thema Urananreicherung vertrete als er. Das bedeute jedoch nicht, dass sie nicht fĂŒr das Amt geeignet wĂ€re, sagte Trump.

Im Blickpunkt stand auch Gabbards Einstellung zur Frage, ob vom iranischen Atomprogramm eine direkte Bedrohung fĂŒr die USA ausgehe - eine Behauptung, mit der Trump seinen Kriegseintritt begrĂŒndete.

Laut dem Sender PBS hatte Gabbard in einer schriftlichen Stellungnahme an einen Senatsausschuss erklÀrt, der Iran habe seit den LuftschlÀgen aus dem Sommer 2025 keine Anstrengungen unternommen, seine nuklearen FÀhigkeiten wieder aufzubauen. Als sie wÀhrend einer Anhörung im Kongress nach der direkten Bedrohung gefragt wurde, wich sie aus. «Der Einzige, der entscheiden kann, was eine unmittelbare Bedrohung darstellt und was nicht, ist der PrÀsident.»

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