Ukraine-Krieg: Putin empfÀngt Witkoff in St. Petersburg
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 11:31 Uhr | dpa, AD HOC NEWSHubbard kommt frei, GesprÀche gehen weiter
- Wladimir Putin empfing Steve Witkoff im Konstantinpalast in St. Petersburg.
- Stephen Hubbard befand sich nach russischen Angaben bereits am Flughafen Pulkowo.
- Witkoff wollte nach den GesprÀchen von St. Petersburg aus abreisen.
- Putin bat Witkoff um Informationen zu den GesprÀchen in Oslo.
Witkoff und Putin beraten ĂŒber Ukraine-Krieg
In St. Petersburg haben US-UnterhĂ€ndler Steve Witkoff und Kremlchef Wladimir Putin GesprĂ€che ĂŒber den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aufgenommen. Zum Auftakt gab Putin die Freilassung des US-Amerikaners Stephen Hubbard bekannt, der 2024 in Russland zu langer Haft verurteilt worden war.
Hubbard soll bereits in den USA sein
Hubbard befand sich nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax bereits auf dem Flughafen Pulkowo in St. Petersburg. Witkoff dankte Putin fĂŒr die Freilassung; nach den Unterredungen mit dem russischen PrĂ€sidenten wollte der US-UnterhĂ€ndler von dort abreisen.
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Putin dankt Trump fĂŒr FriedensbemĂŒhungen
Putin dankte US-PrĂ€sident Donald Trump erneut dafĂŒr, dass dieser sich um eine Beendigung des Ukraine-Krieges bemĂŒhe. Witkoff sollte ihn ĂŒber die GesprĂ€che informieren, die er am Vortag in Oslo mit europĂ€ischen Spitzenpolitikern gefĂŒhrt hatte.
VorschlĂ€ge fĂŒr eine Friedenslösung
Der US-UnterhĂ€ndler wollte Putin VorschlĂ€ge fĂŒr eine Friedenslösung unterbreiten, die zuvor von EuropĂ€ern und Amerikanern erarbeitet worden waren. In Oslo hatten Vertreter unter anderem ĂŒber Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine, territoriale Fragen, Sanktionen und die europĂ€ische Sicherheit nach dem Krieg gesprochen.
Ukraine vor einem weiteren Kriegswinter
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Massive russische Angriffe auf die Energieinfrastruktur verschĂ€rfen die Lage in der kalten Jahreszeit, wĂ€hrend der Ukraine nach der Meldung nicht ausreichend Mittel fĂŒr die Flugabwehr zur VerfĂŒgung stehen.
Russland setzt darauf, mit einem weiteren Kriegswinter den Widerstand der ukrainischen Bevölkerung zu brechen. Der ukrainische PrĂ€sident Wolodymyr Selenskyj hatte zuletzt eine Waffenruhe fĂŒr gegenseitige Angriffe auf Energieanlagen befĂŒrwortet; Putin lehnte dies bisher ab.
Das Treffen in St. Petersburg fĂ€llt in eine Phase, in der mehrere diplomatische Ebenen parallel zusammengefĂŒhrt werden. Witkoffs GesprĂ€che in Oslo mit europĂ€ischen Spitzenpolitikern und der ukrainischen FĂŒhrung dienten dazu, VorschlĂ€ge zu Sicherheitsgarantien, territorialen Fragen, Sanktionen und der europĂ€ischen Sicherheitsordnung zu erörtern. Diese Themen gehören zu den zentralen Streitpunkten jedes möglichen Abkommens.
Diplomatie unter militÀrischem Druck
Die Verhandlungen finden vor einem weiteren Winter statt, in dem Russland die ukrainische Energieinfrastruktur angreift. FĂŒr die Ukraine erhöht das den Druck, weil der Schutz von StĂ€dten und Anlagen stark von ausreichender Flugabwehr und westlicher UnterstĂŒtzung abhĂ€ngt. Eine Unterbrechung der Angriffe auf Energieziele könnte die Belastung der Zivilbevölkerung verringern, ist aber an politische und militĂ€rische Bedingungen geknĂŒpft.
Die Freilassung Stephen Hubbards verleiht dem GesprĂ€ch zudem eine humanitĂ€re und bilaterale Dimension. FĂŒr Washington ist der Fall ein konkretes Ergebnis im Umgang mit Russland; fĂŒr Moskau kann die Geste helfen, GesprĂ€chskanĂ€le offenzuhalten. Sie ersetzt jedoch keine Einigung ĂŒber die Kriegsziele, territoriale Fragen oder Sicherheitsgarantien.
VorschlÀge und offene Kernfragen
Entscheidend ist, ob Witkoff in St. Petersburg eine Grundlage fĂŒr weitere Verhandlungen schaffen kann. Offen bleiben insbesondere die Bedingungen fĂŒr eine Waffenruhe, die Rolle der Ukraine bei möglichen Gipfeltreffen sowie die Bereitschaft Russlands, Angriffe auf die Energieversorgung einzustellen. FĂŒr die Menschen in der Ukraine hĂ€ngt die Bedeutung der GesprĂ€che deshalb weniger von der Symbolik des Treffens als von konkreten militĂ€rischen und humanitĂ€ren Folgen ab.

