PalÀstinensische Gebiete, Israel

UN: Notlage im Westjordanland und Gaza verschÀrft sich

Veröffentlicht am: 01.09.2026 um 14:48 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Im Westjordanland und im Gazastreifen kĂ€mpfen Menschen zwischen Schutt, Abwasser und Hunger ums Überleben. Wie die Vereinten Nationen die Lage beschreiben.

  • Immer mehr Menschen verlieren im besetzten Westjordanland alles.  - Bild: Majdi Mohammad/AP/dpa
    Immer mehr Menschen verlieren im besetzten Westjordanland alles. - Bild: Majdi Mohammad/AP/dpa
  • Immer neue israelische MilitĂ€rschlĂ€ge machen das Leben im Gazastreifen zur Herausforderung.  - Bild: Yousef Al Zanoun/AP/dpa
    Immer neue israelische MilitÀrschlÀge machen das Leben im Gazastreifen zur Herausforderung. - Bild: Yousef Al Zanoun/AP/dpa
Immer mehr Menschen verlieren im besetzten Westjordanland alles.  - Bild: Majdi Mohammad/AP/dpa Immer neue israelische MilitÀrschlÀge machen das Leben im Gazastreifen zur Herausforderung.  - Bild: Yousef Al Zanoun/AP/dpa

Die Notlage der PalĂ€stinenser im von Israel besetzten Westjordanland wird nach UN-Angaben immer grĂ¶ĂŸer, aber dem WelternĂ€hrungsprogramm (WFP) geht das Geld aus. Ab September könnten nur noch halb so viele Menschen versorgt werden wie nötig, sagt der WFP-LĂ€nderdirektor fĂŒr PalĂ€stina, Shaun Hughes. Die Zahl der BedĂŒrftigen habe sich in den vergangenen zwei Jahren verdoppelt.

Anhaltende Gewalt von Siedlern, viele israelische MilitĂ€roperationen, die BeschrĂ€nkung der Bewegungsfreiheit, Zerstörung von HĂ€usern und Vertreibung von Menschen hĂ€tten zu der verheerenden Lage beigetragen. Viele PalĂ€stinenser, die sich frĂŒher selbst hĂ€tten versorgen können, seien nun auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen. Fast eine Million Menschen - ein Viertel der Bevölkerung - wisse oft nicht, wo die nĂ€chste Mahlzeit fĂŒr ihre Familie herkommen solle.

Überlebenskampf auch im Gazastreifen

Die Situation im Gazastreifen beschrieb Hughes als brutal und unberechenbar. Bei israelischen Luftangriffen sei ein WFP-Lager in Mitleidenschaft gezogen worden. Die israelische MilitĂ€rprĂ€senz mache es zu gefĂ€hrlich fĂŒr die Menschen, sich ihren einst bestellten Feldern zu nĂ€hern. BĂ€ckereien brauchten fĂŒr den Betrieb ihrer Öfen Diesel und Ersatzteile, die Israel kaum reinlasse.

Die Vertreterin der Weltgesundheitsorganisation fĂŒr die besetzten palĂ€stinensischen Gebiete, Reinhilde van de Weerdt, berichtet vom Überlebenskampf der Menschen zwischen Schuttbergen und unter unhygienischen Bedingungen. Abwasser aus Toiletten sei in den Straßen zu sehen. Abfallberge tĂŒrmten sich. Die Zahl der Durchfallerkrankungen habe sich zwischen Januar und August fast verdoppelt. PfĂŒtzen seien BrutplĂ€tze fĂŒr Moskitos, feuchte Zelte fĂŒr Schimmel und Bakterien.

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