USA, Israel

Mehr als 100 Demokraten gegen US-MilitĂ€rhilfe fĂŒr Israel

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 09:39 Uhr, dpa.de

Unter den Kongressabgeordneten der Demokraten im US-ReprĂ€sentantenhaus wĂ€chst der Widerstand gegen weitere MilitĂ€rhilfe fĂŒr Israel. Eine Abstimmung zeigt die wachsende Spaltung der Partei.

Mehr als 100 Demokraten im US-ReprĂ€sentantenhaus haben fĂŒr ein Ende der MilitĂ€rhilfe an Israel gestimmt (Archivbild) - Bild: J. Scott Applewhite/AP/dpa
Mehr als 100 Demokraten im US-ReprĂ€sentantenhaus haben fĂŒr ein Ende der MilitĂ€rhilfe an Israel gestimmt (Archivbild) - Bild: J. Scott Applewhite/AP/dpa

Mehr als 100 demokratische Abgeordnete im US-ReprĂ€sentantenhaus haben sich fĂŒr ein Ende der milliardenschweren US-MilitĂ€rhilfe an Israel im kommenden Haushaltsjahr ausgesprochen. Ein entsprechender Änderungsantrag des republikanischen Abgeordneten Thomas Massie scheiterte am Mittwoch jedoch mit 104 zu 314 Stimmen. 

Die Abstimmung wurde als symbolisch gewertet. Neben Massie stimmte kein weiterer Republikaner fĂŒr den Antrag. Ausschlaggebend fĂŒr das Scheitern war die breite Ablehnung durch die Republikaner. Der Vorschlag hĂ€tte rund 3,3 Milliarden US-Dollar an MilitĂ€rhilfe fĂŒr Israel gestrichen und war Teil der Beratungen ĂŒber den Haushalt des US-Außenministeriums und weiterer Sicherheitsbehörden.

FĂŒr den Antrag votierten 103 der 215 demokratischen Abgeordneten, zehn weitere enthielten sich. Damit unterstĂŒtzte erstmals fast die HĂ€lfte der Demokraten im ReprĂ€sentantenhaus einen Vorstoß zur Streichung der MilitĂ€rhilfe. Bei einer vergleichbaren Abstimmung vor gut zwei Jahren hatten lediglich 37 Demokraten fĂŒr eine KĂŒrzung der Hilfen gestimmt, berichten der US-Sender CNN und das Portal «Politico». 

Demokraten gespalten

Die Abstimmung verdeutlicht die wachsenden Differenzen innerhalb der Demokratischen Partei hinsichtlich der außenpolitischen Ausrichtung Israel gegenĂŒber. WĂ€hrend die ParteifĂŒhrung die MilitĂ€rhilfe fĂŒr Israel weiterhin unterstĂŒtzt, fordert insbesondere der progressive ParteiflĂŒgel ein Ende der finanziellen UnterstĂŒtzung. Der Gaza-Krieg und das Vorgehen der israelischen Regierung hĂ€tten den Druck auf demokratische Abgeordnete erhöht, ihre Haltung zu den MilitĂ€rhilfen zu ĂŒberdenken, berichten mehrere US-Medien.

Die Spaltung zeigte sich auch in der ParteifĂŒhrung des ReprĂ€sentantenhauses. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katherine Clark und die frĂŒhere Vorsitzende des ReprĂ€sentantenhauses, Nancy Pelosi, unterstĂŒtzten den Antrag. MinderheitsfĂŒhrer Hakeem Jeffries stimmte dagegen. 

Auslöser fĂŒr den Gaza-Krieg war der Überfall der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppen auf Israel am 7. Oktober 2023.

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