Polizei untersucht Drohungen gegen Richter nach Trump-Urteil
26.12.2023 - 16:43:39 | dpa.de
Die Polizei in den USA untersucht nach einem brisanten Urteil gegen den frĂŒheren US-PrĂ€sidenten Donald Trump im Bundesstaat Colorado Drohungen gegen die zustĂ€ndigen Richter.
«Das FBI ist sich der Situation bewusst und arbeitet mit den örtlichen Strafverfolgungsbehörden zusammen», zitierte der Sender CNN eine Mitteilung der Bundespolizei FBI. Ein Sprecher der Polizei von Denver sagte dem Portal Axios, man untersuche VorfÀlle, die sich gegen die Richter des Obersten Gerichts von Colorado richteten. Die Polizei mache «zusÀtzliche Patrouillen rund um die Wohnsitze der Richter».
Das Oberste Gericht von Colorado hatte vergangene Woche geurteilt, dass Trump wegen seiner Rolle im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 fĂŒr das PrĂ€sidentenamt nicht geeignet sei. Deshalb dĂŒrfe sein Name nicht auf Wahlzetteln in dem Bundesstaat stehen. Das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen. Der Fall dĂŒrfte vor dem Supreme Court in Washington landen. FĂŒr Trump und seine AnhĂ€nger war die Entscheidung aber eine groĂe Niederlage.
Trump kÀmpft an einigen juristischen Fronten
Trump will nach der PrĂ€sidentenwahl 2024 wieder fĂŒr die Republikaner ins WeiĂe Haus einziehen. Der 77-JĂ€hrige hat aber an diversen juristischen Fronten zu kĂ€mpfen. Er muss er sich im Wahljahr unter anderem voraussichtlich vier Strafprozessen stellen, etwa wegen seiner Versuche, das Ergebnis der PrĂ€sidentenwahl 2020 zu kippen. Er verlor damals gegen den Demokraten Joe Biden, erkennt die Niederlage aber bis heute nicht an und verbreitet die LĂŒge vom Wahlbetrug.
Die Weihnachtszeit nutzte der Republikaner fĂŒr eine Reihe hasserfĂŒllter Botschaften auf der von ihm mitbegrĂŒndeten Plattform Truth Social. Er wetterte gegen Bidens Regierung und die Justiz und schrieb von «Verbrechern» im eigenen Land, die mit offenen Grenzen, Inflation, fehlender EnergieunabhĂ€ngigkeit oder dem «Elektroauto-Wahnsinn» die USA zerstören wollten. «Mögen sie in der Hölle verrotten. Nochmals: frohe Weihnachten!», fĂŒgte er in GroĂbuchstaben hinzu.
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