US-Sanktionen gegen PrÀsidentin des Strafgerichtshofs
Veröffentlicht am: 18.08.2026 um 21:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie US-Regierung hat Sanktionen gegen die PrĂ€sidentin des Internationalen Strafgerichtshofs, Tomoko Akane, angekĂŒndigt. AuĂenminister Marco Rubio teilte mit, die Japanerin Akane gemeinsam mit dem ranghohen senegalesischen Juristen Abdoulaye Seye auf die Sanktionsliste zu setzen. Er begrĂŒndete den Schritt damit, dass beide wiederholt an Ermittlungen oder Festnahmen gegen AmtstrĂ€ger beteiligt gewesen seien, deren Regierungen der Gerichtsbarkeit des IStGH nicht zugestimmt hĂ€tten.
Zu diesen Staaten zÀhlen neben den USA auch etwa Israel und Russland. Rubio sagte, dass das Strafgericht gegen Regierungsvertreter jener Staaten ermittle, schaffe einen gefÀhrlichen PrÀzedenzfall.
Nicht die ersten Sanktionen dieser Art
Ein Haftbefehl des Gerichts liegt seit 2024 etwa gegen Israels MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu vor, dem Kriegsverbrechen im Gazastreifen zur Last gelegt werden. Netanjahu weist die VorwĂŒrfe entschieden zurĂŒck.
Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag verfolgt seit 2002 schwerste Verbrechen wie Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das Gericht steht vor allem wegen des Haftbefehls gegen Netanjahu unter starkem Druck der US-Regierung. Bereits im Dezember hatten die USA Sanktionen gegen Richter des Strafgerichtshofs verhĂ€ngt und das mit dessen «politisierten Handlungen gegen Israel» begrĂŒndet.
