Venezuela: Machado kehrt nach zehn Monaten zurĂĽck
Veröffentlicht am: 25.10.2026 um 17:32 Uhr | dpa, AD HOC NEWSMachados Rückkehr verändert die Oppositionslage
- MarĂa Corina Machado teilte auf der Plattform X mit: «Ich bin hier. Bei euch».
- Edmundo González bezeichnete den Tag als «sehr wichtig» für den politischen Prozess.
- Machado hatte Venezuela rund zehn Monate zuvor heimlich verlassen und war zuvor länger im Untergrund geblieben.
Machado kehrt nach zehn Monaten nach Venezuela zurĂĽck
Die venezolanische OppositionsfĂĽhrerin und Friedensnobelpreisträgerin MarĂa Corina Machado soll rund zehn Monate nach ihrer heimlichen Ausreise in ihr Heimatland zurĂĽckgekehrt sein. Auf der Plattform X schrieb sie: «Ich bin hier. Bei euch».
González begrüßt Rückkehr
Der Oppositionspolitiker Edmundo González verwies auf Machados Mitteilung und schrieb: «Venezuela! Ich freue mich riesig, euch mitteilen zu können, dass unsere Anführerin, meine geliebte Maria Corina, auf venezolanischem Boden ist.»
González bezeichnete den Tag als «sehr wichtig». Mit Machado kehre die «souveräne Stimme» Venezuelas zurück, um den politischen Prozess anzuführen und in die richtigen Bahnen zu lenken.
RĂĽckkehr nach politischem Umbruch
Machados RĂĽckkehr erfolgt wenige Wochen nach einem umstrittenen Ă–l-Deal der USA in Venezuela. Seit der Gefangennahme des autoritären Machthabers Nicolás Maduro durch das US-Militär im Januar in Caracas wird das ölreiche Land von der ehemaligen Vizepräsidentin Delcy RodrĂguez gefĂĽhrt.
US-Präsident Donald Trump hat die Zusammenarbeit mit RodrĂguez wiederholt gelobt. Machado war wegen ihres Einsatzes fĂĽr ein freies und demokratisches Venezuela mit dem Friedensnobelpreis geehrt worden.
Oppositionelle lebte im Untergrund
Vor ihrer Ausreise nach Oslo lebte Machado seit mehr als einem Jahr weitgehend im Untergrund in Venezuela. Ihre RĂĽckkehr erfolgt vor dem Hintergrund des anhaltenden politischen Konflikts und der Auseinandersetzungen ĂĽber die Zukunft des Landes.
Machados RĂĽckkehr fällt in eine Phase, in der Venezuela politisch neu geordnet wird. Nach der Gefangennahme Nicolás Maduros durch das US-Militär im Januar fĂĽhrt Delcy RodrĂguez die Regierung, während Washington die Zusammenarbeit mit ihr lobt.
Die Opposition verbindet mit Machado die Forderung nach freien und demokratischen Wahlen. In den Tagen vor ihrer RĂĽckkehr demonstrierten in Caracas und anderen Landesteilen Tausende Menschen fĂĽr Neuwahlen und die Freilassung politischer Gefangener. Als zentrale offene Frage gilt dabei, wann und unter welchen Bedingungen eine Wahl stattfinden soll.
Politische RĂĽckkehr mit hoher Bedeutung
Für die venezolanische Opposition kann Machados Anwesenheit die politische Mobilisierung stärken. Zugleich erhöht sie den Druck auf die Regierung, die angekündigten Gespräche über die politische Zukunft des Landes mit konkreten Schritten zu verbinden. Die Rückkehr der Friedensnobelpreisträgerin macht sie wieder unmittelbar zu einer Akteurin im Machtkampf.
Für die Bevölkerung hängt die Bedeutung des Vorgangs vor allem davon ab, ob daraus verlässliche Wahlperspektiven, mehr politische Freiheiten und die Freilassung Inhaftierter entstehen. Der wenige Wochen zuvor vereinbarte Öl-Deal mit den USA verknüpft die politische Entwicklung zusätzlich mit den wirtschaftlichen Interessen beider Länder.
