Schlussbericht zu Attentat auf Trump: «Gravierende MÀngel»
13.07.2025 - 17:43:57 | dpa.deEin Jahr nach dem Attentat auf Donald Trump kommen aus dem US-Senat heftige VorwĂŒrfe gegen die PersonenschĂŒtzer des damaligen PrĂ€sidentschaftskandidaten. Der Secret Service habe es versĂ€umt, wichtige Informationen ĂŒber eine verdĂ€chtige Person und die Bedrohungslage mit Trumps LeibwĂ€chtern zu teilen, hieĂ es in einem Abschlussbericht eines Ausschusses im US-Senat. «Bei der Planung und DurchfĂŒhrung der Butler-Veranstaltung am 13. Juli gab es mehrere inakzeptable Fehler.»Â
Vor einem Jahr hatte ein SchĂŒtze bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler im Bundesstaat Pennsylvania von einem nahe gelegenen Dach auf Trump geschossen und ihn am rechten Ohr verletzt. Ein Besucher kam ums Leben, zwei weitere wurden verletzt. Der TĂ€ter wurde von SicherheitskrĂ€ften getötet.
Ausschuss: «Kaskade vermeidbarer Fehler»
Die verdĂ€chtige Person sei dem Secret Service mindestens 25 Minuten vor dem Anschlag gemeldet worden, hieĂ es in dem Bericht. Bei der Koordination und der Kommunikation zwischen Secret Service und den staatlichen und lokalen Strafverfolgungsbehörden sei es zu «gravierenden MĂ€ngeln» gekommen, heiĂt es weiter. Dies habe bei der Vorbereitung angefangen und sich bis hin zur DurchfĂŒhrung der Veranstaltung fortgesetzt. «Es handelte sich nicht um einen einzelnen Fehler. Es war eine Kaskade vermeidbarer Fehler, die PrĂ€sident Trump fast das Leben gekostet hĂ€tte», hieĂ es.Â
Mehrere AntrĂ€ge auf zusĂ€tzliche Ressourcen fĂŒr den Wahlkampf des Republikaners seien unbeantwortet geblieben oder verweigert worden.Â
Bereits nach dem Attentat war Kritik an den PersonenschĂŒtzern aufgekommen. Dem Abschlussbericht zufolge wurden infolge des Attentats nur gegen sechs Secret-Service-Mitarbeiter DisziplinarmaĂnahmen eingeleitet. Die damalige Chefin der Behörde, Kimberly Cheatle, trat kurz nach den SchĂŒssen auf Trump zurĂŒck.Â
Der Secret Service ist in den USA fĂŒr den Schutz des PrĂ€sidenten und von ranghohen Politikern zustĂ€ndig. Dazu gehören auch PrĂ€sidentschaftskandidaten.
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