Vorbereitungen, Geisel-Übergabe

Vorbereitungen auf Geisel-Übergabe im Gazastreifen begonnen

Veröffentlicht: 30.01.2025 um 08:41 Uhr, dpa.de

Menschen versammeln sich im Gazastreifen, während die Freilassung weiterer Geiseln vorbereitet wird. Zwei Deutsch-Israelis und eine Soldatin sollen übergeben werden, ebenso fünf thailändische Geiseln.

  • Ein Konvoi des Roten Kreuzes bei der Abholung von Geiseln bei einer früheren Freilassung. (Archivbild) - Bild: Abed Hajjar/AP/dpa
    Ein Konvoi des Roten Kreuzes bei der Abholung von Geiseln bei einer früheren Freilassung. (Archivbild) - Bild: Abed Hajjar/AP/dpa
  • Aus dem Gazastreifen könne eine «Riviera des Nahen Ostens» werden, schwärmte Trump. (Archivbild) - Bild: Abed Hajjar/AP/dpa
    Aus dem Gazastreifen könne eine «Riviera des Nahen Ostens» werden, schwärmte Trump. (Archivbild) - Bild: Abed Hajjar/AP/dpa
Ein Konvoi des Roten Kreuzes bei der Abholung von Geiseln bei einer früheren Freilassung. (Archivbild) - Bild: Abed Hajjar/AP/dpa Aus dem Gazastreifen könne eine «Riviera des Nahen Ostens» werden, schwärmte Trump. (Archivbild) - Bild: Abed Hajjar/AP/dpa

Im Gazastreifen haben die Vorbereitungen auf die erwartete Übergabe von acht weiteren aus Israel entführten Geiseln begonnen. An verschiedenen Orten im Norden und Süden des zerstörten Küstenstreifens waren bereits Menschenmengen sowie schwarz gekleidete und vermummte Islamisten zwischen Ruinen zu sehen, die mit palästinensischen Flaggen geschmückt waren. Nach Informationen israelischer Medien sollte die Übergabe zwischen 9.00 und 10.00 Uhr (MEZ) beginnen. Als mögliche Orte wurden Dschabalija, Chan Junis und die Stadt Gaza genannt. 

Der israelische Fernsehsender Chadschot 13 berichtete, die palästinensische Terrororganisation Islamischer Dschihad werde die beiden Deutsch-Israelis Arbel Yehud (29) und Gadi Moses (80) freilassen. Die Organisation veröffentlichte kurz vor der erwarteten Freilassung ein Video, das zeigte, wie Yehud und Moses sich treffen und umarmen.

Die 20-jährige israelische Soldatin Agam Berger solle dagegen von der islamistischen Hamas an einem anderen Ort übergeben werden. In der Stadt Gaza wiederum sollten fünf Thailänder dem Roten Kreuz übergeben werden. 

Die freigelassenen Geiseln sollen zunächst in ein israelisches Militärlager am Rande des Gazastreifens und von dort aus in vier verschiedene Krankenhäuser in Israel gebracht werden. Im Gegenzug sollen 110 palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen werden. 

Das am 19. Januar in Kraft getretene Abkommen über eine Waffenruhe im Gazastreifen sieht vor, dass in einer ersten Phase innerhalb von sechs Wochen 33 israelische Geiseln im Austausch für 1.904 palästinensische Häftlinge freigelassen werden. Drei Zivilistinnen und vier Soldatinnen kamen im Rahmen der Vereinbarung bereits frei. Weitere Geiseln sollen am Samstag freigelassen werden. Laut der Hamas sind acht der 33 Geiseln tot. Die fünf Thailänder, deren Freilassung nun laut Forum der Geiselangehörigen ebenfalls erwartet wird, zählen nicht zu dieser Gruppe von 33 Verschleppten.

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