Witkoff reist nach Oslo-Treffen nach St. Petersburg weiter
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 04:41 Uhr | dpa, AD HOC NEWSWitkoffs nÀchste GesprÀche in Russland
- Steve Witkoff soll am 21. Oktober von Oslo nach St. Petersburg weiterreisen.
- Der US-UnterhÀndler will VorschlÀge amerikanischer und europÀischer GesprÀchspartner vorlegen.
- Norwegens Regierungschef Jonas Gahr StÞre hofft auf eine Vorbereitung direkter GesprÀche auf höchster Ebene.
Witkoff reist von Oslo nach St. Petersburg
US-UnterhĂ€ndler Steve Witkoff reist nach seinem Treffen mit dem ukrainischen PrĂ€sidenten Wolodymyr Selenskyj und europĂ€ischen Spitzenpolitikern von Oslo nach St. Petersburg weiter. Dort will er der russischen FĂŒhrung neue FriedensvorschlĂ€ge vorlegen.
VorschlĂ€ge fĂŒr weitere Verhandlungen
Witkoff werde am 21. Oktober nach St. Petersburg fliegen, sagte Norwegens Regierungschef Jonas Gahr StÞre am Vorabend. Der Vertraute von US-PrÀsident Donald Trump solle VorschlÀge prÀsentieren, die europÀische und amerikanische GesprÀchspartner ausgearbeitet hÀtten.
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StĂžre hofft auf Treffen der Spitzenvertreter
Die US-Regierung hoffe, der Friedensvorschlag könne den Weg zu direkten trilateralen und anschlieĂend breiter angelegten multilateralen Verhandlungen ebnen, sagte ein US-Beamter dem Nachrichtenportal Axios. Bei dem Treffen in Oslo seien neue ukrainische Ideen und VorschlĂ€ge im Detail besprochen worden.
StĂžre Ă€uĂerte die Hoffnung, Witkoffs Termin könne ein Treffen auf höchster politischer Ebene vorbereiten. Gemeint ist eine Zusammenkunft von Spitzenvertretern der Ukraine, Russlands und der USA, wie sie Selenskyj bereits mehrfach vorgeschlagen hat.
Europa fordert stÀrkere Beteiligung
Witkoff und Jared Kushner waren bereits mehrfach nach Russland gereist. In Kiew waren sie dagegen erstmals Anfang September. Kushner soll diesmal nur aus der Ferne an den GesprÀchen in St. Petersburg beteiligt werden.
Bei den GesprĂ€chen in Oslo ging es unter anderem um Sicherheitsgarantien fĂŒr die Ukraine, territoriale Fragen, Sanktionen und die europĂ€ische Sicherheit nach einem möglichen Kriegsende. StĂžre sagte, Europa mĂŒsse wegen der Folgen des Kriegs eine zentralere Rolle in den Verhandlungen spielen.
Trump setzt auf Druck und Vermittlung
US-PrĂ€sident Donald Trump setzt bei seinen diplomatischen BemĂŒhungen vor allem die Ukraine unter Druck. Zugleich kritisiert er den russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin seltener und stellt die USA stĂ€rker als Vermittler zwischen den Konfliktparteien dar.
Die GesprĂ€che in Oslo waren ein neuer Versuch, die festgefahrenen FriedensbemĂŒhungen in ein konstruktiveres Format zu bringen. Ob daraus direkte Verhandlungen entstehen, hĂ€ngt nun vor allem von der Reaktion der russischen FĂŒhrung auf die VorschlĂ€ge ab.
Witkoffs Reise nach St. Petersburg fĂ€llt in eine Phase, in der Washington den GesprĂ€chsfaden zwischen Kiew und Moskau neu knĂŒpfen will. Das Treffen in Oslo diente dabei als wichtiger Vorbereitungsschritt: Neben Sicherheitsgarantien standen territoriale Fragen, Sanktionen und die europĂ€ische Sicherheitsordnung nach einem möglichen Kriegsende auf der Tagesordnung.
Die geplante Weitergabe gemeinsamer amerikanisch-europĂ€ischer VorschlĂ€ge an die russische FĂŒhrung zeigt zugleich, dass ein möglicher Verhandlungsprozess mehrere Ebenen umfasst. FĂŒr die Ukraine ist entscheidend, ob Sicherheitszusagen konkret und durchsetzbar wĂ€ren. Russland mĂŒsste sich seinerseits auf GesprĂ€che einlassen, ohne dass Kiew Entscheidungen ĂŒber Gebietsfragen oder seine Sicherheitsausrichtung vorwegnehmen muss.
Europas Rolle wird zentraler
Norwegen drĂ€ngt darauf, Europa stĂ€rker einzubeziehen, weil die europĂ€ischen Staaten die Folgen des Kriegs unmittelbar tragen: durch UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine, FlĂŒchtlingsbewegungen, Energie- und Sicherheitsfragen. Ein Gipfel mit Spitzenvertretern der Ukraine, Russlands und der USA wĂ€re deshalb zwar politisch bedeutsam, wĂŒrde aber zunĂ€chst vor allem zeigen, ob aus den bisherigen Kontakten ein belastbarer Verhandlungsrahmen entstehen kann.
FĂŒr die weitere Entwicklung kommt es nun darauf an, wie Moskau auf die VorschlĂ€ge reagiert und ob daraus direkte GesprĂ€che folgen. Die Reise beendet den Krieg nicht, markiert aber einen neuen diplomatischen Versuch, die bislang erfolglosen BemĂŒhungen wieder in ein abgestimmtes Format zu ĂŒberfĂŒhren.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
ZDFheute: âUkraine-Krieg: US-UnterhĂ€ndler reist nach Moskau und trifft Putinâ (20.10.2026)
Der Beitrag bestĂ€tigt Witkoffs geplante Reise nach St. Petersburg zu GesprĂ€chen mit der russischen FĂŒhrung. Im Mittelpunkt steht dort die angekĂŒndigte Vermittlung zwischen den Kriegsparteien und die Frage, ob daraus weitere Verhandlungen entstehen könnten.
tagesschau: âSelenskyj trifft sich mit US-Gesandtem Witkoff zu GesprĂ€chen in Osloâ (20.10.2026)
Der Bericht ordnet das Treffen in Oslo als Teil der diplomatischen BemĂŒhungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs ein. Anders als der ZDF-Beitrag richtet er den Schwerpunkt stĂ€rker auf die ukrainisch-amerikanischen GesprĂ€che und die europĂ€ische Beteiligung.
Beide BeitrĂ€ge stimmen darin ĂŒberein, dass Oslo der Vorbereitung von GesprĂ€chen mit Russland diene. Offen bleibt, ob Moskau die VorschlĂ€ge aufgreift und ob daraus ein Treffen auf höchster politischer Ebene hervorgeht.

