Xi Jinping in Washington: Chinas PrÀsident von Donald Trump empfangen
Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 02:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSChinas PrÀsident Xi Jinping ist zu einem dreitÀgigen Staatsbesuch in Washington eingetroffen und dort gemeinsam mit seiner Ehefrau Peng Liyuan von US-PrÀsident Donald Trump und dessen Ehefrau Melania empfangen worden.
MilitÀrische Zeremonie am Flughafen
Xi und Peng landeten am Mittwochabend Ortszeit auf einem MilitĂ€rflugplatz nahe der US-Hauptstadt. Die PrĂ€sidenten wechselten am FuĂ der Flugzeugtreppe einige Worte, anschlieĂend ĂŒberreichten Kinder dem chinesischen PrĂ€sidentenpaar BlumenstrĂ€uĂe.
Nach einem kurzen Gang ĂŒber den roten Teppich spielte eine MilitĂ€rkapelle die Nationalhymnen beider LĂ€nder. WĂ€hrend der US-Hymne ĂŒberflogen B1-Bomber die Zeremonie. Der LĂ€rm war so stark, dass Trump das Gesicht verzog und sich mit einer Bemerkung an Xi wandte.
Viele Konfliktpunkte zwischen Washington und Peking
AnschlieĂend verlieĂen die Staatschefs das Rollfeld in unterschiedlichen Autos. Trump trug wĂ€hrend der Zeremonie bei rund 18 Grad Celsius einen dicken Mantel und Handschuhe, die er nur zur BegrĂŒĂung kurz auszog.
Im Mittelpunkt der GesprĂ€che dĂŒrften der Handelsstreit und der Umgang mit KĂŒnstlicher Intelligenz stehen. Zudem könnten Trump und Xi ĂŒber den Iran-Krieg sowie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sprechen.
Staatsbesuch bis Freitag
Trump plant fĂŒr Xi bis Freitag ein umfangreiches Programm mit MilitĂ€rschau und Staatsbankett. FĂŒr den chinesischen Staats- und Parteichef ist es die erste USA-Reise seit 2023, als er beim Apec-Wirtschaftsgipfel in Kalifornien den damaligen US-PrĂ€sidenten Joe Biden traf.
Trump hatte Xi bei seinem Besuch in Peking Mitte Mai ins WeiĂe Haus eingeladen.
Zwischen Handel und strategischer RivalitÀt
Der Besuch fĂ€llt in eine Phase begrenzter Entspannung zwischen den beiden gröĂten Volkswirtschaften. Hohe Zölle wurden teilweise ausgesetzt; zugleich bleiben ExportbeschrĂ€nkungen fĂŒr moderne Chips, der Zugang zu seltenen Erden und die industrielle Konkurrenz ungelöst.
FĂŒr Xi steht damit nicht nur die bilaterale Beziehung auf dem Spiel. China kann mit Rohstoffen, Lieferketten und seiner wachsenden Rolle in internationalen BĂŒndnissen Einfluss ausĂŒben, ist aber zugleich auf stabile Wirtschaftsbeziehungen angewiesen. Trump wiederum kann eine Vereinbarung bei Zöllen oder Rohstofflieferungen innenpolitisch als Erfolg darstellen, ohne die grundlegenden Konflikte zu lösen.
KI und globale Krisen als neue GesprÀchsfelder
Besondere Bedeutung hat die KĂŒnstliche Intelligenz. Beide Staaten konkurrieren um technologische FĂŒhrung und begrenzen zugleich den Zugang des jeweils anderen zu sensibler Technologie. Ein direkter Krisenkanal könnte helfen, ZwischenfĂ€lle zu begrenzen, wĂŒrde aber kein gegenseitiges Vertrauen ersetzen.
Auch der Iran-Krieg und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine erweitern die Agenda ĂŒber Handelsfragen hinaus. FĂŒr Deutschland und Europa sind die Folgen unmittelbar: Entscheidungen ĂŒber Zölle, kritische Rohstoffe und Technologie können Preise, Lieferketten und die WettbewerbsfĂ€higkeit europĂ€ischer Unternehmen beeinflussen. Ein groĂer Durchbruch ist nicht erforderlich, damit der Gipfel wirtschaftlich und sicherheitspolitisch erhebliche Wirkung entfaltet.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
tagesschau: âXi in den USA: Trump und Chinas Staatschef vor schwierigen GesprĂ€chenâ (23.09.2026)
Der Bericht bestĂ€tige die Ankunft Xis und ordne den Besuch als ersten Staatsbesuch seit mehr als zehn Jahren ein. Er hebe besonders die Konflikte bei seltenen Erden, ChipbeschrĂ€nkungen und KĂŒnstlicher Intelligenz hervor und berichte ĂŒber die PrĂŒfung eines KI-GesprĂ€chskanals fĂŒr NotfĂ€lle.
Euronews: âGipfel TrumpâXi: Warum fĂŒr Europa so viel auf dem Spiel stehtâ (23.09.2026)
Der Artikel bestĂ€tige den dreitĂ€gigen Gipfel und setze den Schwerpunkt auf die Folgen fĂŒr Europa. Er stelle mögliche Zollsenkungen, seltene Erden und eine KI-Hotline heraus und betone, dass europĂ€ische Interessen bei den GesprĂ€chen nur indirekt vertreten seien.
Beide Berichte stellten Handel, Technologie und strategische Konkurrenz als zentrale Themen dar; unterschiedlich gewichtet wĂŒrden vor allem die europĂ€ischen Folgen und die Frage, ob begrenzte Vereinbarungen eine lĂ€ngerfristige Stabilisierung ermöglichen könnten.
