UN-Mitarbeiter, Huthi-Rebellen

Mehrere UN-Mitarbeiter von Huthi-Rebellen festgenommen

07.06.2024 - 14:18:15 | dpa.de

Zwölf UN-Mitarbeiter, darunter Frauen und MÀnner, wurden von der Huthi-Miliz im Jemen festgenommen. Ihre IdentitÀten sind noch unbekannt. Wie reagiert die internationale Gemeinschaft?

Huthi-KĂ€mpfer wĂ€hrend eines Protestmarschs gegen die von den USA gefĂŒhrten Angriffe auf Ziele der Huthi im Jemen (Archivbild). - Foto: Osamah Abdulrahman/AP/dpa

Die Huthi-Miliz im Jemen soll nach Informationen aus UN-Kreisen mehrere Mitarbeiter der Vereinten Nationen festgenommen haben. Zwölf Mitarbeiter seien am Vortag in verschiedenen Provinzen, unter anderem auch in der Hauptstadt Sanaa, festgenommen worden, verlautete aus UN-Kreisen. Es handele sich um Frauen und MĂ€nner. Ihre IdentitĂ€ten waren zunĂ€chst nicht bekannt. Sie sollen unter anderem fĂŒr das UN-NothilfebĂŒro OCHA gearbeitet haben. Weder die Huthi noch die Vereinten Nationen Ă€ußerten sich zunĂ€chst.

Ein UN-Sprecher in New York bestÀtigte auf Anfrage die Festnahme von elf UN-Mitarbeitern. Man sei «sehr besorgt angesichts dieser Entwicklungen» und arbeite derzeit daran, Zugang zu den Mitarbeitern zu bekommen und ihre «sichere und bedingungslose Freilassung» sicherzustellen.

Auf Nachfrage hieß es aus Huthi-Kreisen, der «Schutz des jemenitischen Volkes vor jeglichen nachrichtendienstlichen AktivitĂ€ten» sei eine der grundlegenden Aufgaben der Sicherheitsdienste der Miliz. Sie arbeiteten «im Einklang mit den Gesetzen».

Im Jemen herrscht seit Ende 2014 ein verheerender Konflikt zwischen der Regierung, den Huthi-Rebellen und deren VerbĂŒndeten. Saudi-Arabien kĂ€mpft im Jemen gegen die vom Iran unterstĂŒtzten Huthi, die das Land 2014 ĂŒberrannten und weite Teile im Norden beherrschen. Die Vereinten Nationen betrachten den Konflikt im Jemen als eine humanitĂ€re Katastrophe, die das Land an den Rand einer Hungersnot gebracht hat.

Seit Ausbruch des Gaza-Krieges greifen die Huthi zudem immer wieder Handelsschiffe im Roten Meer an. Die Miliz ist nach eigenen Angaben mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen verbĂŒndet und will mit dem Beschuss ein Ende der israelischen Angriffe in dem KĂŒstenstreifen erzwingen. Die USA und Großbritannien hatten als Reaktion auf die Angriffe in den vergangenen Monaten mehrmals MilitĂ€rschlĂ€ge gegen Stellungen der Huthi ausgefĂŒhrt.

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