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K+S Aktiengesellschaft: EBITDA und bereinigter Freier Cashflow im ersten Quartal 2026 deutlich über Markterwartung; EBITDA-Prognose für das Gesamtjahr 2026 angehoben

22.04.2026 - 10:32:23 | dgap.de

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EQS-Ad-hoc: K+S Aktiengesellschaft / Schlagwort(e): Geschäftszahlen / Quartal/Prognose / Gesamtjahr


22.04.2026 / 10:32 CET/CEST
Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.
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Auf Basis vorläufiger Berechnungen liegt das EBITDA der K+S Gruppe des ersten Quartals 2026 mit rund 280 Mio. EUR deutlich über der Markterwartung (Vara-Konsensschätzung vom 14. April 2026: 225 Mio. EUR im Median; Q1/2025: 201 Mio. EUR). Auch der bereinigte Freie Cashflow des ersten Quartals 2026 übertrifft mit rund 87 Mio. EUR die Markterwartung deutlich (Vara-Konsensschätzung: 58 Mio. EUR; Q1/2025: 32 Mio. EUR). Nach dem sehr guten Start des Auftausalzgeschäfts zu Jahresbeginn verlief das Geschäft auch in der zweiten Hälfte des Quartals besser als erwartet. Im Kundensegment Landwirtschaft lagen die Absatzmenge (Q1/2026: 1,97 Mio. t) und der Durchschnittspreis (Q1/2026: 336 EUR/t; beide ohne Handelsware) insbesondere im Monat März über den Erwartungen. Auf den Durchschnittspreis wirkte sich der Produkt- und Regionalmix und die schnellere Realisierung von Preiserhöhungen positiv aus. Der US-Dollar war attraktiver als angenommen und die Kostendisziplin wirkte ebenfalls positiv auf das Ergebnis. 

Auf Gesamtjahressicht wird die Prognose für das EBITDA 2026 auf 630 bis 730 Mio. EUR angehoben (bisherige Prognose: 600 bis 700 Mio. EUR; Vara-Konsensschätzung: 665 Mio. EUR im Median und 674 Mio. EUR im Durchschnitt; 2025: 613 Mio. EUR). Positiv wirken sich hier die gute Performance im ersten Quartal, die in den letzten Wochen fortgeführte positive Preisentwicklung im Kundensegment Landwirtschaft und die für den Rest des Jahres veränderte USD/EUR-Wechselkursannahme von 1,17 USD/EUR statt 1,20 USD/EUR aus. Im Vergleich zu den ursprünglichen Annahmen wirken sich gestiegene Preise für Material, Energie und Frachten infolge des Konflikts im Mittleren Osten seit März jedoch negativ aus.

Im Mittelpunkt der EBITDA-Bandbreite werden bei den europäischen Gaspreisen für den zu Spotpreisen zu beschaffenden Bedarf (2026: 30 % des Gasbedarfs) für den Rest des Jahres nun ein Niveau von 45 EUR/MWh und für die Frachtkosten ein Ölpreis von rund 100 USD/Barrel sowie die aktuellen Spotfrachtraten aus Vancouver unterstellt. Außerdem liegt dem Mittelwert der EBITDA-Bandbreite die Annahme zugrunde, dass das bisher erreichte Preisniveau im wichtigen Überseemarkt Brasilien stabil bleibt, weiterhin positive Ausstrahleffekte in andere von K+S bediente Absatzmärkte sowie Produktgruppen hat und der Preisanstieg bei Schwefel die Preise für K+S-Spezialitätenprodukte weiter begünstigt. Das mit diesen Annahmen bis Mitte des Jahres erreichte Preisniveau des Produktportfolios im Kundensegment Landwirtschaft müsste dann im Durchschnitt im zweiten Halbjahr in etwa gehalten werden. Für den Fall einer weiteren Fortsetzung des Preisanstiegs in Übersee mit entsprechenden nachhaltigen Ausstrahleffekten könnte das obere Ende der Bandbreite erreicht werden. Das untere Ende der Ergebnisbandbreite könnte eintreten, wenn der Konflikt im Mittleren Osten länger andauern würde und damit die limitierte Verfügbarkeit von Stickstoff- und Phosphatdüngemitteln oder die Ertragssituation in der Landwirtschaft im Verlauf des zweiten Halbjahres die Anwendung von Kali beschränken und damit Absatzpreise und -mengen reduzieren würde. Insgesamt bleiben die Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Konflikt im Mittleren Osten begrenzt prognostizierbar. 

Aufgrund der mit der positiven Preisentwicklung einhergehenden höheren Mittelbindung im Working Capital wird der bereinigte Freie Cashflow bei einem Investitionsvolumen von rund 600 Mio. EUR nach wie vor mindestens ausgeglichen erwartet (bisherige Prognose: mindestens ausgeglichen mit einem Investitionsvolumen zwischen 550 und 600 Mio. EUR; Vara-Konsensschätzung: 23 Mio. EUR, 2025: 29 Mio. EUR). 

Die Abschlussarbeiten dauern noch an. Das Unternehmen veröffentlicht die Quartalsmitteilung Q1/2026 am 11. Mai 2026.

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