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Der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA Konzern weist im Zwischenkonzernabschluss zum 31.12.2025 ein negatives Periodenergebnis aus

21.04.2026 - 13:55:54 | dgap.de

SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA / DE000A3H3KP5

SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA / Schlagwort(e): Zwischenbericht
Der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA Konzern weist im Zwischenkonzernabschluss zum 31.12.2025 ein negatives Periodenergebnis aus

21.04.2026 / 13:55 CET/CEST
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Corporate News

Der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA Konzern weist im Zwischenkonzernabschluss zum 31.12.2025 ein negatives Periodenergebnis aus
 
Konzernumsatz erhöht sich auf EUR 72,0 Mio. (Vorjahr: EUR 69,9 Mio.)
Aufwendungen fĂŒr die betriebliche Leistung steigen auf EUR 77,7 Mio. (Vorjahr: EUR 74,7 Mio.)
Periodenergebnis verbessert sich auf EUR -4,8 Mio. (Vorjahr EUR -5,0 Mio.)
 
Bremen, 21. April 2026 – Der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA Konzern hat den Zeitraum 01.07.2025 bis 31.12.2025 mit einem negativen Periodenergebnis von EUR 4,8 Mio. abgeschlossen.
 
Aus sportlicher Sicht war der Berichtszeitraum durch einen Trainerwechsel vor der Saison, vielen verletzten Spielern, einer intensiven Transferphase sowie einem höheren Fokus auf die Integration von Nachwuchsspielern in die Lizenzmannschaft geprĂ€gt. In der Bundesligatabelle ist die Lizenzmannschaft der Herren mit 17 Punkten und Platz 10 in die Winterpause gegangen. Die sehr gute sportliche Entwicklung der letzten Spielzeiten konnte dabei nicht fortgesetzt werden, was unter den vorstehend beschriebenen Rahmenbedingungen allerdings auch nicht erwartet wurde. Positiv ist hierbei die Entwicklung der Nachwuchsspieler Backhaus und Coulibaly zu absoluten Stammspielern und des Spielers Covic als festem Bestandteil des Profikaders mit regelmĂ€ĂŸigen EinsĂ€tzen hervorzuheben. Die sportliche Entwicklung im Berichtszeitraum ist aus Sicht des Konzerns ganzheitlich betrachtet zufriedenstellend verlaufen.

Die Umsatzerlöse des SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA Konzerns haben sich bei in den einzelnen Bereichen unterschiedlicher Entwicklung um insgesamt EUR 2,1 Mio. erhöht. Diese Entwicklung ist insbesondere auf erhöhte Transfererlöse (+EUR 5,0 Mio.) zurĂŒckzufĂŒhren. Dem standen durch das Ausscheiden in der 1. Runde des DFB-Pokals um EUR 2,5 Mio. geringere Erlöse und um EUR 1,2 Mio. reduzierte UmsĂ€tze im Bereich Merchandise gegenĂŒber.

Bei den Aufwendungen fĂŒr die betriebliche Leistung ist eine Steigerung von EUR 3,0 Mio. zu verzeichnen. Diese ist im Wesentlichen auf gestiegene Abschreibungen auf Lizenzspieler als Folge der getĂ€tigten Investitionen in den Kader in der Sommertransferperiode 2025 sowie gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen zurĂŒckzufĂŒhren. Daneben haben sich die Personalkosten im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht erhöht (+EUR 0,9 Mio.). Die Kosten fĂŒr den Lizenzspielerkader sind dabei nahezu unverĂ€ndert geblieben, die Erhöhung resultiert insbesondere aus gestiegenen Aufwendungen in den strategischen Bereichen Nachwuchs und Frauenfußball. Die Material-, Betriebs- und Vertriebsaufwendungen haben sich reduziert, konnten aber die Steigerungen in den vorstehenden Bereichen nicht vollstĂ€ndig ausgleichen.

Das Betriebsergebnis im Berichtszeitraum zeigt sich als Folge mit EUR -3,8 Mio. (Vorjahr EUR -3,9 Mio.) nahezu unverĂ€ndert. Unter BerĂŒcksichtigung des Finanzergebnisses und Steuern weist der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA Konzern ein Periodenergebnis fĂŒr die erste HĂ€lfte des laufenden GeschĂ€ftsjahres von EUR -4,8 Mio. aus.
Das Konzerneigenkapital belÀuft sich zum 31.12.2025 auf EUR 10,0 Mio., die Eigenkapitalquote betrÀgt zum Stichtag 10,8%.
Der Finanzmittelfonds des Konzerns ist zum Betrachtungsstichtag 31.12.2025 mit EUR 11,8 Mio. (Vorjahr EUR 46,6 Mio.) weiterhin positiv, aber deutlich reduziert.
Im Vergleich zum 30.06.2025 ergibt sich ein um EUR 17,8 Mio. reduzierter Finanzmittelfonds. Sowohl der Cashflow aus der laufenden GeschÀftstÀtigkeit mit EUR -3,3 Mio. als auch der Cashflow aus der InvestitionstÀtigkeit (EUR -11,6 Mio.) sowie der Cashflow aus der FinanzierungstÀtigkeit (EUR -2,8 Mio.) weisen einen negativen Saldo aus, sodass als Folge die dargestellte Verminderung des Finanzmittelfonds in der Berichtsperiode erzielt wurde. Es besteht weiterhin ergÀnzend eine Kontokorrentlinie in Höhe von EUR 9,0 Mio. mit einer Laufzeit bis zum 01.07.2027.
Zusammenfassend ist der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA Konzern mit dem erzielten Periodenergebnis nicht vollumfĂ€nglich zufrieden. Insbesondere das Ausscheiden in der ersten Runde des DFB-Pokals mit entsprechenden Auswirkungen auf die Umsatzerlöse aus Spielbetrieb und medialen Verwertungsrechten sowie die nicht vollstĂ€ndig erreichten Ziele im Bereich der Transfererlöse haben zu einer negativen Abweichung von den Planzahlen gefĂŒhrt.
Positiv ist die Entwicklung der strategisch wichtigen Infrastrukturmaßnahmen im Bereich des Leistungszentrums hervorzuheben. Die Projekte befinden sich im Zeit- und Kostenplan und die angestrebte Finanzierung konnte erfolgreich abgeschlossen werden.
 
FĂŒr das gesamte GeschĂ€ftsjahr 2025/2026 verfolgt der Konzern weiterhin das Ziel nach dem Fehlbetrag im abgelaufenen GeschĂ€ftsjahr wieder einen JahresĂŒberschuss zu erzielen. Darauf sind die wirtschaftlichen AktivitĂ€ten im zweiten Halbjahr des laufenden GeschĂ€ftsjahres ausgerichtet.

Nach dem Bilanzstichtag konnte eine zweite Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen werden. Das Regionale BĂŒndnis aus Bremer Unternehmern, das seit 2024 als Minderheitsgesellschafter Anteile an der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA hĂ€lt, weitet sein Engagement aus und hĂ€lt als Minderheitsgesellschafter nunmehr 19,39 Prozent an der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA. DarĂŒber hinaus wurde von der DFL die Lizenz fĂŒr die Spielzeit 2026/2027 fĂŒr beide Szenarien Bundesliga und 2. Bundesliga ohne Bedingungen oder Auflagen im Bereich der wirtschaftlichen LeistungsfĂ€higkeit erteilt. Dies zeigt das große Vertrauen relevanter Stakeholder in die sportliche und wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft.
 
Aus sportlicher Sicht ist die Lizenzmannschaft der Herren zunĂ€chst sehr schwer in das zweite GeschĂ€ftshalbjahr gestartet. Trotz grĂ¶ĂŸtenteils nicht schlechter Leistungen endete erst am 24. Spieltag mit einem Heimsieg gegen den 1.FC Heidenheim eine Serie von 13 sieglosen Spielen. Ende Januar wurde vor dem Hintergrund der sportlichen Situation der bisherige Cheftrainer Horst Steffen sowie Teile seines Trainerteams freigestellt und mit Daniel Thioune ein Nachfolger verpflichtet. Seit dem Heimsieg gegen den 1.FC Heidenheim konnte die Mannschaft 12 Punkte aus 7 Spielen holen und ist damit auf Platz 15 mit 31 Punkten in der Tabelle platziert. Die Mannschaft liegt 5 Punkte vor dem Relegationsplatz und 7 Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz. In den nun noch ausstehenden 4 Spielen der laufenden Saison 2025/2026 ist der Konzern ĂŒberzeugt, die notwendigen Punkte fĂŒr den Klassenerhalt zu erzielen. Die Lizenzmannschaft der Frauen steht aktuell mit 35 Punkten auf Platz 6 der Tabelle. Das Team zeigt sich unter dem neuen Trainerteam um die Cheftrainerin Friederike Kromp sehr gut. Leider konnte der historische Erfolg mit der Finalteilnahme im DFB-Pokal im Vorjahr nach dem Ausscheiden im Viertelfinale gegen die SGS Essen nicht wiederholt werden.
 
Der Zwischenkonzernabschluss zum 31.12.2025 ist unter www.werder.de/business/anleihe-2025/finanzberichte abrufbar.

 


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