Windenergie, Oberösterreich

Windenergie: Oberösterreich verpasst erneut Chance zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts

20.12.2024 - 13:50:00 | pressetext.de

Wien - Die IG Windkraft kritisiert den neuen Zonenplan fĂŒr die Windkraft in Oberösterreich, der heute von den LandesrĂ€ten Markus Achleitner und Manfred Haimbuchner prĂ€sentiert wurde, aufs SchĂ€rfste. "Zwei Jahre Gaskrise zeigen eines: Wir brauchen PreisstabilitĂ€t, Versorgungssicherheit und einen Technologieturbo. Bevölkerung und Unternehmen erwarten sich Lösungen von der Politik. Der prĂ€sentierte Ausschlusszonenplan lĂ€sst diese Erwartungen im Regen stehen", fĂŒhrt Florian Maringer, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der IG Windkraft, aus.

Besonders alarmierend ist, dass das Windparkprojekt Sandl mit 22 Anlagen nicht in den Eignungszonen enthalten ist, obwohl es bereits ein Genehmigungsverfahren durchlĂ€uft. "Ohne rechtsstaatliches Verfahren ein derartiges Vorhaben, das einen bedeutenden Beitrag zur regionalen Energieversorgung und zur Sicherung des Wirtschaftsstandorts leisten könnte, von Anfang an auszuschließen, ist unverantwortlich", so Maringer.

Wirtschaftsstandort Oberösterreich in Gefahr

Kein anderes Bundesland verfĂŒgt ĂŒber eine so große Dichte von Industriebetrieben wie Oberösterreich. Viele Betriebe stehen aktuell unter hohem Druck. Ein wichtiger Hebel, um den Standort Oberösterreich auch in Zukunft abzusichern, ist die VerfĂŒgbarkeit von leistbarem, zuverlĂ€ssigem heimischen Strom.

"Es gibt einen Schulterschluss mit der Wirtschaft: die Windenergie liefert leistbare, saubere und sichere Energie und schafft heimische Wertschöpfung. Dazu braucht es stabile politische Rahmenbedingungen. Es gibt klare EU-weite Ziele und Ziele fĂŒr Österreich und Oberösterreich, die Planungs- und Investitionssicherheit ermöglichen sollen", so Maringer. "Der vorgestellte Plan ist ein Ausschlusszonenplan, der Technologien bremst, statt sie zu nutzen." Alleine das Projekt Sandl hĂ€tte 500.000 Megawattstunden heimischen Strom garantiert. Dieses und andere Projekte wie am SaurĂŒssel wurden auch von den Gemeinden deutlich unterstĂŒtzt.

Die Windbranche steht dennoch bereit, auch in Oberösterreich Investitionen in die Versorgungssicherheit zu tĂ€tigen. Doch ohne ausreichende, politisch verbindliche und realistische Eignungszonen steht die Windkraft in Oberösterreich weiter auf dem Abstellgleis. Das schwĂ€cht nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern verhindert auch die Nutzung gĂŒnstiger, sauberer Energie fĂŒr Haushalte und Unternehmen. Gerade in der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage könnte die Windkraft dazu beitragen, den wichtigen Wirtschafts- und Industriestandort in Oberösterreich fĂŒr die Zukunft zu sichern.

"FĂŒr Oberösterreich als wichtigstes Industriebundesland mit dem höchsten Stromverbrauch in Österreich ist Windstrom von entscheidender Bedeutung", so Maringer, "Gerade in den Wintermonaten brauchen wir die meiste Energie und Windenergie liefert genau jetzt die meiste Energie und trĂ€gt damit zu leistbaren Strompreisen bei." Der vorgestellte Plan nutzt diese Chance nicht.

"Es ist ein erster, lĂ€ngst fĂ€lliger Schritt. Um ins 21. Jahrhundert zu starten ist nun politische Verantwortung und Umsetzungskompetenz nötig: Wir fordern die Landesregierung auf, den Plan in einem transparenten Prozess grundlegend zu ĂŒberarbeiten und sicherzustellen, dass ambitionierte und weithin akzeptierte Projekte wie Sandl, SaurĂŒssel und andere ermöglicht werden und Oberösterreich von diesen Investitionen profitieren kann", so Maringer weiter. Der aktuelle Entwurf fĂŒhrt zu weiteren Verzögerungen und Unsicherheiten, die die Wirtschaft in Oberösterreich bremsen.

Die IG Windkraft appelliert an die politischen EntscheidungstrĂ€ger, Verantwortung zu ĂŒbernehmen und ein modernes Energiesystem fĂŒr die nachfolgenden Generationen mit mutigen Entscheidungen zu gestalten.

(Ende)

Aussender: IG Windkraft Ansprechpartner: Lisa-Maria Eitler, MA Tel.: +43 660 20 50 757 E-Mail: l.eitler@igwindkraft.at Website: www.igwindkraft.at

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