AKTIE IM FOKUS: 2 Margenausblick treibt Jenoptik an wichtige WiderstÀnde hoch
Veröffentlicht am: 21.10.2026 um 16:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWS(Neu: Expertenstimmen)
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Ein optimistischerer Margenausblick fĂŒr 2026 hat die Aktie von Jenoptik DE000A2NB601 am Mittwochnachmittag an die MDax-Spitze DE0008467416 katapultiert. Nach einem Kurssprung bis auf 40,14 Euro drehte sie jedoch wieder ab, denn dort befinden sich mit der 21-Tage-Durchschnittslinie, die den kurzfristigen Trend signalisiert, sowie der 50-Tage-Linie fĂŒr den mittelfristigen Trend, gleich zwei wichtige WiderstĂ€nde.
Zuletzt ging es fĂŒr das Papier des Technologieunternehmens um 9,0 Prozent auf 39,20 Euro nach oben, was im bisherigen Jahresverlauf immer noch eine Verdoppelung des Aktienkurses bedeutet. Der Index der mittelgroĂen Werte legte am Mittwochnachmittag zugleich um 1,1 Prozent auf 30.715 Punkte zu, was mit Blick auf das Jahr 2026 derzeit nur einem minimalen Plus von 0,3 Prozent entspricht.
Nach einem deutlichen Wachstum der Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 22 Prozent in den ersten neun Monaten des Jahres rechnet das Management von Jenoptik fĂŒr das laufende Jahr nun mit einer Marge von rund 22 Prozent. Bisher standen 20 bis 21 Prozent im Plan. Das Umsatzwachstum sieht der Vorstand unverĂ€ndert bei 5 bis 9 Prozent. Dem Unternehmen kamen den Angaben zufolge zuletzt gute GeschĂ€fte mit HalbleiterausrĂŒstern zugute, gerade der ChipindustrieausrĂŒster ASML ist ein wichtiger Kunde.
Ein HĂ€ndler lobte das Zahlenwerk und hob vor allem die dynamische Auftragsentwicklung und ĂŒberraschend hohe ProfitabilitĂ€t des Konzerns hervor. Das seien "klar positive Impulse" fĂŒr die Aktie. Zwar sei die Umsatzprognose unverĂ€ndert geblieben, was das AufwĂ€rtspotenzial begrenze, doch die Anhebung der Margenprognose deute auf eine Verbesserung der ErgebnisqualitĂ€t hin.
Der Experte Henrik Paganetty vom Analysehaus Jefferies hob hervor, dass die vorlĂ€ufigen Zahlen die Erwartungen am Markt ĂŒbertroffen hĂ€tten, was besonders der Nachfrage nach HalbleiterausrĂŒstung geschuldet sei. "Die vorgelegten Zahlen implizieren fĂŒr das dritte Quartal ein Auftragswachstum von rund 24 Prozent", schrieb er unter anderem und verwies auf die von Factset erhobene KonsensschĂ€tzung, die nur bei etwa 5 Prozent liege.
