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AKTIE IM FOKUS: Qiagen-Anteile legen nach Bericht über bald anstehendes Gebot zu

Veröffentlicht am: 20.10.2026 um 22:29 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Die Aktien des Labordienstleisters und Diagnostikkonzerns Qiagen NL0015002SN haben am Dienstagabend mal wieder von einem Bericht über ein bevorstehendes Angebot des Finanzinvestors EQT profitiert.

Der Kurs der Anteile des im Dax notierten Unternehmens legte nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um bis zu rund dreieinhalb Prozent auf 44,32 Euro zu. Im Haupthandel über Xetra war der Kurs bereits um fast vier Prozent auf 42,38 Euro gestiegen.

Er kletterte damit auf den höchsten Stand seit Mitte Februar. Im Januar war der Kurs wegen der wieder einmal aufgekommenen Spekulationen auf eine Übernahme bis auf fast 48 Euro geklettert. In den Wochen und Monaten danach sackte er wieder kräftig ab, nachdem sich die Hoffnungen auf ein Gebot zerschlagen hatten. Im Sommer fiel der Kurs bis auf fast 27,50 Euro zurück. Seit einiger Zeit gibt es aber wieder Berichte über ein Interesse von Investoren.

Am Dienstagabend berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass der schwedische Finanzinvestor EQT in fortgeschrittenen Verhandlungen über ein Gebot ist. Als möglicher Preis für eine in den USA gehandelte Aktie wurden in dem Artikel, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berief, 50 Dollar genannt. Das wären aktuell umgerechnet rund 44,50 Euro.

Nach Bloomberg-Informationen tritt die Qiagen-Spitze noch diese Woche zusammen, um über das EQT-Interesse zu beraten. Neben den Schweden soll auch der US-Finanzinvestor KKR ein Auge auf Qiagen geworfen haben. Vertreter der genannten Unternehmen wollten dem Bericht zufolge die Spekulationen nicht kommentieren.

Die in den Vereinigten Staaten gehandelten Anteile des Unternehmens legten in der Spitze um bis zu 9 Prozent auf fast 51 Dollar zu. Kurz vor Handelsende kostete die in New York gelistete Stammaktie 48,95 Dollar und damit rund fünf Prozent mehr als am Vortag. Anders als viele europäische Unternehmen ist Qiagen in den USA mit Stammaktien und nicht über Hinterlegungsscheine (ADRs) börsennotiert.

In den USA wird Qiagen derzeit mit etwas mehr als 10 Milliarden Dollar bewertet. Das sind umgerechnet knapp 9 Milliarden Euro. Qiagen hat keinen Großaktionär. Die Anteile sind breit gestreut.

Um Qiagen ranken sich seit vielen Jahren immer wieder Übernahmespekulationen. Anfang des Jahrzehnts war der US-Laborausrüster Thermo Fisher US8835561023 mit einem Gebot über 43 Euro je Aktie oder insgesamt etwas mehr als elf Milliarden Euro gescheitert. Der US-Konzern bekam den Widerstand von einigen Investoren zu spüren und erreichte deshalb die Mindestannahmeschwelle von 75 Prozent nicht.

Nach dem gescheiterten Versuch von Thermo Fisher sorgte die Corona-Pandemie für florierende Geschäfte des Unternehmens. Infolge dessen gab es auch immer wieder Berichte, dass sich sowohl große Unternehmen aus der Branche als auch Finanzinvestoren für Qiagen interessieren. Zusammen mit den guten Zahlen trieb das den Kurs bis auf mehr als 56 Euro. Es kam jedoch nie zu einem Gebot.

Danach kehrte mit Blick auf Übernahmegerüchte dann etwas mehr Ruhe ein, bevor sich in diesem Jahr die Spekulationen, beginnend mit dem Bloomberg-Bericht im Januar, wieder verdichteten.

Im Frühjahr bestätigte Qiagen, mithilfe von Banken als Berater strategische Optionen auszuloten. Diese Suche soll jetzt unter dem neuen Konzernchef Jonathan Pratt weitergeführt werden, wie Qiagen im August mitteilte. Pratt übernahm den Chefposten bei dem Labordienstleister und Diagnostikkonzern ab dem 1. September.

Mit dem bisherigen Chef der Filtration Group gewinnt Qiagen eigenen Angaben zufolge eine Führungskraft mit Erfahrung in der Steuerung von Übernahmethemen. Bei seinem bisherigen Arbeitgeber hatte er diesen Prozess bis zum Vollzug des Verkaufs an Parker-Hannifin US7010941042 vollzogen.

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de | NL0015002SN0 | AKTIE | boerse | 70378568 |