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AKTIEN IM FOKUS: Microsoft top, Alphabet flop - KI-Investitionen im Fokus

Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 11:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
In gegensĂ€tzliche Richtungen dĂŒrften am Donnerstag die Kurse der beiden US-Technologiegiganten Microsoft US5949181045 und Alphabet US02079K3059 laufen.

Beide hatten am Vorabend nach US-Börsenschluss Quartalszahlen vorgelegt, wobei Anleger einmal mehr auf das derzeit zentrale Thema der Investitionen in KI-Infrastruktur schauen und fragen, ob sich diese irgendwann rentieren.

Im vorbörslichen New Yorker Handel sackten die Anteile der Google US02079K1079-Mutter am Donnerstag um 10 Prozent ab, wÀhrend jene von Microsoft sich um 3 Prozent verteuerten. Der Kursrutsch von Alphabet bedeutet einen Börsenwertverlust von rund 200 Milliarden US-Dollar.

Microsoft war besser als von Experten erwartet in das laufende GeschĂ€ftsjahr gestartet, angetrieben von einem abermals hohen Wachstum der Cloud-Plattform Azure. Zudem ĂŒberraschte Microsoft bei den Investitionen positiv. Diese waren nicht ganz so hoch wie erwartet.

Die Microsoft-Aktien könnten am Donnerstag ihr bisheriges Rekordhoch von etwas mehr als 555 Dollar aus dem Sommer 2025 ĂŒbertreffen. Sowohl die GeschĂ€ftszahlen als auch der gesenkte Ausblick fĂŒr die Investitionen sollten die Optimisten in ihrer Erwartung einer Wachstumsbeschleunigung bestĂ€rken, hieß es in einer EinschĂ€tzung von JPMorgan.

Die Investitionsausgaben von Microsoft stiegen um 30 Prozent auf gut 45 Milliarden Dollar, lagen damit aber unter den Erwartungen. Jonathan Neilson, Leiter der Abteilung Investor Relations, erklÀrte dies mit Verzögerungen bei der Bereitstellung von Cloud-KapazitÀten durch Drittanbieter.

Die Experten von Index Radar werten es vor allem positiv, dass Microsoft trotz der Investitionen von rund 45 Milliarden Dollar einen freien Mittelzufluss von 18,6 Milliarden Dollar erwirtschaften und damit die Erwartungen klar ĂŒbertreffen konnte. "Die Botschaft: Der KI-Ausbau kostet enorme Summen, lĂ€sst sich aber weiterhin aus dem laufenden GeschĂ€ft finanzieren", lobte Index Radar. Bei Alphabet falle die Rechnung weniger ĂŒberzeugend aus. Steigenden Investitionen stehe ein mit rund neun Milliarden Dollar ins Minus gerutschter freie Cashflow gegenĂŒber.

Der Google-Mutterkonzern hatte im vergangenen Quartal mit seinem Umsatz die Erwartungen am Markt verfehlt und enttÀuschte auch beim Ergebnis. Die Kapitalinvestitionen kletterten auf gut 51 Milliarden Dollar weiter hinauf.

"Bei Microsoft erkennen Anleger zunehmend, wie sich die hohen KI-Ausgaben in Wachstum und Cashflow niederschlagen. Alphabet muss dagegen beweisen, dass die Investitionen nicht nur das Cloud-GeschĂ€ft antreiben, sondern auch das lukrative WerbegeschĂ€ft langfristig stĂ€rken", hieß es weiter von Index Radar. Denn ausgerechnet die Suchmaschine, die den KI-Ausbau finanziere, könnte durch neue KI-Anwendungen unter Druck geraten.

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de | US02079K3059 | AKTIEN | boerse | 70427564 |