kapitalerhoehungen.de - NĂ€chster Lithium-Boom 2024? Freyr Battery, Edison Lithium, VW, Mercedes â Wo sitzen die 100%er?
05.12.2023 - 17:35:00 | irw-press.comDas Jahr 2024 wird hochinteressant, soviel steht fest. Denn der sogenannte Elektro-Boom hat noch nicht stattgefunden, der sinkende Lithiumpreis mit -80 % im laufenden Jahr spricht BĂ€nde. NatĂŒrlich hĂ€ngen groĂe Investitionen wie z. B. ein vergleichsweise teures Elektrovehikel von der allgemeinen Lage und Subventionen ab. Beide Rahmenfaktoren zeigen aber nichts Gutes, im Gegenteil, die staatlichen Förderungen sinken und die hohe Teuerung lastet auf den Budgets der Privathaushalte. Warum den guten alten Diesel also nicht nochmal durch den TĂV bringen? Ein altes Fahrzeug weiter zu fahren, ist immerhin 100-mal nachhaltiger als ein neues Elektrofahrzeug mit seltenen und schwer förderbaren Metallen zu erwerben. An der Börse fragt man sich: Wer wird am Ende der Gewinner sein?
Autor: André Will-Laudien
ISIN: EDISON COBALT CORP. | CA28088P1009 , Freyr Battery | LU2360697374 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039
Edison Lithium â Jede Menge Lithium in Argentinien
Laut Benchmark Mineral Intelligence dĂŒrfte das Defizit in der Versorgung mit Lithiumcarbonat von aktuell 26.000 t auf ĂŒber 80.000 t bis in das Jahr 2025 steigen. Das bedeutet, dass die Preise fĂŒr das weiĂe Metall demnĂ€chst wieder drehen sollten. In den letzten 12 Monaten entwickelten sich die Kontraktpreise fĂŒr Lithium-Karbonat von 70.000 auf rund 15.000 USD nach unten. Folgt man den Experten, macht die Suche nach neuen Ressourcen jedoch Sinn, denn die Nachfrage wird sich wohl mindestens um 50 % erhöhen. Ob E-MobilitĂ€t oder Erneuerbare Energien, so gut wie alle Hightech-Segmente suchen nach den besten Energiespeichern. Und hier spielt Lithium noch ĂŒber Jahre eine tragende Rolle.
In Argentinien gibt es gigantische Lithium-Vorkommen. Das Land ist aber instabil und hat gerade eine schillernde Wahl hinter sich gebracht. Mit 11 Prozentpunkten Vorsprung gewinnt der Rechtspopulist Javier Milei die Stichwahl gegen den amtierenden Wirtschaftsminister Sergio Massa. Der selbsternannte "Anarcho-Kapitalist" verspricht eine radikale Kehrtwende zur Politik der regierenden Peronisten, die auf einen starken Sozialstaat gesetzt hatten. Er will die Zentralbank schlieĂen und die meisten Ministerien auflösen, Sozialausgaben drastisch kĂŒrzen und den US-Dollar als Zahlungsmittel einfĂŒhren. Er verspricht auĂerdem Freihandel ohne staatliche Auflagen oder Privilegien. Der US-Dollar als ReferenzgröĂe wĂŒrde den Bergbau in seinen Import- und ExportaktivitĂ€ten sogar unterstĂŒtzen.
Das begehrte Batterie-Metall Lithium stammt aus Salzpfannen oder Salzseen, zur Gewinnung kommen Verdunstungs- und Reinigungsanlagen zum Einsatz. Neben den groĂen Bergbauunternehmen wie z. B. Livent besitzt auch der kanadische Lithium- und Kobalt Explorer Edison Lithium Corp. ein Konzessionsgebiet ĂŒber 148.000 ha. Sie liegen in Salar Antofalla und Salar Pipanaco, erste geophysikalische Tests zeigen eine Solezone, die bis zu 300 m dick sein könnte. Neben diesen Lithium-Projekten besitzt das Unternehmen Claims fĂŒr ein Kobaltvorkommen im kanadischen Bundesstaat Quebec. Das von Thomas Edison Anfang der 1900er Jahre erschlossene Gebiet umfasst heute 4440 ha. Man findet hier Vererzungen von 0,14 % Kobalt und 0,68 Gramm Gold je Tonne. Nun wird das Kobalt-Projekt Kittson an die bestehenden AktionĂ€re im VerhĂ€ltnis 1:1 abgespalten, die neuen Aktien sollen alsbald auch notiert sein. Edison CEO Nathan Rotstein, kommentierte: "Wir freuen uns ĂŒber diese Nachricht, die den Prozess vorantreibt, dass wir in der Lage sind, zwei Pure Play-Vehikel im wichtigen Bereich der Batteriemetalle anzubieten."
Die EDDY-Aktie ist wegen dem Verfall der Lithium-Preise unter Druck geraten. Aktuell werden die 14,5 Mio. Aktien mit niedrigen 0,22 CAD gehandelt. Im Langfristchart lĂ€sst sich eine Bodenbildung bei etwa 0,16 bis 0,20 CAD feststellen. Edison Lithium ist wegen seiner ĂŒppigen Vorkommen und der bevorstehenden Abspaltung der Kobalt-Projekte eine interessante Beimischung im Depot fĂŒr kĂŒnftige Batteriemetall-Produzenten.
Freyr Battery â Rebound nach dem Sellout?
Der norwegische Batterie-Hersteller Freyr Battery macht wieder von sich reden. Mit den letzten Q3-Zahlen berichtete das Unternehmen von UmsÀtzen i. H. v. nur 3 Mio. USD, aber korrespondierenden Verlusten von 128 Mio. USD. Das brachte den Kurs erheblich unter Druck. Bis auf 1,29 EUR fiel er Ende November, dann startete der Rebound. In nur drei Handelstagen hat der Preis fast 40 % auf 1,78 EUR zulegen können. Was war passiert?
Das Management veröffentlichte ĂŒberraschend ein paar operative Fortschritte. Nach erfolgreichen Anpassungen der KathodengieĂanlage, ist Freyr nun in der Lage, an seiner SemiSolidTM Technologieplattform weiterzuarbeiten. Mit Blick auf das Jahr 2024 hat fĂŒr Freyr nun oberste PrioritĂ€t, die Inbetriebnahme seiner Konsumenten-Qualifizierungsanlage (CQP) abzuschlieĂen und mit der Produktion von spezifizierbaren, geprĂŒften Batterien zu beginnen. Nun gibt es nur noch einige technische Anforderungen zu meistern und die Test-Produktion kann beginnen. Das besĂ€nftigt die vielen freien AktionĂ€re und schafft wieder einen Funken Phantasie. Das Unternehmen wurde bereits mit ĂŒber 2 Mrd. EUR bewertet und ist nach 11 Monaten Korrekturbewegung zu einer Bewertung von 233 Mio. EUR zu haben. Ein Wehrmutstropfen: Vermutlich kommt aber auf leicht erhöhtem Niveau die nĂ€chste Kapitalerhöhung. Nehmen sie den Wert trotzdem auf die Watchlist!
VW und Mercedes â Gibt es eine Chance gegen China?
Die deutschen Premium-Hersteller haben einen schweren Stand gegenĂŒber China im GeschĂ€ft mit den Elektromobilen der Zukunft. WĂ€hrend die chinesischen Hersteller wie BYD oder NIO höchstdynamisch auf die europĂ€ischen MĂ€rkte drĂ€ngen, geht der Marktanteil von VW und Mercedes in China merklich zurĂŒck. Mit 740.000 Fahrzeugen aller Konzernmarken wurden bis August 2023 noch 5,7 Prozent mehr VW-Modelle ausgeliefert als im schwachen Vorjahresmonat, danach sank die Nachfrage erheblich.
Nun haben die Wolfsburger reagiert und ihre Preise drastisch gesenkt. Damit konnte man zuletzt den Absatz der elektrischen Modelle wieder etwas steigern. GerĂŒchten zufolge sind die Verluste pro Fahrzeug aber immens. Mercedes macht es etwas besser, hier konnte man seinen Absatz an E-Fahrzeugen sogar bis Ende September nahezu verdoppeln, ganze 175.000 Fahrzeuge wurden vor allem im oberen Preissegment verkauft. Die Analyse zeigt, dass gerade teure Fahrzeuge bei der immer wohlhabenderen Mittelschicht in China gefragt sind. Im hochpreisigen Sektor kann âMade in Germanyâ tatsĂ€chlich punkten, wohingegen das untere Segment wohl bald komplett an asiatische Billig-Hersteller geht.
Die Aktien von VW und Mercedes konnten sich seit Ende Oktober deutlich stabilisieren. VW stieg von 98 auf 108 EUR und die Stuttgarter schafften ebenso 10 % von 55 auf 60 EUR. Anleger sollten sich die Fundamentaldaten auf der Zunge zergehen lassen: KGV 2024e von 3,5 bei VW und 5,1 bei Mercedes. Obendrein gibt es bei beiden Unternehmen eine Dividende von 8 %. Attraktiver geht wohl kaum!

Die Fahrzeugwerte können die DAX-Performance im laufenden Jahr nicht erreichen. Regelrecht abverkauft wurden die völlig ĂŒberzogen bewertete Freyr Battery. Der Lithium-Spezialist Edison hatte den Spotpreis-Verfall im Lithium bislang 1:1 abgebildet, genau das ist aber die groĂe Chance fĂŒr das kommende Jahr. Quelle: Refinitiv Eikon 04.12.2023
Wer hĂ€tte das gedacht! Anstatt neue Rekordzahlen aus dem E-MobilitĂ€ts-Sektor gehen die Verkaufszahlen derzeit eher nach unten. Auch der Lithiumpreis korrigiert um rund 80 %. Da die BeschlĂŒsse zur KlimaneutralitĂ€t aber weiter Bestand haben, dĂŒrften neue Gesetze fĂŒr âPflicht-AbsĂ€tzeâ sorgen. Vielleicht sind somit die aktuellen Ausverkaufspreise im Sektor eine historische Kaufgelegenheit. VW und Mercedes sind sehr gĂŒnstige Standardtitel, auch Freyr und Edison Lithium haben ihren spekulativen Charme.
Der Autor
Der gebĂŒrtige MĂŒnchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t. Da er sich schon sehr frĂŒhzeitig mit der Börse beschĂ€ftigte, verfĂŒgt er heute ĂŒber mehr als 30 Jahre Erfahrung an den KapitalmĂ€rkten.
Interessenskonflikt
GemÀà §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend âRelevante Personenâ) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hĂ€lt bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu verĂ€uĂern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als âTransaktionâ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.
Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tÀtig.
Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten fĂŒr alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH fĂŒr Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.
Risikohinweis
Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. Ă€. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschlieĂlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot fĂŒr die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.
Bei den Inhalten handelt es sich ausdrĂŒcklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchfĂŒhren, handeln vollstĂ€ndig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.
Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals fĂŒhren können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfĂ€ltiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung fĂŒr VermögensschĂ€den oder eine inhaltliche Garantie fĂŒr AktualitĂ€t, Richtigkeit, Angemessenheit und VollstĂ€ndigkeit der hier angebotenen Inhalte ĂŒbernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.
Informationen gem. § 5 Telemediengesetz und § 55 Abs. 1 Rundfunkstaatsvertrag (RStV)
Die Seite www.kapitalerhoehungen.de wird bereitgestellt durch die Apaton Finance GmbH.
ANSCHRIFT:
Apaton Finance GmbH
Ellernstr. 34
30175 Hannover
Deutschland/Germany
Tel.: +49 / 511 / 6768-731
Fax: +49 / 511 / 6768-730
So schÀtzen die Börsenprofis kapitalerhoehungen.de Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

