Air Liquide wächst weiter - Hohe Nachfrage nach Gasen für KI-Halbleiter
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 13:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWSZudem profitierten die Franzosen von einem guten Handelsgeschäft. An der Börse kamen die Nachrichten gut an.
Mit einem Aufschlag von zuletzt rund 3,1 Prozent war die Air-Liquide-Aktie unter den Favoriten im EuroStoxx 50 EU0009658145. Damit setzt sich die Mitte September begonnene Erholung fort. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 12 Prozent gewonnen und sich damit besser entwickelt als der Index. Allerdings ist die Aktie von ihrem bisherigen Jahreshoch aus dem April bei fast 190 Euro noch ein gutes Stück entfernt. Derzeit kostet ein Papier knapp 180 Euro.
Der Umsatz stieg im dritten Quartal im Jahresvergleich um 10 Prozent auf 7,26 Milliarden Euro, wie der Linde-Rivale IE000S9YS762 am Donnerstag in Paris mitteilte. Das ist mehr als von Analysten erwartet. Um Währungs-, Energiepreis- und Portfolioeffekte bereinigt betrug das vergleichbare Wachstum 3,0 Prozent. Damit beschleunigte sich das Tempo im Vergleich zum ersten Halbjahr. Schwung gaben Air Liquide vor allem die Regionen Asien-Pazifik und Americas mit Nordamerika und Ländern in Lateinamerika.
Das organische Umsatzwachstum des Konzerns falle leicht besser aus als erwartet, schrieb Analyst Chetan Udeshi von der US-Bank JPMorgan. Die entsprechende Planung für das Schlussquartal könne hingegen ein wenig enttäuschen. Der Konzern hat für das letzte Quartal ein vergleichbares Wachstum in ähnlicher Größenordnung wie im dritten Quartal in Aussicht gestellt.
Das Management bestätigte seine Ziele für das laufende und das kommende Jahr. 2026 soll die operative Marge um einen Prozentpunkt steigen und der bereinigte Nettogewinn zu konstanten Wechselkursen zulegen. Dazu trägt auch ein Sparprogramm bei: Mit 143 Millionen Euro im dritten Quartal summierten sich die Einsparungen bis Ende September auf 441 Millionen.
Auch 2027 soll sich die operative Marge um einen Prozentpunkt verbessern. Von 2022 bis 2027 strebt Air Liquide damit einen Anstieg der Profitabilität um insgesamt 5,6 Prozentpunkte an.
Dabei steckt der Konzern kräftig weiter Geld in sein Wachstum. Die Investitionen hätten neue Höhen erreicht, hieß es, und seien seit Jahresbeginn auf mehr als 4,1 Milliarden Euro gestiegen. 441 Millionen davon fielen im dritten Quartal an. Zudem startet das Unternehmen die erste Tranche eines bereits angekündigten Aktienrückkaufs, der sich bis Ende 2028 auf insgesamt vier Milliarden Euro belaufen soll.
