Andritz-Aktie steigt: Management sieht Umsatz am Prognoseband oben
Veröffentlicht am: 03.11.2026 um 15:04 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWSAndritz hält Wachstumskurs
- Der Auftragseingang blieb im dritten Quartal zum achten Mal in Folge über zwei Milliarden Euro.
- Der Rekord-Auftragsstand verbessert die Sichtbarkeit künftiger Erlöse.
- Das Management erwartet für das vierte Quartal keinen Rückgang beim Auftragseingang.
- Die Umsatz- und Margenziele für 2026 sowie die Mittelfristziele für 2029 bleiben bestätigt.
Andritz hat im dritten Quartal 2026 Umsatz und Ergebnis gesteigert. Im anschließenden Earnings Call stellte Vorstandschef Joachim Schönbeck zudem einen Auftragseingang im vierten Quartal mindestens auf dem Niveau des Vorquartals in Aussicht und bezeichnete das obere Ende der Umsatzprognose als realistische Annahme.
Der Realtime-Kurs der Andritz-Aktie lag am Dienstag, 3. November 2026, um 15:01 Uhr Berliner Zeit bei Lang & Schwarz bei 82,60 Euro, 1,47 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Montag, 2. November. Gegenüber dem Kurs von 80,90 Euro im eigenen Bericht vom 2. November entspricht das einem Plus von 2,10 Prozent. Dieser Vergleich ist vom Tagesvergleich mit Xetra getrennt zu betrachten.
Rekord-Auftragsstand stützt Perspektive
Nach Angaben von ANDRITZ erhöhte sich der Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,2 Prozent auf 2.059,6 Millionen Euro. Das vergleichbare EBITA stieg um 10,3 Prozent auf 184,9 Millionen Euro, die Marge lag bei 9,0 Prozent.
Der Auftragseingang erreichte 2.166,2 Millionen Euro und blieb damit das achte Quartal in Folge über der Marke von zwei Milliarden Euro. Der Auftragsstand betrug zum 30. September 12.729,1 Millionen Euro und lag 21,7 Prozent über dem Jahresende 2025. Hydropower und Metals trugen das Wachstum beim Auftragseingang, während Pulp & Paper und Environment & Energy rückläufige Bestellungen meldeten.
Oberes Ende der Prognose im Blick
Im Earnings Call sagte Schönbeck, Andritz erwarte im vierten Quartal keinen Rückgang des Auftragseingangs gegenüber dem dritten Quartal. Für 2026 bestätigte der Konzern einen Umsatz von 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro und eine vergleichbare EBITA-Marge von 8,7 bis 9,1 Prozent. Die mittelfristigen Ziele sehen bis 2029 einen Umsatz von 10 Milliarden Euro und eine vergleichbare EBITA-Marge von 10 Prozent vor.
Für Anleger rückt damit die Umsetzung des hohen Auftragsbestands in Umsatz und Ergebnis in den Mittelpunkt. Zugleich bleiben die schwächeren Bestellungen in einzelnen Geschäftsbereichen und die projektbedingte Ausführung ein wichtiger Beobachtungspunkt.
Andritz AG auf einen Blick
- Unternehmen: Andritz AG
- ISIN: AT0000730007
- Ticker: AZ2.DE
- L&S-Kurs: 82,60 Euro am 3. November 2026 um 15:01 Uhr
- Veränderung: 1,47 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss vom 2. November 2026
- Q3-Umsatz: 2.059,6 Millionen Euro, plus 9,2 Prozent
- Auftragsstand: 12.729,1 Millionen Euro zum 30. September 2026
Der österreichische ATX liefert den passenden Marktvergleich für die Andritz-Aktie.
