Europäische Mittelständler erzielen durch Dekarbonisierung zunehmend Wettbewerbsvorteile
18.06.2026 - 11:30:03 | dgap.de| Emittent / Herausgeber: Argos Fund GmbH / Schlagwort(e): Sonstiges 18.06.2026 / 11:30 CET/CEST Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Argos – BCG Climate Transition Barometer 4. Edition – 2026 Europäische Mittelständler erzielen durch Dekarbonisierung zunehmend Wettbewerbsvorteile Die wirtschaftlichen Effekte der Dekarbonisierung werden greifbar; mehr als jedes zweite Unternehmen sieht konkrete Wettbewerbsvorteile (x3 seit 2023) Tiefgreifende Transformationen gewinnen an Fahrt Neun von zehn Unternehmen betrachten die Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen weiterhin als wichtig oder kritisch Finanzierung bleibt die größte Herausforderung für eine beschleunigte Transformation PRESSEMITTEILUNG 18. Juni 2026 Auch im aktuell unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld ist die Dekarbonisierung für mittelständische europäische Unternehmen weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Strategie. Das gaben 9 von 10 (88 %) der kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) sowie Mid-Cap-Unternehmen an, die für die vierte Ausgabe des Argos-BCG-Barometers befragt wurden. Mehr als die Hälfte (56 %) erzielen durch die Dekarbonisierung bereits einen konkreten Wettbewerbsvorteil. Die Zahlen bestätigen, dass die Klimatransformation eine Phase der Reife erreicht hat. Die Studie wurde zwischen Mitte März und Mitte April 2026 unter 750 Führungskräften von Mittelständlern in Kontinentaleuropa und dem Vereinigten Königreich durchgeführt. Sie zeigt nicht nur, dass europäische Unternehmen ihre Klimaziele trotz Unsicherheiten auf einem sehr hohen Niveau halten. Deutlich wird auch: Dekarbonisierung verfolgt nicht länger in erster Linie ökologische Ziele – sie entwickelt sich zunehmend zu einem Hebel für Wettbewerbsfähigkeit und strategische Transformation.
1. Dekarbonisierung bleibt eine klare Priorität Das Engagement europäischer KMU und Mid-Cap-Unternehmen für die Klimatransformation bleibt hoch. 88 % der befragten Unternehmen betrachten die Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen als wichtig oder kritisch. Trotz eines unsicheren wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds sowie der jüngsten Lockerung bestimmter europäischer Nachhaltigkeitsvorgaben halten die Unternehmen an ihren Zielen fest: 85 % planen, ihre Dekarbonisierungsmaßnahmen beizubehalten oder zu beschleunigen. 2. Dekarbonisierung wird zum Hebel für die Transformation des Kerngeschäfts –Optimierungsmaßnahmen wurden umgesetzt, der Fokus liegt nun auf strukturellen Veränderungen. Für 73 % der Unternehmen sehen in der Dekarbonisierung eine Chance zur Wertschöpfung – ein Wert, der gegenüber den vorherigen Ausgaben des Barometers gestiegen ist. Diese Entwicklung geht mit einer Veränderung der ergriffenen Maßnahmen einher. Nachdem viele Optimierungsmaßnahmen bereits umgesetzt wurden, richten Unternehmen ihren Fokus zunehmend auf strukturellere Veränderungen: 54 % haben ihr Geschäftsmodell angepasst, um ihren CO?-Fußabdruck zu reduzieren – beispielsweise durch die Entwicklung umweltfreundlicherer Produkte oder Dienstleistungen. Das sind doppelt so viele wie 2023. Gleichzeitig haben 58 % Eco-Design-Ansätze eingeführt, ein Anstieg um elf Prozentpunkte gegenüber 2025. „Die Dekarbonisierung verändert ihren Charakter: Sie ist nicht länger ausschließlich eine Frage operativer Verbesserungen, sondern wird zu einem Hebel für strategische Differenzierung und die nachhaltige Transformation von Unternehmen. Das Jahr 2026 markiert einen Wendepunkt: Dekarbonisierung ist nicht mehr nur ein Ziel, sondern ein Treiber von Wettbewerbsfähigkeit.“ Simon Guichard, Partner, Argos Fund 3. Unternehmen mit einer strukturierten Klimastrategie ziehen aus der Dekarbonisierung einen Wettbewerbsvorteil Die wirtschaftlichen Vorteile der Dekarbonisierung werden zunehmend greifbar. 56 % der Befragten geben an, durch ihre Dekarbonisierungsmaßnahmen bereits einen Wettbewerbsvorteil erzielt zu haben – ein Wert, der sich seit 2023 verdreifacht hat. 70 % nennen Energieeffizienz und Kosteneinsparungen, 48 % die Erschließung neuer Märkte beziehungsweise Marktanteilsgewinne und 45 % verbesserte Finanzierungskonditionen. 34 % der Unternehmen investieren mittlerweile in erheblichem Umfang im Rahmen einer strukturierten Klimastrategie in die Dekarbonisierung– ebenfalls dreimal so viele wie 2023 „Die fortschrittlichsten Unternehmen erzielen die besten Ergebnisse: 66 % der Unternehmen, die einen Wettbewerbsvorteil festgestellt haben, gehören zu denjenigen, die Investitionen mit einer strukturierten Klimastrategie kombiniert haben. Dekarbonisierung schafft Wert, wenn sie Teil einer langfristigen Vision ist.“ Mehdi Ifourah, Principal, BCG 4. Finanzierung bleibt die größte Herausforderung für eine beschleunigte Transformation Trotz hoher Ambitionen bestehen weiterhin Hindernisse. 58 % der Unternehmen nennen finanzielle Einschränkungen als größte Hürde bei der Umsetzung ihrer Dekarbonisierungsprojekte. Der Zugang zu geeigneten Finanzierungslösungen erscheint daher entscheidend, damit KMU und Mid-Cap-Unternehmen ihre Investitionen fortsetzen und die nächste Stufe ihrer Transformation erreichen können. 5. Blick nach Deutschland: Anhaltende Dynamik trotz geopolitischer Unsicherheiten Trotz politischer Verwerfungen verstärken 40 % der deutschen Mittelständler ihre Transformationsbemühungen. Die wirtschaftliche Logik hinter der Dekarbonisierung scheint inzwischen tief in der Industrie verankert zu sein und sorgt dafür, dass die Dynamik anhält. Der wichtigste Treiber sind die Anforderungen der Kunden: 69 % der deutschen Unternehmen, die ihre Dekarbonisierungsmaßnahmen verstärken, nennen Kundenerwartungen als ausschlaggebenden Faktor – der höchste Wert in Europa. Dies spiegelt den Druck entlang eng verflochtener B2B-Lieferketten wider, insbesondere in Branchen wie der Automobilindustrie, der Chemieindustrie und dem Maschinenbau. Deutsche mittelständische Unternehmen dekarbonisieren nicht nur aufgrund regulatorischer Vorgaben, sondern zunehmend auch, weil ihre Kunden dies einfordern. Dies stellt eine tragfähigere Grundlage dar als reine Compliance-Anforderungen. Die zentrale Herausforderung besteht nun darin, den Übergang von regulatorisch getriebenem Handeln zu einer aus eigener Überzeugung verfolgten Transformation zu schaffen. Unternehmen, die den wirtschaftlichen Nutzen der Dekarbonisierung bislang nicht verinnerlicht haben, könnten ihre Anstrengungen zurückfahren, wenn der regulatorische Druck nachlässt. Methodik Für die Studie wurden 750 kleine und mittelgroße Unternehmen in fünf europäischen Regionen (Frankreich, Deutschland, Italien, Benelux und Vereinigtes Königreich) befragt, jeweils 150 Unternehmen pro Region. Die Befragung wurde von OpinionWay durchgeführt. 81 % der Teilnehmer bekleiden Führungspositionen, die übrigen sind unmittelbar für Nachhaltigkeit beziehungsweise CSR verantwortlich. Die Studie umfasst rund 100 mittelständische Unternehmen pro Branche aus sieben für die Dekarbonisierung besonders relevanten Sektoren. Die Unternehmen befinden sich überwiegend in privatem oder börsennotiertem Besitz, erzielen Umsätze von weniger als 500 Millionen Euro und beschäftigen zwischen 50 und 1.000 Mitarbeiter. Über das Argos x BCG Climate Transition Barometer Das Barometer misst die Entwicklung der Dekarbonisierungsanstrengungen von KMU und Mid-Cap-Unternehmen in Europa und hebt deren zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel hervor. Mit dem Barometer verfolgen Argos und BCG das Ziel, diese Entwicklungen kontinuierlich zu beobachten und Unternehmen auf ihrem Weg in eine nachhaltigere Zukunft zu begleiten. ### Über Argos argos.fund Ein Unternehmen, zwei Strategien. Argos ist eine unabhängige europäische Beteiligungs-gesellschaft, die mit sechs Büros (Amsterdam, Brüssel, Frankfurt, Luxemburg, Mailand und Paris) in vier Regionen tätig ist (Benelux, DACH, Frankreich und Italien). Seit der Gründung vor mehr als 35 Jahren wurden bisher mehr als 100 Unternehmen begleitet. Argos verwaltet derzeit ein Vermögen von rund 2,3 Mrd. Euro, geht Mehrheitsbeteiligungen ein und investiert i.d.R. zwischen € 15 Mio. und € 100 Mio. Eigenkapital unter einer der beiden Strategien: Der Midmarket-Fonds unterstützt Unternehmen dabei, ihr volles Potenzial zu entfalten und die nächste Wachstumsstufe zu erreichen Der Climate-Action-Fonds (SFDR 9) entwickelt durch Maßnahmen zur Transformation „von grau zu grün“ nachhaltige europäische Marktführer Über Boston Consulting Group Die Boston Consulting Group (BCG) arbeitet mit Führungskräften aus Wirtschaft und Gesellschaft weltweit zusammen, um deren größte Herausforderungen zu bewältigen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1963 hat BCG die Strategieberatung maßgeblich geprägt. Heute unterstützt das Unternehmen seine Kunden bei umfassenden Transformationen, um Wachstum zu beschleunigen, nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen und messbare Ergebnisse zu erzielen. Der Erfolg von Organisationen hängt heute davon ab, menschliche und digitale Fähigkeiten optimal miteinander zu verbinden. Die Teams von BCG vereinen tiefgehende Branchenkenntnisse und funktionale Expertise. Das Leistungsangebot von BCG umfasst Strategieberatung auf höchstem Niveau, Design, die Implementierung neuer Technologien sowie den Aufbau digitaler Geschäftsmodelle – stets im Einklang mit dem Unternehmenszweck. Dabei arbeitet BCG im Rahmen eines einzigartigen kollaborativen Modells eng mit seinen Kunden auf allen Ebenen der Organisation zusammen. Pressekontakte
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