Bank of America-Aktie zwischen KI-Kosten und Einsparpotenzial
Veröffentlicht am: 05.11.2026 um 13:28 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWSKI erhöht kurzfristig den Kostendruck
- Bank of America setzte 1.000 externe KrĂ€fte neben 3.000 internen Mitarbeitern fĂŒr Software-Reparaturen ein.
- Die zusĂ€tzlichen Ausgaben fĂŒr Software-Reparaturen und GeldwĂ€sche-Compliance sollen nach Abschluss des ArbeitsrĂŒckstands sinken.
- Management erwartet aus rund 130 internen KI-Projekten deutlich höhere Einsparungen im kommenden Jahr.
Die Bank of America steht vor einem zweischneidigen KI-Effekt: Die Technologie soll Kosten senken, legt aber zugleich Schwachstellen in Àlterer Software offen. In einem am Mittwoch, 14. Oktober 2026, veröffentlichten Bericht schilderte CNBC Aussagen von CEO Brian Moynihan zu dem zusÀtzlichen Aufwand.
Reparaturen belasten zunÀchst die Kosten
Bank of America setzte 1.000 externe Auftragnehmer ein, die neben rund 3.000 internen Mitarbeitern Schwachstellen in eigener Software und in Programmen von Lieferanten beheben. Auslöser waren unter anderem fortgeschrittene KI-Modelle wie Anthropics Mythos, die Ă€ltere SicherheitslĂŒcken schneller sichtbar machen können.
Moynihan bezifferte die Belastung im dritten Quartal auf mehrere hundert Millionen US-Dollar plus. Der Betrag umfasst jedoch sowohl die Software-Reparaturen als auch regulatorische Arbeiten zur BekĂ€mpfung von GeldwĂ€sche und lĂ€sst die reinen KI-Kosten daher nicht isoliert erkennen. Der Vorstandschef rechnet damit, dass der Aufwand nach dem Abarbeiten des RĂŒckstands zurĂŒckgeht: Nach erfolgter Reparatur sinke der laufende Bedarf an solchen Arbeiten.
Einsparungen sollen den Aufwand ausgleichen
Dem kurzfristigen Kostendruck stehen rund 130 interne KI-Projekte gegenĂŒber. Nach Angaben des Managements sollen die daraus erwarteten Einsparungen von 300 Millionen US-Dollar im Jahr 2026 auf 700 Millionen US-Dollar im Jahr 2027 steigen. FĂŒr Anleger hĂ€ngt die Entlastung damit von zwei Entwicklungen ab: der Geschwindigkeit der Software-Reparaturen und der Umsetzung der geplanten Effizienzgewinne.
Die Bank verringerte ihre Belegschaft nach Moynihans Angaben binnen eines Jahres um rund 3.400 BeschĂ€ftigte; zugleich wurde die Zahl der Manager um etwa 5 Prozent reduziert. Welcher Anteil dieser VerĂ€nderung unmittelbar auf KI zurĂŒckgeht, blieb offen. Die Aussage zum Personal unterstreicht jedoch, dass die Bank neben technischen Investitionen auch ihre Kostenstruktur anpasst.
Kurs bleibt im Anlegerfokus
Die Aussagen erhöhten die Aufmerksamkeit fĂŒr die operative Umsetzung. CNBC berichtete, dass die Bank-of-America-Aktie am 14. Oktober 2026 zeitweise bis zu 8 Prozent nachgab, als Moynihan die zusĂ€tzlichen Aufwendungen erlĂ€uterte. Der Realtime-Kurs der Bank of America-Aktie lag am Donnerstag, 5. November 2026, um 13:19 Uhr bei Lang & Schwarz bei 46,93 Euro.
Bank of America Corporation
- ISIN: US0605051046
- Handelsplatz: Lang & Schwarz
- Kurs: 46,93 Euro am 5. November 2026, 13:19 Uhr Berliner Zeit
Am US-Aktienmarkt bleibt der S&P 500 das maĂgebliche Marktumfeld fĂŒr US-Bankentitel.
