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Bayer-Aktie: Pharmageschäft treibt höheren Jahresausblick

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 09:29 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Bayer-Aktie steht nach starken Quartalszahlen und einem angehobenen Ausblick im Anlegerfokus. Pharmaceuticals bleibt der wichtigste Wachstumstreiber.

Pharmageschäft verbessert den Ausblick

  • Bayer steigerte Umsatz und EBITDA vor Sondereinflüssen im dritten Quartal.
  • Nubeqa und Kerendia trieben das Wachstum der Pharmasparte.
  • Der Konzern hob die Ziele für bereinigtes EBITDA, Free Cashflow und Nettofinanzverschuldung an.
Bayer, DE000BAY0017, Illustration mit AI erstellt.

Bayer hat am Dienstag, 3. November 2026, mit den Zahlen zum dritten Quartal den Jahresausblick verbessert. Laut der Bayer-Mitteilung stieg der Konzernumsatz im dritten Quartal auf 10,053 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sondereinflüssen erhöhte sich um 6,9 Prozent auf 1,615 Milliarden Euro.

Pharma treibt die operative Entwicklung

Die Pharmasparte erwirtschaftete einen Umsatz von 4,680 Milliarden Euro und lag damit währungs- und portfoliobereinigt 6,4 Prozent über dem Vorjahr. Besonders stark entwickelten sich die Krebsmedizin Nubeqa und das Mittel Kerendia gegen chronische Nierenerkrankungen und Herzinsuffizienz. Ihre Erlöse legten währungs- und portfoliobereinigt um 58,3 beziehungsweise 64,9 Prozent zu.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals stieg um 23,6 Prozent auf 1,292 Milliarden Euro. Die Marge verbesserte sich um 3,5 Prozentpunkte auf 27,6 Prozent. Belastungen durch Patentabläufe bei Xarelto und Eylea blieben bestehen, schwächten sich laut Bayer aber allmählich ab. In der Agrarsparte Crop Science ging das bereinigte EBITDA im saisonal schwächeren Quartal um 41,3 Prozent auf 101 Millionen Euro zurück.

Neue Ziele für Gewinn und Cashflow

Bayer erhöhte die Prognose für die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen von Pharmaceuticals auf 25 bis 27 Prozent, nach zuvor 23 bis 25 Prozent. Für den Konzern wird nun ein währungsbereinigtes EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,8 bis 10,3 Milliarden Euro erwartet. Die bisherige Spanne reichte von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro.

Auch beim Free Cashflow und bei der Verschuldung wurde Bayer zuversichtlicher. Der erwartete Free Cashflow liegt nun zwischen minus 1,5 und minus 0,5 Milliarden Euro, während zuvor minus 2,5 bis minus 1,5 Milliarden Euro angepeilt wurden. Die Nettofinanzverschuldung soll zum Jahresende 28,0 bis 29,0 Milliarden Euro betragen, verglichen mit zuvor 29,0 bis 30,0 Milliarden Euro.

Der Realtime-Kurs der Bayer-Aktie lag am Mittwoch, 4. November 2026, um 09:19 Uhr bei Lang & Schwarz bei 52,54 Euro, 1,35 Prozent über dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag, 3. November.

Rechtsrisiken bleiben im Blick

Neben dem operativen Fortschritt bleiben die Glyphosat-Verfahren für Anleger relevant. Bayer verwies auf einen jüngsten US-Juryentscheid zugunsten der Monsanto-Tochter und erwartet eine wichtige Entscheidung zum Sammelvergleich. Zugleich belasteten Vergleichszahlungen den Free Cashflow im Quartal.

Bayer im Überblick

  • Unternehmen: Bayer AG
  • ISIN: DE000BAY0017
  • Handelsplatz: Lang & Schwarz
  • Kurs: 52,54 Euro am 4. November 2026, 09:19 Uhr
  • Vergleich: 1,35 Prozent über dem Xetra-Schluss vom 3. November 2026
  • Geschäftsbereich im Fokus: Pharmaceuticals

Das Marktumfeld für deutsche Standardwerte verfolgen Anleger über den DAX.

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