Drax, GB00B1VNSX38

Die Drax-Aktie steht nach UBS-EinschÀtzung und AufkaufplÀnen im Fokus

Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 19:24 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Die Drax-Aktie reagiert auf eine neue EinschĂ€tzung von UBS und den geplanten RĂŒckkauf eigener Aktien; fĂŒr Anleger rĂŒcken Bewertung, Gewinnperspektiven und die Rolle von Biomasse im europĂ€ischen Energiemarkt in den Mittelpunkt.

Modernes 3D-Render einer Biomasseanlage mit Lagersilos und glÀserner Turbinenhalle
Architektonisches 3D-Render einer Energieanlage im Stil von Drax Group plc, ISIN GB00B1VNSX38, mit Silos, Illustration mit AI erstellt.

Der britische Energieerzeuger Drax (ISIN GB00B1VNSX38) bleibt mit seiner Drax-Aktie durch die jĂŒngste Neubewertung einer Großbank und den geplanten RĂŒckkauf eigener Aktien im GesprĂ€ch. Laut einem am 25.08.2026 veröffentlichten Bericht von UBS, den ein Finanzportal zusammenfasst, wurde das Kursmodell angepasst und die SchĂ€tzung fĂŒr den Gewinn je Aktie im Jahr 2026 um 9 Prozent erhöht, nachdem Drax einen Zukauf im Solarbereich vereinbart hat.

UBS sieht höhere Gewinne bei Drax

Wie ein Bericht von Proactive Investors ĂŒber eine aktuelle Analyse von UBS am 25.08.2026 ausfĂŒhrt, hebt die Bank ihre Prognose fĂŒr den Gewinn je Aktie von Drax fĂŒr das Jahr 2026 um 9 Prozent an, weil die Integration eines rund 1,08 Milliarden Pfund schweren Solarportfolios das Ergebnis ab 2026 stĂŒtzen soll. Gleichzeitig bleibt die Einstufung laut dieser Auswertung auf 'neutral', womit UBS trotz der höheren EPS-SchĂ€tzung kein klares Über- oder Untergewicht signalisiert.

Das Papier berichtet zudem, dass UBS mit Blick auf das GeschĂ€ft von Drax Risiken durch steigende Kosten fĂŒr Biomasse-Brennstoffe hervorhebt. Die Analysten verweisen dabei auf Inflationsdruck bei den Brennstoffkosten, der die ProfitabilitĂ€t schmĂ€lern kann, falls höhere Aufwendungen nicht vollstĂ€ndig ĂŒber langfristige VertrĂ€ge oder den Strompreis kompensiert werden. Die Kombination aus höherer EPS-Prognose und Kostenrisiken fĂŒhrt laut Analyse zu einem eher ausgewogenen Chancen-Risiko-Profil.

AktienrĂŒckkauf von 325 Millionen Pfund verzögert sich

Wesentlicher Bestandteil der aktuellen Diskussion ist ein geplanter AktienrĂŒckkauf von Drax im Volumen von 325 Millionen Pfund, den das genannte Finanzportal unter Bezug auf UBS thematisiert. Nach dieser Darstellung rechnet die Bank damit, dass sich der RĂŒckkauf im Vergleich zu frĂŒheren Erwartungen verzögert, was fĂŒr Anleger die Frage aufwirft, wann genau das Programm die Zahl der ausstehenden Aktien reduziert und damit den Gewinn je Aktie stĂŒtzt.

Der geplante Umfang von 325 Millionen Pfund ist fĂŒr ein Unternehmen der GrĂ¶ĂŸenordnung von Drax ein bedeutender Betrag und könnte, sobald es umgesetzt ist, den Gewinn je Aktie sichtbar erhöhen. Zugleich bleibt der investive Fokus auf erneuerbare Energien bestehen, da Drax mit dem Erwerb eines großen Solarportfolios seine PrĂ€senz im Bereich CO2-armer Stromerzeugung weiter ausbaut. FĂŒr Anleger entsteht damit ein Spannungsfeld zwischen KapitalrĂŒckfĂŒhrung und Wachstumsinvestitionen.

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Biomasse und Solar als zentrale Standbeine

Drax betreibt in Großbritannien eine der bekanntesten UmrĂŒstungen eines ehemaligen Kohlekraftwerks auf Biomasse, wobei ein erheblicher Teil der Stromproduktion heute aus Holzpellets stammt. Mit dem zusĂ€tzlich geplanten Erwerb eines Solarportfolios ĂŒber 1,08 Milliarden Pfund baut der Konzern seine KapazitĂ€ten in einer zweiten CO2-armen Technologie aus, um Einnahmen breiter aufzustellen und politisch-regulatorische Risiken auf mehrere Technologien zu verteilen.

FĂŒr das operative GeschĂ€ft bedeutet diese Strategie, dass Drax stĂ€rker von EinspeisevertrĂ€gen, KapazitĂ€tsmechanismen und langfristigen LiefervertrĂ€gen mit industriellen Kunden abhĂ€ngt. Die von UBS angehobene EPS-Prognose um 9 Prozent fĂŒr das Jahr 2026 spiegelt wider, dass die Bank zusĂ€tzliche ErtrĂ€ge aus diesem erweiterten Portfolio erwartet, auch wenn sie zugleich auf Druck durch höhere Biomassekosten hinweist.

Drax-Aktie und Anlegerperspektive

FĂŒr die Drax-Aktie ist die Kombination aus erwarteter EPS-Steigerung und mittelfristigem AktienrĂŒckkauf ein zweischneidiges Signal. Einerseits könnten 325 Millionen Pfund RĂŒckkĂ€ufe, sobald sie umgesetzt sind, den Gewinn je Aktie erhöhen, indem die Zahl der ausstehenden Papiere sinkt. Andererseits deutet die von UBS erwartete Verzögerung darauf hin, dass investive Projekte wie der 1,08-Milliarden-Pfund-Solarzuzkauf und der Umgang mit steigenden Biomassekosten PrioritĂ€t haben.

Anleger, die Drax mit europĂ€ischen Versorgern vergleichen, dĂŒrften den Fokus auf erneuerbare Energien und die geplante StĂ€rkung der Bilanz ins KalkĂŒl ziehen. Entscheidend wird sein, ob Drax die von UBS fĂŒr 2026 erwartete Erhöhung des Gewinns je Aktie um 9 Prozent tatsĂ€chlich erreichen kann und ob die Biomasseinflation sich im Rahmen der von der Bank unterstellten Szenarien bewegt.

Drax-Aktie im Überblick

  • Unternehmen: Drax plc
  • ISIN: GB00B1VNSX38
  • Ticker: DRX
  • Handelsplatz: London Stock Exchange
  • Sektor / Branche: Versorger / Stromerzeugung
  • Indexzugehörigkeit: FTSE-Indexfamilie

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