Die Securitas-Aktie setzt nach Halbjahreszahlen auf MargenstÀrke
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 20:10 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS
Die Securitas-Aktie (ISIN SE0000163594) steht am 18.09.2026 im Fokus, weil der Sicherheitskonzern seine ProfitabilitĂ€t im laufenden GeschĂ€ft deutlich verbessern konnte und Analysten mit weiter wachsenden Gewinnen rechnen. Im ersten Halbjahr 2025 stieg die bereinigte operative Marge des Konzerns von 7,1 auf 7,3 Prozent, begleitet von einem Gewinn je Aktie, der um 11 Prozent zunahm und einem freien Cashflow von 1,9 Milliarden schwedischen Kronen; diese Zahlen gelten als jĂŒngste veröffentlichte Halbjahreskennzahlen und liefern den entscheidenden Einblick in die Ertragskraft.
Halbjahreszahlen zeigen MargenstÀrke
Nach Angaben von EFN verbuchte Securitas im ersten Halbjahr 2025 eine organische Wachstumsrate von null Prozent, wĂ€hrend die valutabereinigte Umsatzerlöse in den traditionellen Sicherheitsdiensten um 2 Prozent zurĂŒckgingen. Trotz dieser schwĂ€cheren Dynamik im klassischen WachschutzgeschĂ€ft legte der Konzern insgesamt zu: Bereinigt um VerĂ€uĂerungen der nicht mehr zum KerngeschĂ€ft gehörenden AktivitĂ€ten stieg der Konzernumsatz im Halbjahr um 2 Prozent, im zweiten Quartal 2025 sogar um 3 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresquartal. Damit zeigt sich, dass Securitas aus Sicht von Anlegern stĂ€rker ĂŒber Effizienz und Margenverbesserung als ĂŒber starkes Volumenwachstum punktet.
Eine zentrale Rolle spielen dabei die Technik- und Sicherheitslösungen: Sie steuerten im ersten Halbjahr 2025 rund 35 Prozent zum Konzernumsatz bei, aber 54 Prozent zum operativen Ergebnis, wie EFN berichtet. Die dort ausgewiesene operative Marge lag bei 11 Prozent, deutlich ĂŒber den 5,8 Prozent im traditionellen SicherheitsdienstgeschĂ€ft; dieser Spagat unterstreicht, dass die strategische Verschiebung hin zu höhermargigen, technologiegestĂŒtzten Lösungen fĂŒr die Zukunft des Konzerns entscheidend ist. FĂŒr Anleger ist dieser Margenunterschied ein klarer Hinweis darauf, wo Securitas die gröĂten Werttreiber hat.
Verschuldung und Cashflow bleiben im Rahmen
Parallel zur Margenverbesserung hat Securitas seine Bilanzkennzahlen im Halbjahr 2025 stabil gehalten. Laut EFN belief sich die Nettoverschuldung inklusive Leasingverbindlichkeiten auf 32,7 Milliarden schwedische Kronen, was dem 2,2-fachen des EBITDA entspricht. Diese Kennzahl liegt klar unter dem unternehmensinternen Zielkorridor von 2,5, sodass der Konzern aus Sicht institutioneller Investoren eine solide Verschuldungsposition hat und Luft fĂŒr weitere Investitionen oder gezielte Akquisitionen behĂ€lt. Der freie Cashflow im ersten Halbjahr 2025 erreichte zugleich 1,9 Milliarden Kronen und lag damit deutlich ĂŒber frĂŒheren Vergleichsperioden; dies stĂ€rkt die FĂ€higkeit des Unternehmens, Dividenden zu finanzieren und dennoch in Wachstum zu investieren.
Auch der Gewinn je Aktie weist einen positiven Trend auf. Im GeschĂ€ftsjahr 2024 lag er laut der Prognosetabelle von EFN bei 10,81 Kronen und stieg im GeschĂ€ftsjahr 2025 auf 11,55 Kronen. FĂŒr das laufende Jahr 2026 erwartet die Analyse einen weiteren Anstieg auf 13,00 Kronen je Aktie, also ein Plus von rund 12,6 Prozent gegenĂŒber 2025. Dieser quantifizierte Gewinnanstieg zeigt, dass die Effizienzprogramme und der Fokus auf margenstarke Segmente bereits in den Ergebnissen sichtbar werden und aus Analystensicht eine Grundlage fĂŒr eine allmĂ€hlich sinkende Bewertung schaffen.
Bewertung, Dividenden und Analystensicht
Bewertungskennzahlen und Dividendenpolitik liefern zusĂ€tzliche Orientierung fĂŒr Anleger. In der PrognoseĂŒbersicht von EFN wird fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr 2025 eine Dividende von 5,30 Kronen je Aktie ausgewiesen, nach 4,50 Kronen im Jahr 2024. FĂŒr 2026 rechnen die Analysten mit 6,00 Kronen, fĂŒr 2027 mit 6,70 Kronen und fĂŒr 2028 mit 7,25 Kronen je Anteilsschein. Parallel dazu soll das Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis auf Basis der erwarteten Gewinne laut derselben Analyse von 14,0 im Jahr 2024 auf 11,7 im Jahr 2026 und weiter auf 10,1 im Jahr 2028 sinken. Die Gewinnentwicklung zwischen 2026 und 2028 wird im Bericht mit einem kumulierten Zuwachs von 15 bis 17 Prozent beziffert, was in Kombination mit der sinkenden Bewertungskennzahl darauf hinweist, dass der Markt den erwarteten Gewinnanstieg noch nicht vollstĂ€ndig im Kurs eingepreist hat.
Der Bericht von EFN nennt fĂŒr Securitas per Stand der Analyse ein Kursniveau von 152,30 Kronen und eine Marktkapitalisierung von 87,25 Milliarden Kronen. Diese Daten liegen nahe beim jĂŒngsten Schlusskurs von 153,60 Kronen an der Heimatbörse Nasdaq Stockholm am 17.09.2026, der im Rahmen eines leichten Plus von 0,6 Prozent gegenĂŒber der vorherigen Sitzung erreicht wurde, wie ein Bericht von Ad-hoc-news festhĂ€lt. FĂŒr Anleger ergibt sich damit ein Bild aus moderater Kursentwicklung, steigenden Gewinnen und einer Dividendenrendite, die bei einem Kurs um 150 Kronen im Bereich von rund 3 bis 4 Prozent liegt, je nach tatsĂ€chlicher AusschĂŒttung.
Risiken im traditionellen SicherheitsgeschÀft
Trotz der positiven Bewertungssignale zeigt die Analyse von EFN, dass das klassische SicherheitsdienstgeschÀft von Securitas unter Druck steht. Die valutabereinigte Umsatzerlöse innerhalb dieser traditionellen Sicherheitsdienste sanken im ersten Halbjahr 2025 um 2 Prozent, wÀhrend die operative Marge hier bei nur 5,8 Prozent lag. Das bedeutet, dass ein grosser Teil der Belegschaftsintensiven Dienstleistungen einem strukturellen Wettbewerbsdruck ausgesetzt ist, unter anderem durch Preiskonkurrenz und steigende Personalkosten. Wenn dieser Trend anhÀlt, könnte das Unternehmen gezwungen sein, weitere Effizienzprogramme und möglicherweise Portfolioanpassungen vorzunehmen, um die ProfitabilitÀt im Niedrigmargenbereich zu stabilisieren.
Die strategische Antwort von Securitas besteht darin, den Anteil der Technik- und Sicherheitslösungen am Gesamtumsatz weiter zu erhöhen. Mit bereits 35 Prozent Umsatzanteil und 54 Prozent Beitrag zum operativen Ergebnis im Halbjahr 2025 ist der Hebel hier betrĂ€chtlich, wie EFN ausfĂŒhrt. Gelingt es, diesen Anteil weiter zu steigern, könnte die Konzernmarge mittelfristig zusĂ€tzlich profitieren, selbst wenn das Volumen in den klassischen Dienstleistungen nur seitwĂ€rts lĂ€uft. Anleger sollten deshalb bei kĂŒnftigen Quartalsberichten besonders auf die Entwicklung des Techniksegments achten, insbesondere auf dessen Umsatzwachstum und Margentrend.
Kurs und Anlegerperspektive
Die Securitas-Aktie ist in Deutschland sekundĂ€r handelbar, der Hauptreferenzwert bleibt jedoch die Notierung an der Nasdaq Stockholm. Am 17.09.2026 schloss der Titel dort bei 153,60 Kronen, was einem Tagesanstieg von 0,6 Prozent entspricht und nahe am von EFN genannten Kurs von 152,30 Kronen liegt. In Kombination mit der ausgewiesenen Marktkapitalisierung von 87,25 Milliarden Kronen ergibt sich ein Bild eines grossen, etablierten Sicherheitskonzerns, dessen Bewertung sich bei sinkendem Kurs-Gewinn-VerhĂ€ltnis und steigenden Dividendenzahlungen allmĂ€hlich nach unten bewegt. FĂŒr Anleger zĂ€hlt dabei vor allem, dass die operative Marge im Halbjahr 2025 bereits leicht verbessert wurde und der Gewinn je Aktie laut Prognose zwischen 2025 und 2026 um rund 12,6 Prozent steigen soll.
Stammdaten und Kennzahlen zur Securitas-Aktie
- Unternehmen: Securitas AB
- ISIN: SE0000163594
- Ticker: SECUR
- Handelsplatz: Nasdaq Stockholm
- Kurs (Stand 17.09.2026): 153,60 SEK
- Marktkapitalisierung: 87,25 Milliarden SEK (Stand 18.09.2026)
- Sektor / Branche: Sicherheitsdienstleistungen und Sicherheitsloesungen
- Indexzugehörigkeit: OMX Stockholm Benchmark
