Dierig Holding AG, DE0005580005

Trotz der Konsumkrise bleibt Dierig im ersten Halbjahr 2026 mit starkem ImmobiliengeschÀft in der Gewinnzone

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 10:00 Uhr | dgap.de

Dierig Holding AG / DE0005580005

Dierig Holding AG / Schlagwort(e): Halbjahresbericht/Halbjahresergebnis


17.08.2026 / 10:00 CET/CEST
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Konzernumsatz sinkt von 22,4 Millionen Euro auf 19,7 Millionen Euro Immobilienumsatz steigt um 3,7 Prozent von 8,1 Millionen Euro auf 8,4 Millionen Euro, Vermietungsgrad steigt auf 96 Prozent Hohes Interesse an Wohnungen im MĂŒhlbach-Quartier Textilumsatz bleibt mit 11,3 Millionen Euro um 3,0 Millionen Euro oder 21,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau Vorsteuerergebnis bei 0,5 Millionen Euro Ambitionierte Prognose bis Jahresende Augsburg, 17. August 2026 – Im ersten Halbjahr 2026 konnte sich der Augsburger Dierig-Konzern nicht dem Sog der Konsumkrise entziehen. Zum Halbjahr 2026 erlöste der Dierig-Konzern einen Umsatz in Höhe von 19,7 Millionen Euro (im Vorjahreszeitraum 22,4 Millionen Euro). Der Textilumsatz lag mit 11,3 Millionen Euro um 3,0 Millionen Euro oder 21,0 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 14,3 Millionen Euro. Der Immobilienumsatz (einschließlich PWI) stieg um 3,7 Prozent von 8,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 8,4 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern bezifferte sich im ersten Halbjahr 2026 auf 0,5 Millionen Euro, im Vorjahreszeitraum lag das Ergebnis bei 1,6 Millionen Euro. Immobiliensegment setzt Erfolgskurs fort Insbesondere das grĂ¶ĂŸte Bauvorhaben der jĂŒngeren Unternehmensgeschichte, der Wohnbau im MĂŒhlbach-Quartier, nahm einen positiven Verlauf. Die 85 einkommensorientierten Wohnungen des ersten Bauabschnitts waren kurz nach Fertigstellung voll vermietet. Die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt mit 126 frei finanzierten Mietwohnungen sind teilweise ĂŒber Plan. Ein gutes halbes Jahr vor der geplanten Fertigstellung sind bereits rund 15 Prozent der Einheiten reserviert. „Die 211 Wohnungen im MĂŒhlbach-Quartier in Augsburg kommen zur richtigen Zeit auf den Markt und treffen in Ausstattung, Architektur, Lage und Mietpreis die BedĂŒrfnisse der Mieter“, erklĂ€rt Immobilienvorstand Benjamin Dierig. „Die strategische Entscheidung, den Gewerbestandort Augsburg-MĂŒhlbach zu großen Teilen fĂŒr den Wohnbau umzuwidmen, war also goldrichtig.“ Ebenfalls der richtige Weg sei es gewesen, trotz zwischenzeitlich höherer Bauzinsen und steigender Baukosten an  dem Bauvorhaben festzuhalten. „Anders als viele Projektentwickler haben wir das Projekt nicht aufgeschoben, sondern gebaut“, erklĂ€rt Benjamin Dierig. „Wir haben uns von unserem Kurs nicht abbringen lassen und ernten jetzt den Erfolg.“ Gewerbliche Nachvermietungen trotz schleppender Nachfrage Anders als beim Wohnbau zeigte sich im ersten Halbjahr 2026 bei den Gewerbeimmobilien eine verhaltene Nachfrage. Dennoch konnte Dierig auch in diesem Bereich grĂ¶ĂŸere Vermietungen realisieren. So ist der Standort Augsburger Straße in Gersthofen, das frĂŒhere Schwaba-GelĂ€nde, mittlerweile wieder voll vermietet. Parallel wird das fĂŒr die Umwidmung des GelĂ€ndes fĂŒr den Wohnbau erforderliche Bebauungsplanverfahren vorangetrieben. Ebenfalls in das erste Halbjahr 2026 fiel am Standort Porschestraße Gersthofen der Einzug des neuen Generalmieters KUKA Systems. Ebenfalls nach lĂ€ngerem Leerstand vermietet ist eine LoftflĂ€che im historischen Teil des Dierig-GelĂ€ndes Augsburg-MĂŒhlbach. „Noch vor wenigen Jahren hĂ€tte man uns diese perfekt hergerichtete FlĂ€che aus den HĂ€nden gerissen“, erklĂ€rt Benjamin Dierig. „Heute laufen nur noch wenige Wirtschaftszweige gut. Das spĂŒren wir in der Vermietung. Wir mussten einige Zeit suchen, bis wir den passenden Mieter gefunden hatten.“ Dank der Neu- und Anschlussvermietungen stieg der Vermietungsgrad im ersten Halbjahr 2026 wieder von 95 Prozent auf die langjĂ€hrige Marke von 96 Prozent. Die aus Dienstleistungen bei Investment und Verkauf, Vermietung und Verwaltung sowie Finanzierungsberatung und -vermittlung bestehenden AktivitĂ€ten der PWI entwickelten sich im Berichtszeitraum ebenfalls erfreulich. PWI konnte den Umsatz ĂŒberplanmĂ€ĂŸig steigern. Textilsegment im Sog der Konsumkrise UrsĂ€chlich fĂŒr das schlechte Abschneiden des Textilsegments waren mehrere Faktoren. Zum einen war die LieferfĂ€higkeit im BettwĂ€schebereich durch die RĂŒckverlagerung der BettwĂ€schelogistik im Januar und Februar 2026 stark eingeschrĂ€nkt. Die deutschen BettwĂ€schegesellschaften erwarteten, dass sie mit Wiedererlangung der LieferfĂ€higkeit einen hohen Bestand an Bestellungen zur Auslieferung bringen könnten. Diese Hoffnungen erfĂŒllten sich jedoch nur sehr kurzzeitig. Mit dem Ausbruch des Kriegs im Iran und dem darauffolgenden Preisschock bei fossilen Kraftstoffen riss die Nachfrage nach BettwĂ€sche ab. „Die Stimmung und die Lage im deutschen Facheinzelhandel fĂŒr BettwĂ€sche sind katastrophal“, betont Vorstandsmitglied Ellen Dinges-Dierig. „Aus erster Hand bestĂ€tigen kann dies unsere Beteiligungsgesellschaft N&K, die wir zum Jahresende 2025 ĂŒbernommen haben.“ Mit N&K, einer aus fĂŒnf FachgeschĂ€ften bestehenden Ladenkette, ist Dierig erstmals selbst im stationĂ€ren Einzelhandel mit Heimtextilien aktiv. Ab MĂ€rz 2026 hatte der EinzelhĂ€ndler einen Umsatzeinbruch in bisher nicht dagewesenen Dimensionen hinzunehmen. Die geplante Eröffnung neuer Filialen wird deshalb auf einen spĂ€teren Zeitpunkt verschoben. Ähnlich wie N&K erging es dem gesamten deutschen Einzelhandel fĂŒr Heimtextilien. Aufgrund der Konsumkrise verloren die deutschen BettwĂ€schegesellschaften deutlich an Umsatz, wĂ€hrend die GeschĂ€fte in Österreich und in der Schweiz planmĂ€ĂŸig verliefen. Allerdings waren im ersten Halbjahr 2026 auch im internationalen Gewebehandel der Konzerngesellschaft BIMATEX GmbH aufgrund der krisenhaften NachfrageschwĂ€che Umsatzeinbußen hinzunehmen. Ein zusĂ€tzlicher Faktor war die Insolvenz und die drohende Betriebsschließung eines großen Kunden, der zugleich ein wichtiger Realisierungspartner im ObjektgeschĂ€ft war. Dabei hatten sich noch im Vorjahr die Anzeichen gemehrt, dass im internationalen Gewebehandel wieder ein Wachstum möglich ist. Kaeppel und fleuresse rĂŒcken zusammen Als Reaktion auf die Marktentwicklung haben die deutschen BettwĂ€schegesellschaften fleuresse GmbH und Adam Kaeppel GmbH im ersten Halbjahr 2026 ihre Zusammenarbeit intensiviert. Sichtbar wird dies daran, dass die Teams beider Gesellschaften nach einem BĂŒroumzug nun gemeinsame RĂ€umlichkeiten im HauptverwaltungsgebĂ€ude nutzen. Im Zuge des Umzugs wurden die Ateliers sowie die Ein- und Verkaufsabteilungen beider Gesellschaften zusammengefĂŒgt. Ambitionierte Ziele fĂŒr das zweite Halbjahr Die negative GeschĂ€ftsentwicklung in großen Teilen des Textilsegments macht eine Anpassung der Prognose fĂŒr das Jahr 2026 erforderlich. Trotz der vielen positiven Entwicklungen im Immobiliensegment wird auf Konzernebene anstelle des ursprĂŒnglich prognostizierten leichten Umsatzwachstums im Jahr 2026 ein UmsatzrĂŒckgang von rund fĂŒnf bis zehn Prozent zu tragen sein. Ellen Dinges-Dierig: „Der Konsumverzicht ist extrem und trifft uns hart. Bereits die Begrenzung des UmsatzrĂŒckgangs ist ein enorm ambitioniertes Ziel.“ Wie vom Vorstand bereits in der Hauptversammlung 2026 angekĂŒndigt, wird das Textilsegment 2026 ein negatives Ergebnis zeigen. Das Konzernergebnis wird deshalb deutlich unter Vorjahr, aber im positiven Bereich liegen. – Ende der Mitteilung –    Über Dierig Die Augsburger Dierig-Gruppe wurde 1805 gegrĂŒndet. Die textilen Gesellschaften der Dierig-Gruppe sind breit aufgestellt. Sie produzieren designstarke MarkenbettwĂ€sche, handeln international mit Roh- und Fertiggeweben vielfĂ€ltiger QualitĂ€ten, verkaufen technische Textilien und bieten auftragsbezogen Objekttextilien fĂŒr Hotels, KrankenhĂ€user und Pflegeeinrichtungen an. Im Bereich der MarkenbettwĂ€sche gehört Dierig mit den Marken fleuresse und Kaeppel zu den MarktfĂŒhrern im deutschsprachigen Raum. Die Immobiliensparte verwaltet, entwickelt und vermarktet das umfangreiche Immobilienvermögen des Konzerns und erweitert dieses ĂŒber ZukĂ€ufe. Die Liegenschaften umfassen (Stand 31. Dezember 2025) 482.000 Quadratmeter GrundstĂŒcks- und 147.000 Quadratmeter GewerbemietflĂ€chen an den Standorten Augsburg, Gersthofen und Kempten. Durch die Beteiligung an der Peter Wagner Immobilien AG ist Dierig seit 2018 im Immobilienservice tĂ€tig. Mit der Fertigstellung des Wohnbaus im MĂŒhlbach-Quartier wird Dierig zukĂŒnftig auch als Wohnungsvermieter aktiv sein. Im Jahr 2025 setzte der 137 Mitarbeiter (Kopfzahl) zĂ€hlende Dierig-Konzern 46,4 Millionen Euro um, davon 28,2 Millionen im Textilsegment und 18,2 Millionen Euro im Immobiliensegment.   Kontakt Dierig Holding AG Kirchbergstraße 23 86157 Augsburg Tel.: +49 (0) 821 – 52 10 – 395 Fax: +49 (0) 821 – 52 10 – 393 E-Mail: info@dierig.de www.dierig.de  


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